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(22.03.2019) Bitte bring dein Dynamit doch direkt neben mir zum explodieren, dann muss ich mir das hier nicht länger antun

Und was genau will ich mir nicht länger antun?

Na Sportunterricht!

Wir tanzen ja jetzt und wir müssen den Murks auch noch selbst choreografieren und bäh.

Ich glaub aber, dass ich eigentlich Glück hab mit meiner Gruppe, immerhin hab ich Tara und Linnea und niemand in meiner Gruppe kann wirklich tanzen.

An sich macht letzteres das Ausdenken von irgendwelchen lustigen Dingen schwieriger, aber andererseits fällts dann auch nicht auf, dass ich wirklich keinen blassen Schimmer hab, wie man tanzt.

Und an der Songauswahl bin ich auch noch Schuld, weil als wir damals dann zusammensaßen und nach Liedern gesucht haben, meinte ich irgendwann nur so „Da können wir auch gleich „Dynamite“ nehmen und irgendwie haben wir das dann tatsächlich genommen und äh ja, ne is klasse.

Aber hey, irgendwie haben wir tatsächlich was auf die Reihe bekommen und ich bin relativ positiv, dass es keine totale Blamage wird.

Ansonsten haben wir dann in unserer Mittagspause noch unsere lustige Präsentation zum Thema „Schwedische Gebärdensprache“ zusammengebastelt, und irgendwie sind wir nur so mäßig fertig gefunden, weil wir ständig an irgendwelchen Dingen hängengeblieben sind und das Endprodukt klingt auch mehr wie ne traurige Comedyshow.

Wir haben nämlich überlegt, dass wir ja ne Beispielkonversation einbringen könnten, und so werden Filip und Viktoria sich dann also unterhalten und ich darf daneben stehen und übersetzten.

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F: „Hey, wie gehts dir?“
V: „Mir gehts ganz gut, wie gehts dir?“
F: „Ich bin sehr erkältet“
V: „Wie schade, was hast du gemacht?“
F: „Ich hab nachts draußen getanzt“
V: „Hast du allein getanzt?“
F: „Nein, ich habe mit meinem Phantasiefreund getanzt“
V: *lacht*

Ich weiß noch nicht ganz wie ich das seriös über die Bühne bringen soll, aber hey, wenigstens hatten wir Spaß!

Danach hatte ich noch Mathe und äh ja, nein, das lassen wir jetzt einfach mal aus, das macht mich nu traurig.

Direkt danach bin ich dann ganz schnell in die Stadt geflitzt weil ich gesehen hatte, dass sie Inliner zu wirklich spottbilligen Preisen verkaufen und da ich ja mein Longboard nicht hier hab und mir auch kein neues für den Frühling zulegen wollte, dachte ich mir, dass Inliner es wohl mindestens genau so gut tun!

Zuhause hab ich dann nur noch schnell meinen Rucksack gepackt und den Kiwihüter geschnappt und wir sind los zu Tara, schließlich wollten wir ja Let’s Dance gucken. Also ich weiß noch nicht wirklich warum wir Let’s Dance gucken wollten, aber wir wollten.

Und so haben wir also brav gekocht, gegessen und dann die Reste an den Hund verfüttert und sind dann – bewaffnet mit mehr Snacks als irgendwer tragen kann – ins Wohnzimmer gestapft.

Der Hund heißt übrigens Legolas und er mag Hühnchen sehr gern, Spinat und Ochsenfilet sind ihm aber nicht so lieb und außerdem hat er gern etwas Sahne in seinem Fressen.

Legolas macht mir übrigens Angst aber ich sterbe nicht mehr ganz so doll, wenn ich ihn sehe.

Irgendwann abends ist der Kiwihüter dann wieder nach Hause gefahren, er wollte nicht übernachten und so haben wir ihn zum Bus gebracht.

Abends um halb elf mit Inlinern durch ein Dorf mit ziemlich perfekt asphaltierten Straßen und Gehwegen zu fahren ist übrigens auch son Moment von purem Glück!

Tara und ich haben dann noch Let’s Dance fertig geschaut und sind dann ins Bett gegangen… nur das mit dem Schlafen hat nur so mäßig gut geklappt… andererseits liefs besser als beim letzten Mal und so waren wir nur ein bisschen tot, als wir morgens um sechs dann vom Wecker geweckt wurden.

Es war dann also sechs und so hatten wir Zeit um mit dem Hund rauszugehen, wobei ich fast in den See gefallen wär und über die Leine gestolpert, aber hey.

Es folgen Bilder, weil Tyresö so ein bildschöner Ort ist (nur hat die Sonne gefehlt und alles war ein bisschen überschwemmt, schließlich ist der Schnee grade erst frisch weggeschmolzen).

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[Ein Tara auf einem Steg… auf den ich mit Inlinern draufgerollert bin

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[Laut Tara stehen diese Bäume nämlich normalerweise nicht unter Wasser]

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[Eventuell ist da noch ein bisschen viel Eis auf dem See]

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[Man muss sich jetzt einfach vorstellen, dass es sonnig]

Mir fällt grade auf, dass das hier ja eigentlich zum morgigen Tag gehört, aber ich bin zu faul all die Bilder etc noch mal in nen neuen Post zu stecken, deswegen bleiben sie jetzt hier.

Bis dann und wann, Jenna

(21.03.2019) Men det är ju danmarks fel… igen

Aber das ist doch Dänemarks Schuld… schon wieder!

Und was genau ist Dänemarks Schuld? Na dass die norwegische Sprache so verkorkst ist!

Wir hatten nämlich heute in Schwedisch Präsentationen über verschiedene Minoritätssprachen… und Norwegisch und Isländisch, denn Finnisch ist offiziell anerkannte Minoritätssprache in Schweden.

Und so hatte eigentlich jede Gruppe irgendwen, der die Sprache wirklich sprechen konnte und der dementsprechend auch wusste, wie das mit der Aussprache und co. funktioniert und eigentlich war es super spannend.

Wir haben uns also alle gefreut, dass wir keine Finnen sind und uns dementsprechend die finnische Grammatik erspart bleibt, das gleiche gilt für Island und deren Grammatik und irgendwie haben sich auch alle gefreut, dass sie nicht auf Gotland leben und dementsprechend Gotländisch (oder ja eher Gutamål) sprechen, aber das kann ich echt so null nachvollziehen, denn für nen Deutschen wär das so viel einfacher zu lernen.

Man nehme das schwedische Wort für Hemd, skjorta, während der gemeine Schwede das in etwa so ausspricht:

https://sv.forvo.com/_ext/ext-prons.js?id=2296619

Sodass aus „skj-“ ein einzige ich-hab-ein-Kratzen-im-Hals-Geräusch wird, da spricht der gemeine Bewohner Gotlands das etwa so unelegant aus, wie ein Deutscher das machen würde, nämlich genau wies da steht!

Ansonsten ist hier noch mal ein Lied in Gutamål:

Und dann kam der Moment, in dem eine ganze Klasse aufstöhnte und ein allgemeines „Die Dänen schon wieder“ im Raum lag.

Der gemeine Schwede ist kein besonders großer Fan von Dänen und ich wurde schon ziemlich oft gefragt „Ey Jenna, wollt ihr die Dänen nicht haben?“ und äh, ne danke?

Denn alles, was die Dänen anfassen, läuft schief.

Die Post zum Beispiel, die wurde mit der Dänischen zusammengelegt und während der schwedische Teil noch annähernd funktioniert, treibt der Dänische Teil die Post in den finanziellen Ruin.

[Das hat übrigens englische Untertitel]

Aber worauf ich eigentlich hinaus will, ist, dass die Norweger damals, als sie sich überlegt haben „Man, das wär ja cool wenn wir unsere eigene Sprache auch aufschreiben können“, das ganze nach dänischem Vorbild gemacht haben und so sieht Bokmål (die Variation der Sprache, die von etwa 85-90 Prozent der Bevölkerung zum Schreiben benutzt wird) geschrieben einfach super strange aus.

Okay, meine Objektivität ist an dieser Stelle definitiv eingeschränkt und gesprochen klingt Norwegisch eigentlich auch ganz okay, aber geschrieben… das sieht aus wie auf der Tastatur ausgerutscht.

Irgendwie klingt das ein bisschen wie ne Mischung aus Schwedisch und Plattdeutsch.

Übrigens hatten wir niemanden in der Klasse, der Norwegisch spricht, aber nachdem alle „SKAM“ gesehen haben, ist der Großteil der Schweden fest davon überzeugt, dass sie ja quasi fließend Norwegisch sprechen und so haben sie munter drauflos geplappert.

Abgesehen von all den Sprachen hatte ich heute noch Physik (und es war die letzte Stunde vor der Klassenarbeit… bäh) und danach hab Ante von der Schule abgeholt.

Wir haben dann rumgesessen und über Gott und die Welt geredet… ich bin so froh, so viele Menschen gefunden zu haben, mit denen alle so einfach und unkompliziert ist.

Irgendwann bin ich dann nach Hause und bin mehr so direkt ins Bett gefallen.

Bis dann und wann, Jenna

(20.03.2019) Aiaiaiaiaiiiiiiiiii

Aber erstmal Theater und da haben wir genau nichts gemacht.

Also ernsthaft.

Wir haben ja jede Woche Proben und wenn an dem Tag dann nur Szenen geprobt werden, in denen man nicht drin ist,ja dann sitzt man auch gerne mal drei Stunden rum.

Wenigstens sitzen mindestens sieben andere auch noch rum und dann quatscht man halt, spielt Gitarre (auf einer mysteriös aufgetauchten Gitarre, bei der wir uns immer noch fragen wo Alexander die so schnell hergekriegt hat) und ist sich allgemein einig, dass das hier ne absolute Zeitverschwendung ist und dann man eigentlich auch hätte ausschlafen können.

Am Ende war dann tatsächlich noch mal ne Szene dran, wo alle dabei waren und um ehrlich zu sein sind das meine Lieblingsszenen.

Das sind dann nämlich die, wo alle Charaktere direkt zum Publikum sprechen.

Einer nach dem anderen kommt hinter dem Vorhang hervor, läuft schnurstracks auf seinen Platz und spricht irgend nen kurzen kryptischen Satz direkt zum Publikum und dann steht man, in Charakter und mit einer dementsprechenden Mischung aus Schmerz und Gleichgültigkeit im Gesicht und geht im Kopf den Text der anderen durch.

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Und danach verschwinden alle wieder hinter den Vorhang und ich hoffe wirklich, dass das Publikum genau so verwirrt ist, wie die armen Schauspieler… denn wir wundern uns schon seit Wochen, wie genau wir diese Szenen eigentlich interpretieren sollen.

Aber hey, so war der einzige Satz, den ich heute gesagt hab tatsächlich „Och vissa rader är bara trams“ und und dann gings auch schon wieder zurück zu Odenplan, da wartete schließlich ne Chemiearbeit darauf, geschrieben zu werden.

Und oh my.

Ich hab die Arbeit aufgeschlagen und hab mich erstmal gefreut. Die meisten Aufgaben waren genau das, was ich gelernt hatte und waren dementsprechend ziemlich easy.

Dann kam was, über das Experiment von letzter Woche, wo ich aber krank im Bett lag und dementsprechend nicht besonders viel Ahnung vom Ablauf und irgendwelchen Beobachtungen hatte. Abey hey, das wird mir schon nicht das Genick brechen.

Dachte ich, bevor ich die Seite umschlug.

Und dann kam die Titration und ich hätte gern meinen Kopf auf die Tischplatte geschlagen.

Ja, rückblickend betrachtet hätte ich das auch irgendwie hinwurschteln können, denn aus der Titrationskurve hätte ich eigentlich alle Werte gekriegt, die ich gebraucht hätte und an sich ist es wirklich nur Säure-Base-Titration und kein Hexenwerk und hätt ich mir das vorher noch mal angeguckt, wärs auch gegangen… aber nicht wenn niemand sagt, dass es drankommt!

Wenigstens gings nicht nur mir so und die eine, mit der ich mich danach noch ne gute Stunde aufm Flur unterhalten hat, war ähnlich wenig begeistert und auch alle anderen, die aus dem Raum kamen und an uns vorbei gelaufen sind, waren kein bisschen amused und argh.

Danach kam allerdings Tara und alles war wieder vergessen.

Ich hab diesen Menschen so unendlich lieb, das kann ich gar nicht in Worte fassen.

Und so wurde es dann irgendwann halb acht und wir saßen noch immer in der Schule rum. Ernsthaft, wenn mich ein Mensch dazu kriegt, so lange freiwillig in der Schule zu sitzen, dann ist er wirklich besonders.

Bis dann und wann, Jenna

(19.03.2019) Der Study Day, am dem ich tatsächlich gelernt hab

Ab und zu kriegt man hier einfach mal nen Tag frei und niemand weiß so richtig warum.

„Ich glaub die Lehrer haben Fortbildung“ „Ist heute nicht Elternsprechtag? „Ne, heut hat doch der Schülerrat Jahresabschlussveranstaltung“ „Ich meine mich zu erinnern, dass heute einfach n Study Day ist“.

Letzteres traf heute ein. Also einfach ein Tag, denn man dazu nutzen kann, den man eventuell die letzten Tage/Wochen/Monate nicht so richtig auf die Reihe gekriegt hat.

Und wer hätts gedacht, mit Ausblick auf meine Chemiearbeit morgen, hab ich mich dann doch mal gegen 10:30 auf meinen Hintern gesetzt… und dann zwölf Stunden durchgebüffelt.

Ich glaub mir wär irgendwann fast der Kopf explodiert, aber dafür hab ich die organische Chemie jetzt glaub ich verstanden.

Die einzige Pause die ich gemacht hab, war, um mal kurz zum Supermarkt zu laufen und mir Saft und getrocknete Bananen zu kaufen, schließlich muss sogar ich ab und zu mal essen.

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Und zu diesen zwei Seiten stießen im Laufe des Tages noch knapp 20 andere und erst gegen elf hab ich mich dann langsam mal ins Bett gerollt, schließlich brauch ich irgendwann auch noch Schlaf.

Auf der anderen Seite hat mich der Tag heute ungemein beruhigt. Ich hab mir ja immer Sorgen gemacht was eigentlich passiert, wenn ich doch irgendwann mal anfangen muss, richtig für die Schule zu lernen (und zwar mehr als „Ich setzt mich mal kurz hin und schreib mir ne Zusammenfassung“), denn schließlich hab ich in den letzten zehn Jahren meiner Schulkarriere für genau eine einzige Arbeit wirklich richtig gelernt (und auch das war Chemie, wie treffend).

Aber hey, offensichtlich ists wirklich nicht so schwer und ich fühl mich jetzt bestens gewappnet für die Klausur morgen.

Bis dann und wann, Jenna

(18.03.2019) Und wieder fängt der ganze Murks von vorne an…

Mal wieder Montag, mal wieder Geschichte, mal wieder null Lust.

Das Erste was ich gelernt hab heute, war, dass ich noch nicht annähernd so fit bin, wie ich geglaubt hatte. Als ich in der Pause schnell nach Hause laufen wollte um mir mein anderes Paar Kopfhörer zu holen, haben meine Beine einfach den Aufprall vom ich-hüpfe-die-letzte-Treppenstufe-runter nicht gepackt und sind einfach wie son Zollstock eingeklappt.

Ich durfte mir dann zuhause erstmal die Steine und den Dreck aus der Handfläche sammeln (was total klasse ist, wenn man eigentlich zurück zum Unterricht muss) und hab das ganze dann nur noch schnell in Desinfektionsmittel gebadet, was vom Blut glaub ich aber gleich wieder weggespült wurde… war ne tolle und appetitliche Angelegenheit.

Wenigstens meine Klamotten sind heile geblieben.

Danach hatten wir dann mal wieder ewig Pause und die hab ich dann damit verbracht, schnell ne Präsentation für den Deutschunterricht zusammenzubasteln… meine Lehrerin hat mich – verständlicherweise – mit all denen in eine Gruppe gepackt, die mit der Deutschen Sprache die größten Probleme haben.

Da ist dann zum einen ein Junge, der jedes Mal nach der Hälfte der Stunde einfach seine Sachen packt und geht und auf der anderen Seite ein Junge, der leider weder so richtig Deutsch, noch Schwedisch, noch Englisch spricht… aber sein Russisch isst sehr gut.

Im Endeffekt hab ich dann einfach beschlossen, die PowerPoint schon mal zusammenzubasteln, mit dem einzigen Hintergedanke, dass und viel Zeit, Schweiß und Tränen spart.

Und in Anbetracht der tatsache, dass keine der beiden besonders großes Interesse daran hat, Deutsch zu lernen, da hab ich mir dann gedacht, dass sie wohl nicht so scharf drauf sind, das alles selber zu machen und so war das doch für alle die beste Lösung.

Hab ich mal erwähnt, dass Tara und ich ein Talent dafür haben, uns in der Schule festzuquatschen?

Heute war es locker-flockig schon nach sechs, bevor wir die Schule verließen… und dann ne halbe STunde im Kreis um den Block gelaufen sind, einfach weil wir uns nicht entscheiden konnten, wo wir hinwollten.

Schlussendlich sind wir dann nach Hause zu mir.

Mein Gastpapa kam dann irgendwann in mein Zimmer und hat Bescheid gesagt, dass er und meine Gastmama jetzt weg sind und wir uns doch gerne was von dem Curry auf dem Herd nehmen können, wenn wir wollen… wir haben todesmutig probiert und hätten fast geweint… das hätte einem ja fast die Geschmackszellen weggeätzt, so scharf war das!

Irgendwann hab ich Tara noch zur U-Bahn gebracht und hab mich dann doch ganz schön schnell ins Bett geworfen… die Müdigkeit kam durch.

Bis dann und wann, Jenna

(17.03.2019) Ich habe einen Mensch außerhalb meiner Wohnung getroffen

Heute bin ich zu Ante spaziert, den hab ich nämlich auch schon lange nicht mehr gesehen.

Ich hab mir dieses Mal zwar auch wieder Frühstück mitgenommen, aber wenigstens hab ich dieses Mal nicht nach Farbe ausgesucht, sondern nach Geschmack und ich würde sagen, dass das eine gute Entscheidung war.

Ansonsten haben wir dann wirklich nichts gemacht, außer ein bisschen mit Musse gespielt und der Herr hat immer noch versucht, mich für Animes zu begeistern… und ist dabei kläglich gescheitert.

Ich bin ja ganz tolerant gegenüber den meisten Arten an Serien und co. aber Animes gehen gar nicht. Ich find den Zeichenstil einfach super anstrengend.

Aber hey, wenn ich Musse auf dem Schoß hab, dann geht das schon irgendwie, zumindest für ein paar Folgen.

Ich werd Musse so dermaßen vermissen, das tut ja jetzt schon weh. Auch wenn er mir manchmal seine Krallen in den Oberschenkel bohrt oder meine Hand anschlabbert… er ist so niedlich, da ist das schon okay.

Ich bin dann allerdings doch ziemlich früh wieder nach Hause, schließlich war ich doch noch nicht so richtig top fit und ach ne… Matsch in der Birne.

Lena war übrigens heute meine Heldin des Tages.

Sie und Anders kamen nämlich heute von deren Sommerhaus auf dem Land zurück und sie hatte ihre Tasche da vergessen und anstatt zurückzufahren oder sich aufzuregen, hat sie einfach aufgegeben und sich für den Rest des Tages ins Bett gelegt.

Vielleicht wird das mit dem Erwachsensein doch nicht so schlimm, denn offenbar erde ich meine coping mechanisms auch noch mit 50 anwenden… das sind doch mal gute Aussichten!

Ansonsten hab ich beim sortieren meiner Handygalerie ein Bild gefunden, das eindeutig beweist, dass ich 2016 schon Mal in Schweden war… ach wenn dieses kleine Etwas wüsste, dass es kaum zwei Jahre später in Gehweite von der Stelle, wo dieses Bild entstanden ist, wohnen wird.

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Vor den Häusern da oben auf dem Berg, da stand ich an meinem allerersten Tag in Schweden damals nämlich mit meinen Gasteltern und hab so auf die Stadt geschaut und hab mir so gedacht „Scheiße man, das ist doch alles bekloppt!“

Bekloppt ja, aber im guten Sinne!

Bis dann und wann, Jenna

(16.03.2019) Ich hab mich verlaufen

Ich hab die Schnauze voll vom Kranksein.

Ich hab mich dann tatsächlich aus dem Bett bewegt und mir so gedacht, dass ich ja mal ganz langsam und schonend anfangen könnte, wieder wie ein normaler Mensch zu funktionieren.

Das mach ich nie wieder.

Nachdem ich nämlich aufgeräumt hatte (oder zumindest angefangen) hat meine eigene Mama gefragt, ob ich ne Psychose hätte… um solche Unterstellungen in Zukunft zu vermeiden, werde ich von solchen Tätigkeiten erstmal Abstand nehmen. (Und natürlich weiß ich, dass Mama das nicht so meint!)

Ansonsten hab ich mich tatsächlich aus meinem Schlafanzug gequält und in normale Klamotten geschmissen… und nach 4 Tagen meine geflochtenen Zöpfe aufgemacht… und ausgesehen wie son explodiertes Sofakissen!

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Meine Handyhülle heißt übrigens „Blumenwiese im Frühlingsregen“, oder auch „Mir ist ne Kritzelei, die ich in meiner Handyhülle aufbewahre, in den Schnee gefallen und es ist verlaufen“… aber ist ja quasi das Gleiche.

Dann begann das Abenteuer und ich hab mich tatsächlich vor die Tür gewagt und bin – schlau wie immer – einfach losgelatscht, ohne groß drüber nachzudenken wo ich hinwollte oder was ich eigentlich vorhatte.

Ich mein, ich bin definitiv an Ecken vorbeigekommen, die ich vorher noch nie gesehen hab und ich hab festgestellt, dass ich eventuell einfach mal öfter vor die Tür gehen sollte, die „Außenwelt“ erscheint mir irgendwie doch recht nett.

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Eins der Dinge die mir immer wieder auffallen ist, dass Stockholm wahrscheinlich die dörflichste Großstadt ist, die man so finden kann.

Wenn man nicht gerade auf der Drottningsgatan rumläuft, oder an der T-Centralen rumsteht, dann hat Stockholm so viele ruhige Ecken mit verwinkelten Gassen und unendlich viel Grün und es ist alles so wunderschön.

Irgendwann hatte ich dann beschlossen ne Pause zu machen und dann hab ich erstmal Papa angerufen, denn mit dem hab ich auch schon ganz schön lange nicht mehr geredet.

Und während ich so nach Hause zum Essen gelaufen bin, hab ich weiter mit Papa gequatscht, mich um ein Haar verlaufen und noch mehr Ecken von Stockholm gesehen, die ich noch nicht kannte.

Irgendwann spät nach dem Essen hab ich dann noch die Lilli Fee angerufen und das wahrscheinlich längste Skype-Gespräch meines Lebens geführt… und danach absolut tot ins Bett gefallen.

Kleine Notiz an meinen Körper: Du musst jetzt wieder fit werden. Meine App sagt, dass ich alles gemacht hab, was gut ist und das muss jetzt wieder werden! Ich hab mich bewegt, hab genug getrunken und ausreichend viel geschlafen.

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Bis dann und wann, Jenna