(29.12.2017) Organisationssuche und Anmeldungsphase

Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich nur ein halbes Jahr weg wollte, hab ich dann angefangen mich durchs Internet zu wühlen.

Bei den meisten Organisationen kann man ganz einfach und kostenlos Infomaterial und Broschüren anfordern, was ich dann auch getan hab.

Tatsächlich hatte ich Glück und gleich die erste Broschüre die ins Haus flatterte, gehörte zu einer Organisation die mich – nach etwas Herzklopfen beim blättern – tatsächlich für ein halbes Jahr nach Schweden gehen lies.

In meinem Fall Ayusa-Intrax.

 

Anmeldung:

Die Anmeldung lief fast komplett online ab, lediglich einige Seiten musste man ausdrucken, ausfüllen (lassen) und wieder einscannen.

Was war gefragt?

Vorab ist anzumerken, dass man – logischer Weise, sonst versteht das im Gastland wohl niemand – alles auf Englisch ausfüllen musste.

Auf der ersten Seite waren es vor allem persönliche Infos bzw. Daten (Name, Anschrift, Schule etc.), auf den Seiten danach folgten noch ähnliche Angaben zu den Eltern, die allgemeine Familiensituation und ein Haufen Fragen direkt an meine Hobbys, Wünsche, Ziele, Pläne und Präferenzen.

Also eben was ich für Sportarten mache oder sonst für Hobbys hab/ was ich allgemein in meiner Freizeit mache. Aber auch meine Lieblingsschulfächer und ähnliches.

Und natürlich die ominösen Fragen wie „Wie würdest du dich an das Leben in der Kleinstadt anpassen?“, wo sich mein Kopf automatisch einschaltete und schrie „Und hallo beim einsamen Rentierzüchter am Polarkreis“, aber ich schätz mal ganz so dramatisch wird es dann auch nicht.

Anschließend folgt eine Seite auf der man Bilder hochladen muss (minimal 5, maximal 8), die unter anderem einen selbst, die Familie, das Haus und die Freunde zeigen sollen (müssen).

Dann kommt der langwierige Teil, nämlich alles was man ausdrucken und ausfüllen muss.

Da wären: Ein Zettel den der/die Englischlehrer/in bezüglich der Englischkenntnisse ausfüllen muss, ein Formular das, sofern vorhanden, von beiden Erziehungsberechtigten unterschrieben werden muss und der aller spaßigste Teil: 3 Seiten für den Arzt.

Natürlich waren alle Krankheiten/Beschwerden/Impfungen/schießmichtot auf Englisch, was ich dann im Vorfeld doch lieber noch mal übersetzt hab, bevor ich damit zu meiner Ärztin gelaufen bin.

Abgefragt wurden alle möglichen Krankheiten, sowie Allergien, psychische Krankheiten, die Vollständigkeit der Impfungen (ja, um in Schweden die Schule besuchen zu dürfen muss das Kind geimpft sein) und schlussendlich, als jemand mit panischer Angst vor Nadeln, ein Tuberkulose Hauttest (oder Tuberkulintest? Jedenfalls wird einem da was gespritzt und drei Tage später muss man wieder hin und die gucken ob alles okay ist).

Außerdem müssen noch zwei Briefe (je 1-2 Seiten) an die zukünftige Gastfamilie geschrieben werden. Einer von mir selbst über mich, meinen Alltag, Hobbys, Eigenschaften und einen von einem Elternteil ebenfalls über mich und meinen Alltag, aber da bekommt man ganz gute Richtlinien.

Aber auch das alles logischer Weise auf Englisch (was aber auch gut ist und ich würde auch jedem empfehlen das alles selbst auszufüllen und nicht von Mama oder Papa ausfüllen zu lassen, wenn man nämlich merkt, dass man da noch Probleme hat, ist das ein ziemlich guter Anhaltspunkt, dass man in Englisch noch mal ranklotzen sollte wenn man auch die Sprache seines Gastlandes noch nicht grandios spricht, sonst könnte das mit der Verständigung etwas schwer werden).

Frist das alles abzuschicken war bei mir der 26. oder 29. September, ich bin mir grade nicht allzu sicher.

Irgendwann bekommt man dann eine Mail in der eventuelle Nachfragen stehen, sollte irgendwas in der Anmeldung unklar sein oder fehlen, in meinem Fall waren das zum Beispiel die Nachfrage, warum ich angegeben habe nur mit „outdoor pets“ leben zu können, wenn ich doch keine Allergien hab. Die Frage war ganz einfach, ich hab panische Angst vor Hunden. (Was als Antwort auch akzeptiert wurde und mich sehr gefreut hat).

Das war eigentlich die komplette Anmeldungsphase.

Das alles online auszufüllen hat einige (viele) Stunden gebraucht, was aber auch daran liegen könnte, dass ich dazu neige viel zu schreiben.

Mit der Lehrereinschätzung und dem Arzt dauert das alles natürlich irgendwie länger, also lieber früh genug anfangen.

In dem Sinne und bis dann und wann, Jenna.

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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