(18.09.2018) Ein Monat. Ein ganzer Monat. Und was ich sonst noch gelernt habe.

Ich glaube, wir skippen heute mal alle Tagesberichte, es war eh nur so mäßig spannend.

Heute ist es genau ein Monat, seitdem ich morgens in einen Flieger gehüpft bin, 1 1/2 Stunden Panik geschoben hab und dann die liebste Gastfamilie getroffen hab, die ich mir jemals hätte wünschen können.

Ich hab unglaublich liebe Menschen in der Schule getroffen, die ich jetzt schon so fest in mein Herz geschlossen habe und die meinen Schulalltag so viel schöner machen, als alles, was ich mir irgendwie ausmalen könnte.

Ich liebe Stockholm mehr als ich dachte, dass man eine Stadt lieben kann. Ich hab so viele Plätze gefunden, die einfach von einem auf den anderen Moment alle Sorgen wegpusten. Und das ist sehr strange, es ist doch bloß ein bisschen Wasser mit ein paar Bänken davor.

Ansonstn kommen wir jetzt zu dem Teil, den ich eigentlich aufschreiben wollte:

Dinge, die ich in meinem ersten Monat bemerkt habe

  • Stockholm als Stadt ist (verglichen mit deutschen Großstädten) ist super sauber
  • Der gemeine Bewoher (der kein deutscher Tourist ist) ist wohl einer der höflichen Menschen, den ich je getroffen hab. man rempelt sie versehentlich an und anstatt böse zu gucken, entschuldigen sie sic auch noch.
  • Es ist unfassbar still im Bus, der U-Bahn oder dem Zug, weil irgendwie niemand spricht.
  • Außerdem schaut sich irgendwie niemand an. Wenn sich auf dem Gehweg zwei Menschen entgegen kommen, dann schauen beide angestrengt überallhin, nur nicht auf den anderen Menschen
  • Plastiktüten sind hier noch viel verbreiteter, man muss sie nicht extra bezahlen und meistens werden sie zusammenmit dem Einkauf schon hochgehalten und man muss tatsächlich sagen „nein danke, ich hab mene eigene Tasche“.
  • Die Menschen stehen an der Bushaltestelle, der u-Bahn oder sonstwo soweit auseinander wie möglich. Steht an der Bushaltestelle ein Mensch in dem Häuschen, stehen die Chancen sehr gut, dass der zwete Mensch tatsächlich nicht mal im Häuschen steht, sondern außen daneben.
  • Der Großteil der Lehrer sieht zuspätkommen überhaupt nicht als kritisch an und es wird auch nicht particularly vermerkt.
  • Große Wocheneinkäufe sind irgendwie auch nicht besonders verbreitet, stattdessen geht man lieber jeden Tag oder jeden zweiten Tag los und kauft zwei einzelne Dinge.
  • Die Menschen sehen größtenteils aus, wie aus irgendeinem Modekatalog gefallen, und das mene ich genau so wie ichs sage.
  • Samsung ist nicht halb so verbreitet wie bei uns in Deutschland, man hat entweder iPhone oder irgendwas anderes, aber kein Samsung.
  • So gut wie niemand benutzt WhatsApp, alle haben Snapchat und der ältere Teil der Bevölkeung benutzt SMS oder den Facebook Messager
  • Die Coffee-to-go-Becher sind gigantomanisch. Wenn man einen „großen Kaffee“ besteltt, bekommt man weit, weit mehr als einen halben Liter.
  • Das Schulessen ist besser (also viel besser) als in Deutschland, sodass man es tatsächlich sehr gut essen kann.
  • Ich hab noch nie ein Volk gesehen, was so wenig am judgen ist, wie die Menschen in dieser Stadt. Man fühlt sich so unendlich frei, weil niemand einen Scheiß gibt, wie andere aussehen, was sie machen und mit wem sie sind.

Kurz gefasst, ich liebe diese Stadt und das Leben hier mehr, als ich jemals dachte, das man etwas lieben kann.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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