(20.09.2018) Sing along to our swedish fika!

„… say kex with if you wanna stay“  (falls sich irgendwer das glorreiche, titelgebende Lied anhören möchte)

Heute war ein wirklich glorreicher Tag! Morgens beim Frühstück (stellt euch vor, ich habe ausnahmsweise gefrühstückt), hab ich von Mama die Nachricht gekriegt, dass mein Paket (mit dem wundervollen Kent-Pulli) nicht zugestellt werden konnte.

Mit den Worten „Na das kennt man ja von DHL hier in Schweden“, hat meine Gastmama dann angeboten, sich dem Problem anzunehmen.

Jetzt allerdings erstmal Schule. Es folgte Schwedisch. An sich gar nicht so ätzend, hätte ich nicht aufgegeben, Dvärgen zu lesen. Das hat dann die zwei Stunden, in denen nacheinander alle Schüler eine Argumentation zur selben Fragestellung vor der Klasse vortragen mussten, etwas unspannend gemacht.

Zum ersten Mal war ich sehr dankbar für die Laptops. So hab ich mich dann einfach in die hinterste Ecke verkrümelt, die fehlenden Blogbeiträge der letzten Tage ergänzt und schlussendlich sehr spannende Wikipedia-Artikel gelesen. Ja, genau diesen Artikel. Es war tatsächlich recht interessant.

Dann gabs Mittagessen. Um 10:50. Was ein Leben.

Physik war besser. Die Klasse wurde in zwei Hälften geteilt, da mit nicht so viele Schüler im Raum sind und die Verbleibenden in Ruhe ihre Experimente zum Archimedischen Prinzip machen konnten. Die andere Hälfte hatte entgegen meiner Vermutung allerdings nichts zu tun. Sie konnte tun was sie wollt. Was ein Leben – again.

Der Kiwihüter und ich waren in der einen Hälfte, der Rest unserer Truppe in der anderen und so saßen wir – während wir darauf warteten, dass die anderen dann auch mal fertig werden- da und haben Disney-Songs gehört. Ja, Disney. Und der Kiwimitbewohner hat den Joker gezeichnet.

Dann kam das kleine Hüngerchen, doch die Rettung nahte. FIKA.

Gesagt getan. Während ich also meine gesamte Tasche vor den Kiwihüter gekippt habe (nein, ich wollte meinen ganzen Scheiß nicht zu 7-eleven schleppen) und dessen Bestellung aufgenommen hatte, bin ich zu eben genau diesem Laden getrottet.

Und wenn man seine student-ID vorlegt, geht das preislich ehrlich gesagt völlig klar. Für zwei Zimtschnecken, zwei Riesenkekse und zwei riesen Becher Kakao (also wirklich riesig. Mehr als n halber Liter) habe ich umgerechnet nicht mal acht Euro bezahlt.

So hatten wir also ganz entspannt Fika und plötzlich war die Stunde auch schon um.

Zuhause hat mich meine Gastmama dann informiert, dass mein Paket wohl tatsächlich in einem Supermarkt um die Ecke abgegeben wurde (ja, der Supermarkt hat eine Poststation). In 0,374 Sekunden war ich auch schon wieder aus der Tür, da wollte ein Pulli abgeholt werden.

Und heiliger Gandalf, das Paket war schwer. Meine furchtbar liebe Familie hat nämlich das ganze Paket mit deutschen Süßigkeiten (die ich doch etwas vermisse) vollgestopft – und Schmalz für meine Gastfamilie – aus irgendeinem Grund ma die das nämlich. Das ist sehr eigenartig. Es ist Schmalz. das kann man nicht mögen (@ tschuldigung Oma).

Und ein sehr sehr lieber Brief an meine Gastfamilie, den ich dann weitergereicht habe. Ich glaube sie haben sich gefreut – auch wenn mein Gastvater nächstes Mal gerne einen Brief auf deutsch hätte – er ist jetzt gekränkt, dass ihm niemand zutraut, einen Brief auf deutsch zu lesen.

Ansonsten hab ich heute mal wieder gemerkt, wie unendlich glücklich ich mich doch zu schätzen habe, in diese Familie geraten zu sein. Scheiße hab ich ein Schweineglück. Und sie haben gesagt, dass eigentlich sie das Glück haben, mich zu haben und was? Was? Was? Was? Ich verdien‘ die alle nicht.

Mit dem allergrößten Danke, das ein Mensch aussprechen kann;

bis dann und wann, Jenna

 

 

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

3 Kommentare zu „(20.09.2018) Sing along to our swedish fika!“

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