(22.09.2018) Guck mal, ich hab was Grünes zu meinem Kakao gekauft

Samstag.

Ich mag Samstag, especially in Stockholm.

Um 10:30 aus dem Bett fallen, verschlafen in die Küche schlurfen, aus Ermangelung an Brötchen (ist nicht zu dramatisch) einen Berg Schokomüsli in sich reinschaufeln und dann einfach mal zum schönsten Fleck der Welt fahren – Riddarholmen.

Es gibt keinen einzigen Fleck auf der Erde, der so schön sein kann.

Wenn man aus der Tunnelbana nr. 17/18/19 Richtung Skarpnäck/Färsta strand/Hagsätra an der treffend benannten Station „Gamla stan“ fällt, den Ausgang „Riddarholmen“ nimmt, und durch den gefliesten Tunnel aufs Wasser zu läuft, dann wird einem innerlich irgendwie warm.

Weil alles so schön ist.

Aber auf Anfang.

Der hier ansässige Fußballclub – Hammarby – hat irgendwie seit meiner Ankunft kein einziges Spiel mehr gewonnen – morgen müssen sie aber dringlichst gewinnen.

Mein werter Gastvater schiebt den Verlust auf mich und weil ich doch unter dieser Schuld so sehr leide, musste ich heute die Bürde auf mich nehmen und ein Hammarby-Trikot kaufen  – es ging nicht anders.

Gesagt, getan. Blöderweise wurde der Fanshop geschlossen. Idioter!

„Intersport geht auch“, meinte meine Gastmama. Gesagt getan. Der nächste Intersport ist Richtung Sergels torg (das ist auch der Platz wo die beiden Herren in diesem Lied nackt baden wollen – scheint mir aber irgendwie ungeeignet).

Nur hatten sie da überhaupt gar keine Trikots. Saftladen. Der nächste Intersport lag zufälligerweise auf der anderen Seite von Gamla stan… und wenn man (nachdem ich erfolgreich ein Trikot erstanden hatte (auf Schwedisch)) schon mal quasi halb da ist, kann man auch noch mal nen Abstecher machen.

Meine Liebe für 7-eleven wächst und nachdem ich mich mit Kakao, Smoothie und einem gigantomanischen Brötchen ausgestattet hatte, gings dann ab zum schönsten Platz auf Erden.

Über eine verdammte Stunde ab ich einfach bloß aufs Wasser gestarrt.

Und Achtung, hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich das mal sage, hätte ich ihn zum Mond und wieder zurück gejagt, aber; Ich habs ernsthaft versucht, aber es war mir nicht möglich, mir Sorgen zu machen. Ich habs wirklich mit ganzem Kopf und Herz versucht. Es funktioniert nicht. Scheiße, gottverdammte Scheiße, ich bin so unfassbar glücklich, das glaubt mir kein Schwein.

Auf dem Weg nach Hause war ich dann in neun (NEUN) verschiedenen Touri-Shops, in der Hoffnung, dass irgendwer Festival-Bändchen mit Stockholm drauf verkauft. Pustekuchen. Gabs nicht.

Danach war mir dann aber ausreichend schlecht, so herrscht in diesen Shops doch ein recht billiger, plastikhafter Geruch.

Deprimiert trieb es mich dann in die altbekannte Science-Fiction-Bokhandeln. Im Angebot war grade Hitchhiker’s Guide To The Galaxy, alle fünf Bände in einem. Für umgerechnet nicht mal 12€. Wie kann man da nein sagen?

Übrigens war es etwas windig heute, wie mein sehr glückliches Gesicht bezeugt.

Dann ab ich die beste Entscheidung des Tages getroffen – den Bus nach Hause nehmen! Dauert etwa drei Mal so lange, ist aber dafür nicht so drängelig und die Strecke ist unendlich schön zum Angucken.

Jetzt bin ich allerdings hundemüde. Meine Gasteltern hatten Spieleabend mit einem befreundeten Pärchen.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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