(23.09.2018) Heja Hammarby! Oder so ähnlich… quasi ein bisschen

Hem till Stockholm (Nachhause nach Stockholm). Genau so fühlt sich das an. Mein zuhause. Und ich glaube, dass wird es in meinem Herzen immer bleiben, auch wenn ich wieder zurück in Deutschland bin.

Wer auch immer diesen Blog liest muss sich auch denken, dass ich wahlweise unter Drogen gesetzt wurde, mir jemand ne Waffe an die Schläfe hält oder ich Bestechungsgelder von Ayusa und Explorius bekomme. Aber nein, ich bin einfach bloß wirklich ehrlich glücklich.

Der in London wohnende, beste Freund meines Gastvaters war heute da, und irgendwie sind wir drauf gekommen, wo ich mir vorstellen könnte zu leben.

Eingefallen sind mir genau Deutschland, Österreich und Schweden.

Es gibt viele schöne Länder da draußen, in denen ich sehr gerne Urlaub mache und die man sich nett (vom Bus aus) anschauen kann, aber zuhause fühlen werde ich mich da nie können.

Ich weiß gar nicht genau was es ist, aber ich fühl mich hier so unfassbar zuhause. Die Menschen, die Stadt, die Atmosphäre (wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich es fast Aura nennen), das Lebensgefühl und alles andere. Ich kann es nicht beschreiben aber ich glaube so fühlt sich Glück an.

Und auch wenn ich gerne Witze drüber mache, dass man Glück in Form von heißer Schokolade und Köttbullar kaufen kann, kann kein Geld auf der Welt dieses Gefühl selbst kaufen und für nichts auf der Welt würde ich es wieder abgeben.

Ich entschuldige mich für Rechtschreibfehler, ich kann vor Tränen nicht besonders viel sehen.

Manchmal frage ich mich, was denn vorher an meinem Leben so falsch lief, dass es sich jetzt so anders anfühlt. Nichts. Nichts war direkt falsch und ich würde nie nie niemals etwas ändern wollen, so sehr ich auch manchmal am fluchen war.

Und ich bin sehr dankbar, für alles was ich bis hierhin erleben durfte, jeden Menschen, der mich auf meinem Weg begleitet hat, und die, die auf mich aufgepasst haben.

Hier fühlt sich alles richtig an. Die Dinge, die mich stören, stören mich irgendwo doch nicht. Geht mir mein Geschichtslehrer auf den Puffer? Kotzt es mich an, dass der Mensch mitten im Weg steht und den Eingang versperrt? Möchte ich am Matheunterricht am liebsten nicht mehr teilnehmen? Und rauben langsam gehende Menschen noch immer den letzten Nerv? Absolut!

Aber das muss es auch, den kein Mensch kann nur von Sonnenschein erfüllt sein, das wär sehr komisch.

Aber es fühlt sich anders an. Ich will nicht mehr schreien und um mich schlagen, meine Fingernägel krallen sich nicht mehr so fest in meine Handflächen, dass man für die nächsten 30 Minuten formschöne Abdrücke sieht und der stechende Kopfschmerz, der mich seit etwa drei Jahren quasi durchgängig begleitet, der sagt nur noch dann hallo, wenn mir sehr viel Schlaf fehlt.

Ich kann wirklich nicht in Worte fassen, was diese Stadt mit mir macht. Dieses Land, diese Familie, diese Schule, alles.

Danke, dass ich das alles erleben darf.

Achtung, Umbruch:

Außerdem hat Hammarby heut gespielt. Wir haben verloren. Dabei hatte ich sogar ein Trikot an. Saftladen. Ich mag sie trotzdem noch.

Jetzt muss ich schlafen, ich brauch die Energie morgen für Geschichte.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Ein Gedanke zu „(23.09.2018) Heja Hammarby! Oder so ähnlich… quasi ein bisschen“

  1. Du ahnst nicht wie sehr es mich freut das zu lesen. Du hast es geschafft loszulassen. Einfach glücklicher Mensch zu sein, ohne inneren Druck. Du brauchtest diesen totalen Bruch, in ein anderes Land zu gehen, aus der Schule raus, in diese tolle Stadt, um das zu schaffen. Ich glaube es ist ähnlich wie damals, als ich einfach gekündigt habe und mich unendlich frei fühlte. Sauge dieses Gefühl in dich auf mit jedem Atemzug. Freiheit und Unbeschwertheit ist eine der wertvollsten Erfahrungen, die man machen kann. Ich zehre heute noch davon und kann jetzt vieles viel relaxter sehen. Ich habe die andere Seite des Lebens gesehen und das hat mir die Tür zur Zufriedenheit ganz weit geöffnet.

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