(12.10.2018) Das hier soll die größte Stadt des Landes sein? Zustimmen wieherte das Pferd, neben dem ich stand. Klasse.

Es ist Freitag und wir fangen mit Sport an. Wie immer. Wie außerordentlich spannend und ich glaube ich wiederhole mich etwas.

Wobei man sagen muss, das wir dieses Mal wieder Sport auf dem Uni-Gelände hatten und heilige scheiße, da geh ja sogar ich freiwillig laufen.

Man schau sich nur mal kurz die Bilder an (die nicht besonders atemberaubend gut sind, wenn man sie nur schnell mit dem Handy knipst, aber man hat beim Sportunterricht doch relativ selten seine Kamera um den Hals hängen.

Wir rufen uns alle bitte noch mal in Erinnerung, dass das hier Stockholm ist. Eine Stadt mit etwa einer Millionen Einwohner. Ja, also wenn man sich dann mal so umschaut, fühlt sich das wirklich sehr großstädtisch an. Also wirklich. Sehr. Das Pferd, neben dem ich beim Denken dieses Gedankens stand, wieherte sehr zustimmend.

Also falls jemals jemand auf diesem Gelände rumlaufen will:

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Das da ist eine wirklich nette Strecke, für die man – wenn man nicht geht – natürlich nicht 51 Minuten braucht. Wobei ich im Endeffekt irgendwie doch, weil ganz so gerade wie diese lustigen blauen Punkte, die Google Maps mir da reingezeichnet hat, bin ich definitiv nicht gelaufen. (Aber alle markierten Punkte sind die Orte, bei denen ich mir relativ sicher bin, sie gesehen zu haben).

Zwischen den beiden Punkten „Unnamed Road“ (dem nördlichst gelegenen) und dem Ding namens „Dansbanan“ (Dansbanan ist, wo das Foto mit dem Wasser her ist), bin ich dann einfach aus Frust einen Hügel hochgelaufen, weil ich jede Art von Weg aus den Augen verloren hatte und oben auf dem Hügel hatte ich eine Straßenlaterne gesichtet.

Wie das nach dem Sport so ist (wenn man wie ich definitiv das Glück des Todes hat), schlumpft man kurz nach Hause und duscht, um dann mit nassen Haaren zurück in die Schule zu latschen und an seinem Matheunterricht teilzunehmen.

Bevor wir zum ätzenden Teil kommen (Mathe, wer hätts gedacht), noch mal kurz was zum Mittagessen.

Es gab einfach Tacos. TACOS. Und es war wahrhaft furchtbar gut. Man konnte sich einfach so viele Taco-Schalen nehmen wie man tragen konnte, den Teller mit Füllmaterial von einer Art Buffet vollschaufeln und sich irgendwo ein ruhiges Plätzchen suchen, um sich beim Essen völlig zur Sau zu machen.

Mathe war dann so lala. Ich dachte mir „hey, gib doch der Lehrerin noch ne Chance und versuch ein paar ganz neutrale Worte mit ihr zu wechseln“. Ging echt super (#nicht).

Da sie mal erwähnt hatte, in Deutschland an einer IGS unterrichtet zu haben, dachte ich mir „hey, das ist sowas wie ne Gesprächsgrundlage“ und hab sie, als sie grade nichts zu tun hatte mal vorsichtig gefragt, frei nach dem Motto „Du hast doch mal in Deutschland unterrichtet, wie fandest du das System so im Vergleich zum Schwedischen?“ Und an dem Punkt wurde ich dann irgendwo von einer Lawine aus Beschwerden an das deutsche System, Lob ans Schwedische und dem furchtbaren Zahnpastalächeln erschlagen und ich hab meinen Versuch für gescheitert erklärt.

Aber da ist ein Licht am Ende des Tunnels – der Kiwihüter und ich backen morgen.

Abends hat meine Gastmama Lasagne gemacht (holy guacamole – nicht das Gericht (oder Beilage, Dipp oder was-auch-immer-es-ist, sondern der Ausruf (es ist wirklich einer, steht im Urban Dictionary) – die war gut!).

Dann stand das Debakel Film an. Meine Gastschwester wollte kein Action sehen, ich hab mich gegenüber Dramen verweigert und Tom Hanks durfte auch nicht drin vorkommen, außerdem sollte es einer sein, den noch niemand von uns gesehen hatte.

Wir haben dann aufgegeben.

Meine Gasteltern haben ein Doku über den zweiten Weltkrieg geschaut, ich hab im Sessel gehangen und gelesen und Gandalf weiß, was meine Gastschwester mit ihrer Zeit angestellt hat.

Jetzt bin ich dann doch ziemlich unendlich müde.

Bis dann und wann Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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