(16.10.2018) Today in the News: Wir lassen die Austauschschülerin über schwedische Politik berichten.

Das fasst den Tag eigentlich ganz gut zusammen.

Unsere Englischlehrerin hatte die grandiose Idee, jede Unterrichtsstunde damit zu beginnen, dass eine Gruppe von vier Schülern die News präsentiert. Internationale, nationale und lokale.

Ich möchte an dieser Stelle mal kurz anmerken, das die Organisation – wie das im Zeitalter der Technik so ist – ausschließlich über Snapchat lief. Und ein shared google document. Klasse.

Durch eine Reihe mäßig glückliche Zufälle, hab ich die nationalen News abbekommen, was definitiv noch besser ist, als die lokalen, aber definitiv nicht absolut berauschend.

Die internationalen News wären der Hurrikan, der grade in Amerika wütet, gewesen (worüber es sehr viele Artikel in Englisch gegeben hätte, aber gut, ich hör ja schon auf zu jammern. Die brennende Schule in Uppsala wär definitiv noch viel schwieriger gewesen, als die momentane Lage der schwedischen Politik, die ich nun abbekommen hatte.

An dieser Stelle hatte ich dann unfassbar Glück, dass mein Gastvater früher Politik-Journalist war und dementsprechend dann doch ziemlich hilfreich beim Drüberlesen war, weil selbst die Zeitungen wohl kein Mathe können.

Ich hatte meine Englischlehrerin mal vorsichtig gefragt, ob ihr irgendwelche Seiten einfallen, die über schwedische Angelegenheiten auf Englisch schreiben, und ja, das taten sie. Nur frage ich mich, wer diesen Murks geschrieben hat, so einfache Sachen wie 70+62+22 kann sogar ich ausrechnen und dann feststellen, dass das weniger als 175 ist und damit nicht für eine Mehrheit in Parlament reicht. Aber gut, Journalism at it’s best.

Schlussendlich hab ich aber einen Gastvater-approveden (könnte meine Gastmutter das lesen, würde sich ihr wahrscheinlich der Magen umdrehen, sie ist kein großer Fan vom Eindeutschen (oder in ihrem Fall Einschwedischen) von Wörter. Aber mein Kopf hat alle Übersetzungen von approved für ätzend befunden, und so hängen wir an approved einfach kurz das typisch deutsche „-en“ an, und haben ein tolles neues Wort) Text zusammengebastelt, ein paar Folien für die PowerPoint geschrieben und ich lebe auch immer noch.

Vortragen lief auch halbwegs okay, auch wenn meine Hand so sehr gezittert hat, dass ich meine Notizen auf meinem Zettel nicht mehr lesen konnte. Ein dickes Danke an meine wirklich liebenswürdige, heldenhafte Idiotentruppe, die mich ziemlich erfolgreich beruhigt hat.

Physik war dann ganz okay, glaub ich. Also so halbwegs. Energie ist immer noch nur so halbwegs spannend, aber besser als noch mehr s-t-Diagramme malen.

Ich für meinen Teil hab dann brav für meinen Chemie-Test gelernt, schließlich ist ein Teil von mir wirklich entschlossen (ja, ich musste googlen, was determined in Deutsch heißt (ebenso musste ich übrigens googlen, ob man jetzt Deutsch oder deutsch schreibt)), Chemie gut auf die Reihe zu kriegen. Übrigens sind alle meine Notizen auf Schwedisch, was mich unendlich freut, weil jippie Progress!

Wir werden sehen, wie das morgen läuft.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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