(18.10.2018) Das Leben ist unspannend und das ist gut so

Über diesen Tag gibt es nicht besonders viel zu sagen.

Wir fangen also mit Schwedisch an und dort reden sie noch immer über das Buch, das ich nicht gelesen hab.

Und wir machen mit Physik weiter und reden dort noch immer über Energie und noch immer bin ich froh, dass es Energie ist und wir nicht weiter s-t-Diagramme zeichnen, aber auch das hab ich schon gefühlte 17 Mal erwähnt.

Es gibt viele Dinge, die ich Woche für Woche erzähle, wieder und wieder.

Jeden Donnerstag Morgen in Schwedisch nehme ich mir die Zeit an diesem Blog zu basteln, altes Geschreibsel Korrektur zu lesen (nur ums in der nächstem Woche dann wieder zurückzuändern, wie die deutsche Grammatik funktioniert, versteh ich nämlich bis heute nicht und so rate ich meistens fröhlich drauf los, wo man denn mal ein Komma platzieren könnte, wie man Wörter schreibt, wo Absätze hingehören, was man getrennt und zusammen schreibt und so weiter uns so fort) und irgendwelchen Kram zu sortieren, von dem wahrscheinlich noch niemand außer mir gemerkt hat, dass er existiert.

Jeden Freitag jammere ich über den Sportunterricht und  direkt danach, jeden Montag rege ich mich über Geschichte auf und jeden Mittwoch bekunde ich meine Liebe zur Chemie. Regelmäßig schreibe ich von meinem Lieblingsplatz in Gamla Stan und ebenso häufig tauchen Eskapaden in und mit dem öffentlichen Nahverkehr auf.

Und ich bin froh darüber.

Man schaue sich das Leben in Deutschland an.

Da hab ich doch nach nach jeder Bio- und Spanischstunde geflucht, hab mich ein wenig zu sehr über Chemie gefreut und mich etwas überambitioniert in den Kunstunterricht gestürzt. Es war alles verschieden und doch gleich. Woche für Woche. Das ist Alltag.

Und dieser Alltag, der hier jetzt definitiv eingekehrt ist, über den bin ich sehr froh, denn irgendwie scheint das ganze Leben dann normaler. Ich weiß nicht wie man das in Worte packen soll, mein Kopf driftet grade etwas ab.

Nach der Schule war ich dann auf der Suche nach Kafka. Ja, der Kafka, der all die kleinen großartigen Parabeln (und natürlich noch viel mehr) geschrieben hat (die ich zum Teil inzwischen auswendig kann #EsIstSoWeitSieIstIrre) und nicht der Typ aus Bridget Jones, der irgendwelchen Schwachsinn über Motorräder in ein Buch geklatscht hat.

Ich dachte mir so auf, auf in eine große, gut sortierte Buchhandlung, da sollte sich doch was finden lassen. Und oh wie falsch ich liegen sollte. Ich bin überhaupt nicht wählerisch, sowohl Englisch als auch Schwedisch wär völlig akzeptabel gewesen.

Sie hatten exakt „Die Verwandlung“ und das wars. Man sagt immer, man soll (insofern es sich nicht um etwas handelt, was sich der andere Mensch explizit und mit ganzem Herzen wünscht) nicts verschenken, was man selbst nicht mag. Und so werde ich niemandem „Die Verwandlung“ mit ins Geschenk legen. Das macht mein Herz nicht mit.

So oder so, guts Nächtle!

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Ein Gedanke zu „(18.10.2018) Das Leben ist unspannend und das ist gut so“

  1. Hallo Jenna, wir sind gestern wieder gut Zuhause angekommen und um eine schöne Erinnerung reicher. Wer kann Mitte Oktober schon mit 10 Tage Sommerwetter rechnen, wir hatten das!!! Auch wenn sich bei dir so langsam der Alltagstrott einschleicht, so wünschen wir weiterhin eine schöne Zt mit vielen schönen Momenten. Liebe Grüße an alle von den 2 Os

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s