(24.10.2018) Die akkurateste Beschreibung wär wohl „eine Horde albino-Minions“

Kurzer Nachtrag zu gestern, ich hab Abends dann, mit meinem völlig toten Gehirn, meine Theateranalyse geschrieben. Die Vorgabe waren drei Seiten. Und tatsächlich, irgendwie hab ich das auch noch zustande gebracht, fragt mich bitte nicht wie.

Wobei, wenn mir dieser Blog bis jetzt irgendwas beigebracht hat, dann ist das Schreiben wenn man eigentlich kurz vorm Umfallen ist. Und was genau ich im quasi-Delirium eigentlich schreibe, ist dann auch halbwegs Schnuppe.

Aber Mittwochs ist ja generell mein Lieblingstag, einfach weil wegen Theater und Chemie, und so sollte es auch heute wieder kommen.

In Theater haben wir heute den absolut grandiosen (haha) Themenbereich „Status“ abgeschlossen und oh my, auch wenns wirklich Spaß macht (ich durfte so ziemlich alles spielen, vom Mafiaboss (der sauer war, weil des Kiwihüters Figur einen LKW Gold im Meer versenkt hat), zum Elternteil des Kiwihüters, der seinen Lehrer mit einem Buch beworfen hat (wichtig zu wissen, es wurde vorher festgelegt, wer den höchsten Status im Raum hat und wer den niedrigsten, es war in allen Fällen zufällig ich, also der mit dem höchsten), mein Lieblingssatz ist wohl noch immer „Ich finde, wir sollten keinen Unterschied machen, ob Kalle nun mit einem Radiergummi wirft, oder mein Sohn mit einem Buch. IST ES BLOß WEIL ICH ALLEINERZIEHEND BIN, DASS MEIN SOHN HIER VERURTEILT WIRD, SIE INKOMPETENTES PACK?“, zum Partygänger, der von Leoparden auf dem roten Teppich schwärmt), ich bin froh, dass es vorbei ist.

[Wer diesen Absatz verstanden hat, der verdient meine Hochachtung, es ist ein schreckliches Jenna-Satzgefüge]

Aber das Thema ist rum und das ist gut so. Mal schauen, was als nächstes so ansteht.

In Chemie stand heute Labor an. Und da hier alle Kittel und Schutzbrillen tragen, erklärten uns meine Lab-Partner kurzerhand zu albino-Minions. Was ne Vorstellung.

Und so bereiteten wir viele lustige Proben vor, mit vielen lustigen unterschiedlichen Konzentrationen, schickten sie alle durch ein Spektralphotometer und rechneten. Sehr lange und sehr viel.

Kein Mensch kann sich vorstellen, wie stolz ich war, als er schlussendlich meine Idee war, die richtig war. Und um ein Haar hätte ich mich nicht getraut, sie laut auszusprechen, weil sie bestimmt total dumm ist und die beiden anderen in meiner Gruppe sind Erwachsen, sprechen Schwedisch und machen dieses Jahr ihren Abschluss. Wär das also die Lösung, hätten sie das längst selbst gesagt.

Stellt sich raus, dass ich, grade weil mein Schwedisch noch nicht fließend ist, einfach wirklich lange bloß auf den Zahlensalat vor mir geschaut hab, anstatt der absolut verwirrenden Konversation neben mir zu folgen, die inzwischen mit lauter komischen Buchstaben rumjongliert hat, die keine Sau braucht. Und so lag die Lösung eigentlich die ganze Zeit vor uns.

Ich hatte ein dezentes Déjà-vu, zurück zu dem Tag an dem mein Chemielehrer in Deutschland über eine Aufgabe in der Abi-Klausur geredet hat (auch wenn es möglicherweise Mathe war), und davon berichtet hat, dass eigentlich alles wichtige in der Fragestellung steckte und man quasi nur alle Zahlen zusammensuchen musste, sie in eine Formel stecken und den Taschenrechner rechnen lassen.

Lesen ist die halbe Miete. Und was lernen wir? Hört auf eure Chemielehrer liebe Kinder, auch wenn es euch widerstrebt.

Als ich dann um etwa 16:30 aus der Schule stolperte, fragte der Kiwihüter ob ich nicht zum Abendessen rüberkommen will, er würde kochen.

Da sagt man doch nicht nein, sogar wenn man zum Zwiebelschneiden abkommandiert wird. Der Kiwihüter ist son Mensch, den behalt ich. Menschen mit denen man in jeder Situation reden kann und wo auch Stille nicht unangenehm ist, die sind rar und man sollte sie, wenn einmal gefunden, lieber ganz schnell festhalten.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Ein Gedanke zu „(24.10.2018) Die akkurateste Beschreibung wär wohl „eine Horde albino-Minions““

  1. Hi du Verrückte!!! Der Akt mit dem Streuselkuchen hat mich absolut umgehaun, es wäre mir im Traum nicht eingefallen, das schaffst nur du. Bei uns werden am Sa die Uhren umgestellt und die Abende werden länger. Uns gehts supigut und wie ich deinen lebendigen Berichten entnehme, dir auch. Ganz liebe Grüße von den 2 Os

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