(27.10.2018) Moi! (Nein, kein Ostfriese mit Sprachfehler, sondern hallo auf Finnisch)

Es folgt eine riesige Menge an Bildern, es tut mir fast leid.

Das Einzige, was mir grade leid tut, bin eh ich selbst, denn wer sein Laptop nicht mitnimmt, muss jetzt alles auf einmal schreiben, wenn er wieder zuhause angekommen ist.

Wir müssen dringlichst im Hinterkopf behalten, dass es (neben Nadeln und Hunden) relativ wenig gibt, vor dem ich so viel Angst hab, wie vor Booten. Nach Finnland fährt man aber Boot. Wir erkennen das Problem? Gut.

Wir sind ja Großstadtbewohner, so fährt man ganz entspannt mit der U-Bahn zum Hafen. U-Bahn. Zum Hafen. Das klingt irgendwie falsch. Wie irgendwas, was man vielleicht in New York machen kann, aber doch nicht in Schweden. Wie auch immer.

So wurden dann noch schnell die Tickets am Port ausgedruckt (die ausgedruckten Tickets waren auch gleichzeitig der Zimmerschlüssel und alles, denn der Automat druckt Karten mit Magnetstreifen. Wie auch immer er das macht).

Und so enterten wir am Nachmittag dann das Boot. Was ich hier immer so schön als Boot betitele, ist eigentlich ein ausgewachsenes Kreuzfahrtschiff, mit Einkaufsstraße, Restaurants, Casino, Showbühne, Klamottenläden, und Pool. Alle sehr schick und etwas überwältigend, aber nicht bling-bling genug, um mich vergessen zu lassen, dass ich auf einem Boot bin.

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Rechts das Schiff von innen, links die erste Stadt, in der das Boot einem Zwischenstopp eingelegt hat.

Wie ich schon vor zwei Jahren auf dem Weg nach Norwegen gelernt habe, ist es für meine Nerven besser an Deck zu sitzen. Und ich bereu es absolut keine Sekunde, auch wenn ich fast irgendwo angefroren wär. Das einzige, was ich eventuell doch bereue, ist, dass ich meine Fingerlosen Handschuhe und meine Kamera im Zimmer hab liegen lassen, denn so ne Handykamera tut sich doch etwas schwer mit Fotos (bzw. zumindest meine).

Trotzdem, den Sonnenuntergang würd ich für nichts eintauschen und in Kombination mit den Schären und allem drum und dran, wars jedes Zittern und Bibbern wert!

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Ich sag ja, ganz große Scheiße, dass meine Kamera im Zimmer lag.

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Oben rechts sehen sie übrigens Jenna auf der windgeschützten Seite des Bootes, dort war es sehr glücklich. Unten links sehen sie Jenna auf der windigen Seite des Bootes, es war etwas weniger glücklich und hatte außerdem schreckliche Angst, dass wahlweise die Mütze, das Handy oder das ganze Jenna weggepustet werden. (Obwohl ich mir die Mütze schon mit meinem Schal festgeknotet hatte, dann meine Pullikapuze drüber hatte, gefolgt von der zweiten Kapuze und alles war bis oben hin zugeklettet. Ihr habt alle keinen blassen Schimmer wie windig da da war).

Falls sich jemand fragt, was mich beim Schreiben bei Laune hält: Kent, Kent und nochmals Kent. (Und kalter Kaffee. Aber kalter Kaffee ist eventuell auch einfach bloß der Titel des Liedes. Wer weiß das schon…)

Als ich irgendwann wirklich das Gefühl hatte, ein einziger Eisblock zu sein, bin ich dann doch mal unter Deck gegangen. Oder rein, oder was auch immer man sagt.

Essen gabs am riesigen Buffet und ich möchte nicht wissen, wie viele Leute ich versehentlich im Gedränge erstochen hab, weil sie versucht haben sich an mir vorbeizuquetschen, während ich Besteck in der Hand hatte.

Das einzige was gar nicht ging, was schlafen. Und so war ich, als dieser Tag endete, noch immer hell wach und hab mich im _ nicht sonderlich breiten – Bett gewälzt.

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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