(16.11.2018) Mörder-Tic-Tac-Toe

Das war es wirklich.

Aber alles auf Anfang. Ich saß also grade entspannt in der Küche, löffelte mein Müsli in mich rein, schlürfte mein O’boy und dachte über Gott und die Welt nach, da fragte der Kiwihüter „Care to join me on the way to PE“ und natürlich will ich. Damit hatte sich das mit dem entspannten Frühstück irgendwie gegessen. Haha. Frühstück. Gegessen. Verstehste? Tschuldigung.

Und so sammelte ich den Kiwihüter ein und wir machten uns auf dem Weg zu dem, was die brutalste Runde Tic-Tac-Toe meines Lebens werden sollte.

Sportunterricht. Und unser Sportlehrer ließ uns Spiele vorschlagen, aber wir mussten sie leicht verändern. Und so kamen die Bälle zum Tic-Tac-Toe-Spiel.

Es war quasi ein ganz normales Spiel. Ein Feld in der Mitte, zwei Teams mit je drei Bändern in seiner Farbe und dann rennt man los wie die bekloppten und versucht drei in eine Reihe zu kriegen.

Jetzt mit dem kleinen Unterschied, dass das gegnerische Team Bälle hat, mit denen es dich bewerfen darf. Und es hat viele Bälle. Und wenn es dich trifft, dann musst du wieder umdrehen mit deinem Band. Oder wenn dus schon abgelegt hast, dann musst dus wiederholen.

Nichts auf der Welt ist bitterer, als wenn du grade dein Band hingeworfen hast und die Dreierreihe des Gegnerteams verbarrikadiert hast, und dich dann beim Zurücksprinten ein Ball im Kreuz trifft und man zurück muss, das Band holen und dem Gegner den Sieg schenken. Welch ein Träumchen.

Es folgte Mathe und ich hab tatsächlich das Gefühl, dass ich verstanden hab, was genau ich heute gemacht hab. Es geht ja immer noch um Ableitungen und ich glaub inzwischen hats ein bisschen Klick gemacht in meinem Köpfchen. Ein überaus schönes Gefühl.

Danach bin ich mal wieder zum Kiwihüter nach Hause getrottet. Oder inzwischen irgendwie schon so halb mein Zuhause. Sie wundern sich inzwischen schon gar nicht mehr, wenn ich die Tür aufmachen gehe oder plötzlich aus irgendeiner Tür rausspaziere.

Wir haben dann Ewigkeiten Mario Kart gespielt, gefolgt von Just Dance (die Abba-Version), was dann aber doch ganz schön schnell unterbrochen wurde, von der kiwihüterlichen Schwester, die nach Hause kam, und vor der wir nicht per se rumtanzen wollten.

Wir haben uns dann mal wieder mit rumsitzen und reden begnügt.

Auch wenn es ein frühes Ende nahm, alt sind wir heute beide nicht geworden. Es ist Freitag und wir sind alle bloß müde.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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