(26.11.2018) AHHHHH KEKSE!!!!

Weniger Enthusiasmus geht leider nicht, denn heut kam ein grandioses Paket an.

Aber alles auf Anfang, wir fangen mit Geschichte an, wie jeden Montagmorgen.

Es war auch ähnlich schön wie sonst. Aber wir dürfen jetzt wieder zeichnen, was ich gleichermaßen schockierend und entspannt finde. Diesmal gehts um schwedische Geschichte und ich hab die beiden Themen Mellankrigstiden och andra världskriget und Efterkrigstiden, als die Zeit zwischen den kriegen und den zweiten Weltkrieg und dann die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.

Ehrlich, erschieß mich einer, ich soll Bilder malen. Nicht, dass ich was gegens Malen hätte, aber wir sind im vorletztem Jahr vor unserem Abschluss und wir Malen Bilder. Und bekommen dafür drei Stunden Zeit. Das ist doch leicht bekloppt.

Aber so ist das und wenigstens muss man seinen Kopf wirklich nicht anstrengen.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich völlig unterbewusst auf den schwedischen Wikipedia-Artikel geklickt hab, anstatt auf den Deutschen und auch wenn da natürlich noch Wörter drin waren, die ich nicht kannte, konnte ich doch zumindest verstehen, worum es ging. Tatsächlich musste ich erst lernen, dass es völlig egal ist, ob man ein oder zwei Wörter im Satz nicht kennt (wenn es nicht gerade das Schlüsselwort ist), man darf sich bloß nicht dran aufhängen, denn wenn man einfach weiterliest, erschließt sich einem kurz darauf meistens eh, was das da im Satz vorher genau heißen sollte.

Und obendrauf fällt mir grade auf, wie viel schneller ich inzwischen Tippen kann. Gut, eventuell, weil seitdem ich hier bin nicht ein einziger Tag vergangen ist, an dem ich nicht entweder nen Blogeintrag, was für die Schule oder meistens sogar beides geschrieben hab.

Deutsch ist so halb ausgefallen, weil unsere Deutschlehrerin krank war. So standen die zu lösenden Aufgaben dann in Schoolity (quasi der schwedischen Version von IServ).

Ich hab dann so schnell wie irgend möglich alles gelöst, knappe zwei Seiten geschrieben und meine Lösungen sind mir dann rein zufällig und aus versehen bei den anderen auf den Tisch gefallen und ich hab sie das vergessen. Welch Schande.

Es folgte ein Sprint zum Kiwihüter, der Zimtschnecken backen wollte.

Es schlugen noch zwei andere auf und in dem Moment kam dann die Nachricht, dass Mama mein verschollen geglaubtes Paket gefunden hat. So bin ich losgesprintet und hab es abgeholt. Der Rückweg verzögerte sich etwas, 10,1kg tragen sich nicht sonderlich gut auf lange Distanz.

Es wurden Zimtschnecken gebacken und ich schielte mein Paket an und konnte es nicht öffnen… sonst hätte ich das nie nach Hause transportieren können.

Als der Rest dann zum Chor musste, sind mein Paket und ich dann auch nach Hause marschiert und endlich, oh endlich konnte ich das aufsäbeln.

Und was strahlte mich da an? Selbstgebackene und bemalte Kekse von Mama und Oma. Mir kam da ein kleines Freudentränchen, das schmeckte ganz verteufelt nach Heimat.

Außerdem Kamen mit dem Paket die von mir bestellten Fineliner und Tip-Ex (alles so schweineteuer hier!), zwei Bücher und zwei Shirts, die ich mehr oder weniger versehentlich nach Deutschland hatte liefern lassen und außerdem noch viel viel Schoki, ein Sorgenfresser für den Kiwihüter  und Tütchen, damit ich für meine Gastfamilie und meine zukünftige Gastfamilie Kekse abfüllen konnte.

Genau das hab ich dann auch getan und selbst dem Kiwihüter hab ich seinen Sorgenfresser vorbeigebracht und dem Rest der Familie dann Schoki, Kekse und die Karte.

Mein Gastvater hat sich tatsächlich mal wieder durch einen ganzen Brief auf Deutsch gekämpft und das größtenteils sogar allein, ich war noch damit beschäftigt, die Reste meiner Tiefkühlpizza in mich reinzuverfrachten.

Besonders witzig war die Formulierung von wegen „Wir melden unseren Besuch schon mal an“, oder was auch immer der genaue Wortlaut war, das Wort „anmelden“ schien für meinen Gastpapa überhaupt nicht da reinzupassen und es war zwischenzeitlich hochgradig verwirrt.

Oh und mein Adventskalender kam an, auch wenn er jetzt mehr ein hängender Adventshaufen ist (es hab keine Stelle in meinem Zimmer, wo ich ihn vernünftig hinhängen konnte, so hängt er jetzt als Bündel an meinem Fenstergriff).

Ansonsten sind heute alle sehr glücklich. Weil Kekse, Schoki und überhaupt. Oh, und mein local coordinator  war heut bei des Kiwihüters Familie und sie wurden jetzt offiziell approved und alles ist gut.

Vielen, vielen, vielen Dank. Einfach für alles. Und überhaupt. Ich hab in den letzten Tagen mehr Freudentränen geweint, als irgendwas anderes, und ich glaube, dass ich an sich ein wirklich schönes Zeichen.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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