(30.11.2018) Und ab die Post in den Skiurlaub

Aber fangen wir doch erstmal mit Sport an, es ist ja schließlich Freitag.

Und wie sonst auch, trafen der Kiwihüter und ich uns an der U-Bahnstation, damit niemand die langen 17 Minuten zur Sporthalle allein zurücklegen muss. Oder ne halbe Stunde allein rumsitzen,. Wir sind immer zu früh.

Beim Sport stand heute Yoga an, welch unglaublich tolle Sache, wirklich. Besonders wenn dein Lehrer ankündigt „Übrigens, ich muss dabei immer lachen“ und sich dann wie angekündigtdie nächste Stunde völlig beäumelt vor lachen.

Zugegeben, es wurde irgendwann wirklich ziemlich lustig und man kann als Schüler irgendwann auch gar nicht mehr so genervt sein, wenn vor dir ein lachender Ami aus der Hundeposition purzelt und dann vom Boden auch nur noch so mäßig gut hochkommt… es wurde doch irgendwann wirklich witzig.

Es folgte also wieder ein kurzer Zwischenstopp zuhause, dann schnell allen Kram zusammenpacken und ab zurück zur Schule. Welch Freude. Es folgt ja noch Mathe.

Aber erstmal Mittagspause und die war gespickt mit vielen finnischen Coverversionen bekannter Lieder. Mein Ohren bluten noch immer, auch wenn ich mich inzwischen dran gewöhnt haben sollte.

In Mathe hatte ich dann die wahrscheinlich peinlichste Erleuchtung, die ich jemals hatte.

Wir wissen alles was die Steigung ist, oder? Also das Ding, was angibt, wie stark oder schwach ein Graph fällt oder steigt. Wir kürzen das (zumindest in unserem Matheunterricht) mit a ab. S benutzt man dann zum Beispiel y = a * x + m

Und dann gibt es da etwas, das nennen die Schweden k-värdet, bzw. riktningskoefficient. Oder auf Englisch dann k-value. Darüber reden sie ständig, wenn es um Graphen geht. In Mathe. In Physik. Ja sogar in Chemie.

Heute stellte mein Kopf dann eine ganz grandiose Verbindung her. Der k-värdet ist die Steigung. Und aus irgendeinem Grund benutzen wir dafür in Deutschland a und nicht k.

Seitdem macht für mich alles viel mehr Sinn und der Kiwihüter hat den Kopf aufs Fensterbrett geschlagen, als ich ihm das erzählt hab. Es war ein schöner Moment.

Der Tag wurde zuhause nur noch schöner, denn ich hab nen Kumpel (aka. Das Kind der besten Freunde meiner Gastfamilie) gefragt, ob wirs mal wieder hinkriegen, uns zu treffen. Ja, das würden wir hinkriegen. Wann er Zeit hätte, fragte ich, und ob wir vorher schon klären wollen, was genau wir machen wollen.

Ich bekam keine Antwort auf meine Frage. Dafür aber die zweitschönste Nachricht seit langem.

Frei übersetzt und in Teilen gekürzt: „Wir fahren in den Osterferien in den Skiurlaub und ich frage mich, ob du mitkommen willst?“

Heilige scheiße, ja ich will! Vielen Dank!

Natürlich musste ich erstmal meine neues Gastfamilie (aka. die Familie des Kiwihüters) fragen, aber die hatten herzlich wenig Probleme damit und haben mich sogar noch für meine Organisiertheit gelobt. Wenn die wüssten. Oh man.

Irgendwann haben wirs dann auch noch auf die Reihe gekriegt, uns terminlich und zeitlich abzustimmen und so rollte ich mich friedlich in mein Bettchen.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s