(05.12.2018) „Where are you?“ – „Dead“ – „What?“ – „Joking, found my people“

Der Tag begann schon überaus lustig.

Nach Frühstück fühlte sich aber überaupt nichts an und so schlürfte ich bloß meine morgendliche Dosis O’boy und machte mich dann auf den Weg zum Theaterunterricht.

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich mit ganz viel springen und rennen und drei Salti eventuell meinen Bus noch kriege (auch wenn der Nächste etwa sieben Minuten später kommen würde. Aber ich bin ja jetzt Stockholmer und alles was mehr als vier Minuten ist, ist zu lange zum Warten).

So wars auch und mein Bus und ich kamen etwa zeitgleich an.

Andere Leute hatten wohl nicht so viel Glück, denn beim Start des Unterrichts war noch niemand anders aus meiner Gruppe da.

Nach ner Viertelstunde kam dann ein Snap von einem der zwei lustigen Menschen, der mir mitteilte „Übrigens, ich sitz im selben Raum wie letzte Woche, ich hatte keinen Nerv, die Treppe hochzulaufen“, okay, also runter mit mir.

Der dritte Teil tauchte auch noch auf aber im Endeffekt haben wir nichts auf die Reihe gekriegt, denn wir sind in lustigen Diskussionen zwischen Ernährung, Religion, motorisierten Fortbewegungsmitteln und Musik gestrandet. Ach und dann hatten wir Hunger und mussten Frühstück kaufen gehen. Mit leerem Magen kann man nicht arbeiten.

Ja und dann war die Stunde plötzlich irgendwie zu Ende und bei der „Berichterstattung“ (aka. wir sitzen im Kreis und jeder erzählt, was er die Stunde gelernt hat), haben wir vortrefflich improvisiert.

Es folgte der Rückweg zur Schule und nach kurzem Blick auf den Essensplan, machte der Kiwihüter eine Kehrtwende und wir sind dann zu ihm nach Hause und haben uns selber Essen gekocht. Es hab Curry. Mal wieder. Es war sehr gut. Sie sollten es wählen.

Chemie war dann auch wirklich spaßig. Ich sag ja, Chemie ist mein absolutes Lieblingsfach auf Erden.

Übrigens sucht Schweden ganz dringend Chemiker. Ich betrachte das als grandiosen Alternativplan. Herr Müller, was zur Hölle haben sie mir da angetan?

Ich war zwischendrin etwa ne halbe Stunde völlig verzweifelt, dann ist mir eingefallen, dass ich auch ein bisschen blöd bin und ich ne Seite Berechnungen in die Tonne kloppen kann und schlussendlich lässt sich dann auch alles ganz prima ausrechnen.

Nachdem mir dann wieder eingefallen war, dass Salze ja aus Anionen und Kationen bestehen, man die Menge der Oxonium-Ionen und der Hydroxid-Ionen ja aus dem pH- bzw. pOH-Wert berechnen kann und das man mit Hilfe der Stoffmengenkonzentration und der Menge an Hydroxid-Ionen im Endeffekt auch die Menge der Anionen berechnen kann, was einem dann wiederum die Fähigkeit gibt die Säure- und Basekonstante zu berechnen, waren dann alle Mysterien gelöst und das Jenna war wieder glücklich.

Danach schlurfte ich im Endeffekt nur noch nach Hause und versumpfte irgendwie im Bett, bis schlussendlich der beste Freund meines Gastvaters zu Besuch kam und ich mich wieder aufraffen musste.

So wurde es ein wirklich netter Abend aber ich brauche Schlaf.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 16 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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