(07.12.2018) Übrigens, ich kann nen Salto springen

Und so sollte es ein.

Der Tag find mit Sport an und wie immer trafen der Kiwihüter und ich uns an der U-Bahnstation um in den Bus zu steigen.

Es war unfassbar voll darin und wir standen grade weit genug auseinander, sodass man sich nicht ordentlich unterhalten konnte. Wir haben uns also geschrieben.

Ansonsten stand dann heute Turnen an und ich war sehr sehr sehr glücklich. Denn auch wenn ich das ja nie im Verein gemacht hab, hab ich glücklicherweise einfach keine Angst und irgendwie will mein Kopf auch nicht verstehen, dass manche Sachen eventuell einfach nicht gehen.

So wurden wir dann in Gruppen eingeteilt, in denen wir dann in der nächsten Zeit eine lustige kleine Gruppenübung ausarbeiten sollen. Wir haben dann mal angefangen, auszuprobieren wer welche Sachen von der „List of Requirements“ kann.

Es lief unglaublich (also ehrlich und ganz ohne Ironie) gut. Sogar mein blöder Handstand stand still und im zweiten Versuch bin ich tatsächlich fast acht Meter weit gelaufen, was definitiv ein neuer Rekord ist.

Dann wurden lange Matten auf dem Boden ausgerollt und als jemand in unserer Gruppe fragte „Wer kann denn sonst noch was?“, meinte ich nur so „I think I can do a frontflip“.

Dann fiel mir ein, dass ich ja jetzt auch einen machen muss, reden kann ja jeder.

Blöder Weise standen am anderen Ende der Matte Menschen und mein „Weg da“-rufen hatte irgendwie zur Folge, dass so ziemlich alle Augenpaare auf mir waren.

Aber der heilige Gandalf im Himmel war bei mir und obwohl es der erste Vorwärtssalto, der nicht auf einem Trampolin oder Airtrack stattfand, war, den ich seit über einem Jahr gemacht hab, hab ich ihn quasi gestanden (auch wenn ich nen kleinen Schritt nach vorne gestolpert bin). Das muss eins der besten Gefühle auf Erden gewesen sein!

Zum Mittagessen gab es undefinierbaren Schlumps, der auch noch komisch roch. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie übel es war, wenn ich erzähle, dass ich lieber Gemüse gegessen hab.

Es folgte Mathe und das lief eigentlich ganz okay, wenn auch wenig eventful. 

Danach bin ich mal wieder mit zum Kiwihüter gestiefelt und wir haben effektiv zwei Stunden rumgesessen, weil mein Kopf beschlossen hatte, dass jetzt auch mal alles reicht und wir Jenna jetzt erstmal in ein Gefühl der akuten Panik versetzen, ohne ihr zu erklären, warum sie eigentlich Panik hat.

Der Kiwihüter hat mich dann ins Wohnzimmer gebracht, mich in eine dicke Decke gewickelt, mir ein Plüschtier in den Arm gesteckt und bloß neben mir gesessen und gewartet, dass mein Kopf aufhört, so zu sein.

Und wirklich, nach langer, langer Zeit hatte mein Kopf sich wieder gefangen und ich konnte meine Einkaufsliste für morgen schreiben, denn da steht ja dann das große Backen an.

Schlussendlich sind wir dann also brav zusammen einkaufen gegangen und danach saßen wir wieder rum und haben über Gott und die Welt geredet. Wie eigentlich immer.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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