(08.12.2018) I’m gonna visit the Ministry of Magic

Sagte sie, und rutsche rückwärts aus dem Raum. Dazu aber gleich mehr.

Du weißt schon, dass der Tag anstrengend wird, wenn er damit beginnt, dass um 5:30 der Wecker klingelt, nur damit du pünktlich um sechs in der Küche stehen kannst.

Schließlich steht morgen dann großes Advent-Fika an und da wollen viele Dinge gebacken werden. Meine Gastmama und ihre beste Freundin fanden, dass Hanseaten so besonders schön und festlich aussehen und so wünschten sie sich Hanseaten. Und die sollten sie bekommen.

Auch wenn die Hanseaten im Endeffekt mit Marmelade gefüllt wurden, dachte ich mir, dass die ja doch irgendwie ganz schön unspannend sind und das ich vielleicht doch noch was anderes machen könnten. Da viel mir dann Omas Pflaumen-Streuselkuchen ein. Nach großer Verwirrung hab ich dann gestern auch das heilige Rezept gekriegt und so konnte das große Backen beginnen.

Angefangen hab ich mit dem Kuchen, bei dem ich statt Omas Quark-Öl-Teig erstmal nen Hefeteig gemacht hab, einfach weil ich den inzwischen wirklich auswendig kann und weil wir keinen Quark hatten. Dann kriegte ich irgendwann ne SMS, dass meine Backhilfe, die sich angekündigt hatte, gar nicht vorbeikommt. Toll. Welch Freude.

Die nächsten zwei Stunden wurde mein Backen etwas mürrisch und es wurde auch nicht besser, als ich dann zwei ganze Kilo Pflaumen entsteinen durfte. Was ein Spaß.

Schlussendlich hab ich die Dinger dann brav geviertelt, dicht an dich auf den Kuchen gelegt und mit Mengen an Streuseln überkippt und ab damit in den Ofen.

Dann hab ich erstmal Oma via Skype (oder eher Whatsapp Video) konsultiert um zu fragen, wie lange mein Kuchen da jetzt eigentlich drin sein soll.

Während der Teig gegangen ist, hatte ich schon mal den Teig für die Hanseaten gemacht.

An dieser Stelle würde ich gerne anmerken, dass diese Familie keinen Mixer besitzt und schon gar keine Knethaken. So habe ich sowohl den Hefeteig, als auch die Streusel und natürlich auch die Kekse mit der Hand verknetet. Gigantomanischer Spaß!

Nachdem der Kuchen Oma-approved war, blieben mir nur noch die Kekse zum Anmalen.

Wir kennen mich schon länger. Ich mach das gern ordentlich.

Bewaffnet mit einem richtigen Malpinsel, verbrachte ich knappe zwei Stunden mit anmalen. Immerhin hatte ich so ganz viel Zeit um nebenbei mit meiner Familie zu reden.

Schlussendlich war alles bemalt und die ganze Schose musste bloß noch zusammengeklebt werden. Laut Rezept sollte man dafür Marmelade mit extra Zucker aufkochen. Leider hatte ich keine Lust auf am-Herd-stehen, so entschloss ich mich kurzerhand, den ganzen Scheiß in die Mikrowelle zu stellen. Und siehe da, es funktionierte.

Dann schmiss ich alle Pläne für den Tag überbord (@Nanja, ich hoffe du verzeihst mir das) und machte mich auf den Weg zu der Familie, die mich mit in den Skiurlaub nehmen wollen. Das erschien mir kurzfristig nach einer schönen Lösung für meine Laune.

Plötzlich war es dann fast ein Uhr nachts und ich musste meinen Heimweg antreten. Glücklicherweise wohnen die nur eine U-Bahnstation entfernt und man kann die Strecke auch gut nachts bewältigen.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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