(12.12.2018) Heute bin ich in einem Fahrstuhl stecken geblieben und habe sehr viel geweint

Theater. Wie jeden Mittwoch morgen. Warum erzähl ich das eigentlich jeden Mittwoch? Fragen über Fragen.

Obwohl wir heute später angefangen haben, denn heute war quasi Prüfung. Aka: Wir mussten die Szenen aufführen.

Wir haben ne halbe Stunde gekriegt, um alle Requisiten zusammenzusuchen und nochmal durch unseren Text zu gehen. Für unsere Szene brauchten wir einen runden Tisch. Den Tisch von letzter Woche haben wir nicht mehr gefunden. Der nächste Runde Tisch stand drei ganze Geschosse (witzig, ein halbes wär ja auch irgendwie blöd) unter uns. Kann sich jemand vorstellen wie motiviert wir waren, das Scheißteil da hochzuschleppen?

Exakt. Gar keine.

Und so kam dem lustigen Herren die Idee, man könnte doch den Fahrstuhl nehmen. Gesagt getan, er hatte irgendwas Hausmeisterartiges  gefunden (aka einen Menschen mit einem Fahrstuhlschlüssel).

Wir kennen diese Fahrstühle. Man geht rein, steckt den Schlüssel innen in eine Art „Schloss“ und das sorgt dafür, dass der Fahrstuhl sich auch bewegt. Wenn man den Schlüssel rauszieht, dann bleibt die ganze Schose stehen. Ganz einfach so weit.

So sind mein Partner, der Tisch und ich also in den Aufzug gewandert (ich hasse Fahrstühle!) und der Herr mit dem Schlüssel hat den Schlüssel auch ins Schloss gesteckt, gedreht und dann aber abgezogen und ist rausgegangen. Das war dann der Moment wo mir langsam dämmerte „Moment, so soll das gar nicht sein“.

Und so war es auch.

Das Scheißteil blieb stehen und in mir kam die Panik hoch.

Ich weiß noch dass mein Partner mich irgendwann in die Mitte des Tisches gesetzt hat und versucht hat, irgendwie meine Nerven zu beruhigen. Das hat tatsächlich sogar irgendwie ne Zeit lang geklappt, bis wir dann festgestellt haben, dass die Notsprechanlage nicht funktioniert.

Dann wars wirklich vollends um mich geschehen und ich hab mich in ein absolutes emotionales Chaos verwandelt.

Kurzfassung des restlichen Abenteuers: Wir haben die dritte Person aus unserer Gruppe angerufen, die dann die Lehrerin geholt hat, welche dann wiederum die Schulleiterin mitgeschleppt hat, und die wusste dann, wie man zumindest de Tür aufkriegt.

So richtig viel haben wir nicht gesehen, da wir irgendwie so auf halber Höhe zwischen zwei geschossen geklemmt haben… irgendwie war das alles nur so mäßig cool.

Im Endeffekt mussten wir den Tisch dann doch von Hand hochtragen und wir hatten auch keine Zeit, alles nochmal durchzugehen.

Ich war komischer Weise überhaupt nicht nervös.

Als wir fertig waren (ich bin ganz schön stolz auf uns, wir waren ziemlich gut), kam ne Freundin zu mir uns meinte so „Eyy Jenna, your shaky breath and that stuff, you actually sounded like you’re about to cry, like awesome job“.

Da schließt sich dann auch der Kreis. Ich musste mich so drauf konzentrieren, nicht in Tränen auszubrechen, dass ich ganz vergessen hatte, nervös zu sein.

Danach folgte Chemie und ne lustige Klassenarbeit. Erschieß mich einer. Das lief irgendwie so null.

Also an sich wars nicht völlig katastrophal, da war bloß eine Aufgabe, wo man die Stoffmengenkonzentration von Phosphorsäure in Cola berechnen sollte. Alles schön und gut, man hat ja die Säurekonstante gekriegt und eigentlich sollte dann alles funktionieren… hat es aber bei weitem nicht.

Danach hab ich mich dann noch mit dem einzig netten Hannoveraner auf Erden getroffen und wir waren was essen und dann bei einem Treffen für deutsche Au Pairs. Es war… interessant.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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