(18.12.2018) AHHHHH PHYSIK

Das war in etwa mein Gedankengang.

Ich saß zuhause auf meiner Bettkante, packt entspannt meine Tasche, ich hatte ja noch 39 Minuten Zeit, bis der Unterricht anfing. Oder die Prüfung.

Dann viel mir ein… PUSTEKUCHEN! Weil wir ne Prüfung haben, fangen wir ne halbe Stunde früher an. Da kommt Freude auf!

Also bin ich mehr oder weniger zur Schule gesprintet und hatte dann verdammt viel Glück, auf zwei Mädchen aus meiner Klasse zu treffen, die mir dann mal eben erklärt haben, dass wir die Prüfung im Speisesaal schreiben, anstatt im Klassenraum. Welch ein Spaß.

Warum wir dort schreiben, wurde uns dann freundlicherweise erklärt. Unser Physiklehrer war krank und so musste die Physiklehrerin der anderen Klasse plötzlich zwei Klassen beaufsichtigen und der einzige Raum, der groß genug dafür war, war nun mal der Speisesaal.

Ich für meine Teil hatte Glück, dass ich eine von den normalen Tisch-mit-Stuhl-Kombinationen abgekriegt hab, einige saßen auf Bänken oder gar auf Hockern an hohen Tischen.

Anyway, die Prüfung hab ich irgendwie hingekriegt und wies lief… na wir werden sehen.

Englisch danach war wahrscheinlich eins der witzigsten Dinge, die ich in meinem ganzen Leben je gemacht hab.

Wir haben quasi eine Art Rollenspiel gespielt.

Wir wurden in sieben Gruppen eingeteilt. Sechs davon waren je ein Gefängnisinsasse (also die vier oder fünf Leute, die zusammen in einer Gruppe waren, haben die selbe Person gespielt) und die siebte Gruppe war „The Parole Board“.

Ich war teil des lustigen Parole Boards und hatte somit The Power. Eigentlich noch mehr, denn ich war sogar The Head Of The Parole Board.

Nach einem kurzen Briefing sind Sachen warum die Leute eigentlich im Gefängnis sind und was sie machen wollen, wenn sie wieder draußen sind (Bild meiner Mitschrift folgt), bekam jede Gruppe eine Stunde Zeit.

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Die Gefangenen sollten ihre Reden schreiben, die sie dann vor Gericht halten sollen und die erklären, warum man sie eigentlich freilassen sollte. The Parole Board hat in der Zeit dann einen Gerichtssaal hergerichtet und sich ganz viele lustige Fragen für die Gefangenen ausgedacht.

Und einen wirklich improvisierten und fachlich wahrscheinlich völlig falschen Ablaufplan geschrieben, wir wollen ja Ordnung im Gerichtssaal!

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Ja, ganz offensichtlich waren unsere einzigen drei Ausgangsmöglichkeiten Freiheit, Gefangenschaft und Irrenanstalt. Äh pardon, psychiatrische Klinik.

Als die Stunde um war, lief die Gerichtsverhandlung dann tatsächlich völlig Einwandfrei ab.

Es waren viele schöne Verteidigungsreden. Der angebliche Vater von Lilly’s Kind outete sich dann erstmal (vorbildlich mit der Hand auf der Bibel) und drehte sich dann um, um Colin einen Heiratsantrag zu machen, der nur trocken meinte „I have to think about that“. Die kleptomanische Diebin, die uns einen ärztlichen Attest vorlegte, hätte uns um ein Haar reingelegt, mit ihrem „attestieren Bedürfnis nach einem Wechsel der Umgebung“, bis uns auffiel, dass sie das Attest selbst unterschrieben hatte und die hochschwangere Lilli war sowieso nur am weinen und Leute beschuldigen und Dick Da Nova war sowieso der größte Arsch auf Erden und holla die Waldfee, ich hab glaub ich noch nie so gelacht.

Nach der Schule hab ich mir dann erstmal noch ein Elchgeweih zugelegt, auch wenn es nur so mäßig hübsch ist, aber es klingelt.

Als ich nach Hause kam, schlief meine Gastmama tief und fest auf dem Sofa und sonst war niemand zuhause, deswegen entschied ich mich dann dazu, mich auch einfach mal hinzulegen.

Als ich erwachte, hatte ich eine SMS von meiner Gastmama, die mich fragte, wo ich denn sei und ob ich gedenke, denn auch mal aus der Stadt wiederzukommen.

Das Mysterium war dann gelöst, als ich verschlafen in die Küche getapst kam und bloß fragte „Vad menar du med „Var är du?“… jag har sovit“.

Es gab dann Essen und dann hab ich mich wieder in mein Bett verkrümelt.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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