(21.12.2018) Happy Birthday to me, myself and I

Auf Anweisung eines anonymen Hinweisgebers (okay, eventuell mein Gastpapa), hab ich mir nen Wecker auf halb neun gestellt, denn schließlich wollte ich wach sein bevor meine Gastfamilie mich aufweckt.

So bin ich dann ein bisschen im Bett rumgekullert und hab mein Dasein gefristet, bis draußen vor meiner Tür Geflüster verlautbar wurde, kurz bevor die Tür aufschwang und meine gesammelte Gastfamilie singend in mein Zimmer gelaufen kam.

Ich hab eigentlich nicht erwartet, noch irgendwelche Geschenke zu kriegen, immerhin haben sie mir schon den Trip nach Helsinki geschenkt, aber zu meinem Erstaunen (und überdimensionalen Freude, legten die plötzlich doch ganz schön viele Dinge vor mir ab.

Es folgten ein Trikot der schwedischen Nationalmannschaft, eine Hammarby-Tasse, ein Buch auf Schwedisch über die Geschichte der Chemie, Eine Hammarby-Mütze, Hausschuhe, die zu meinem Bademantel passen und schlussendlich ein T-Shirt, mit Jöns Jakob Berzelius drauf. Das ist mein absoluter Lieblingschemiker und außerdem der Mensch, nachdem ich mein geliebtes Motorrad benannt habe (welches ich sehr vermisse!)

Danach hab ich all die Pakete aufgemacht, die mit der Post aus Deutschland gekommen sind und scheiße, was hab ich mich gefreut.

Komischer Weise ist das Ding, über das ich mich am allerallerallermeisten gefreut hab, Jean-Jacques Rousseaus Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. 

Praktischerweise im Taschenbuchformat (großes Dankeschön an die Menschen mit den Reclam-Büchern).

Gegen halb zwölf hab ich dann Tara eingesammelt und wir sind nach Gamla stan gefahren, um uns Essen zu suchen. Nach langem (sehr langem) Herumirren, haben wir dann mein Lieblingscafe/Restaurant gefunden und ich hatte eine Portion Nudeln in der Größe der Zugspitze. Es war ganz vorzüglich!

Es folgte eine kleine Smoothieverkostung, bis uns dann aufgefallen ist, dass wir hier schon seit zwei Stunden sitzen und uns mal auf den Weg machen sollten, schließlich hatten wir ja Karten für Grinchen (Der Grinch).

Nach dem Grinch sind wir aus mysteriösen Gründen spazieren gegangen. Ich hasse laufen. Aber mit den richtigen Menschen kann sogar das ganz erträglich sein!

Irgendwann trennten sich unsere Wege und ich machte mich auf den Weg nach Hause, schließlich stand ja noch Schnitzelessen an! (In einem österreichischen Restaurant, auf Empfehlung einer meiner Freundinnen)

Da es mein Geburtstag war und ich für den Tag definitiv schon genug gelaufen war, haben der Sohn der besten Freunde meiner Gasteltern (deren Kinder haben wir nämlich mitgeschleppt, ich mag sie sehr) und ich uns dann mal lieber an der U-Bahn getroffen.

Wir waren minimal zu früh und meine Klamottenwahl war (vorsichtig ausgedrückt) speziell. Wir hätten dann Sneakers, schwarze Jeans mit Stulpen drüber, gefolgt von Per Anhalter durch die Galaxis Merch mit einem Blazer drüber und schlussendlich eine Weihnachtsmütze, die mir bis in die Kniekehlen hängt und die so schwer ist, das sie beim Laufen fast runterrutscht.

Glücklicherweise kann man das Ende der Mütze einfach dem Menschen, der neben einem sitzt um die Schultern legen, was dann essentiell das Gewichtsproblem löst.

Weil wir so unendlich viel zu früh waren, dachten wir uns, wir könnten ja mal ein bisschen aufs Wasser gucken. Wir haben dann ein bisschen aufs Wasser geguckt. Es war wässrig.

Pünktlich um acht standen wir dann im Restaurant und ich habe das wahrscheinlich größte Schnitzel meines Lebens geordert. Also die hatten nur eine Größe an Schnitzel. Aber das war so groß, dass sie das nicht auf nem Teller serviert haben, sondern auf so großen Platten.

Stolzester Moment des Tages: Ich war die einzige, die es geschafft hat, das ganze Schnitzel aufzuessen. Inklusive der Zitrone, zum Horror meiner Mitmenschen.

Danach gabs noch Apfelstrudel für alle (oder Sachertorte, aber wer will die schon?).

Auf dem Weg nach Hause ist meine Mütze leider an meinem Kumpel hängen geblieben und ich war gezwungen, noch mit zu ihm nachhause zu latschen. Welch Drama.

So ist mein Geburtstag dann also ganz entspannt mit ein paar Folgen Brooklyn Nine-Nine zu Ende gegangen. Oder eher mit einem kurzen Moment von Panik, weil mir dann ja wieder eingefallen war, dass ich um eins zuhause sein muss. Pünktlich um 0:59 war ich dann auch tatsächlich zuhause.

Jetzt bin ich 17 und offiziell die Dancing Queen!

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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