(27.12.2018) Sagan om ringen eller Härskarringen, i nyöversättning Ringarnas herre

So der erste Satz des schwedischen Wikipediaartikels.

Anyway, mein Tag begann dann um 5:30 mit meinem Wecker, der mich zu den sanften Klängen von Kents FF gewaltvoll aus meinem Schlaf riss.

Das ist sogar noch früher als Schule in Deutschland und rückblickend betrachtet war das schon unschön früh.

So schlüpfte ich in meine Jogginghose, schnappte meine Tasche und schlich mich ohne irgendeinen Mucks zu machen aus der Wohnungstür (die nicht kooperierte, sie ist alt, schwerfällig und vor allem laut!)

Irgendwie ist die Stadt morgens um halb sieben merkwürdig friedvoll und es ist wirklich wirklich schön. Müsste man dafür nicht so früh wach sein, wär ich gern mehr früh morgens draußen.

Die Kälte weckte mich dann doch wirklich gut auf und bis ich bei den besten Freunden meiner Family angekommen war, war ich putzmunter und fand mich total witzig.

Wir erinnern uns kurz, die Schweden haben keine Klingeln oder ähnliches an der Tür, sondern bloß einen Code. Entweder kennt man den Code und kann sich selbst reinlassen oder man muss die Person anrufen (ANRUFEN!) und ihr sagen, dass sie mal runterkommen soll und die Tür öffnen, denn nen Summer oder sowas gibts nicht. Wieso auch.

Ich kann den Code aber und so konnte ich mich ganz einfach selbst reinlassen.

Ich hab mir dann aber überlegt, dass ich eventuell nicht an der Wohnungstür klingen sollte, der Rest der Familie schläft bestimmt noch.

So rief ich meinen Kumpel dann an, während ich die Treppe hochstiefelte. Alles was ich sagte, war „Hej, jag tror du måste öppna dörren“ (aka: Hey, ich glaub du musst die Tür aufmachen). Was ich nicht gesagt hab, war, welche Tür er eigentlich aufmachen sollte und ich fühlte mich auch nicht berufen, das zu tun, als er dann meinte, dass er runterkommt… da meinte ich nämlich bloß „Okay“.

Und so sprang ich in die Wohnung als sich die Tür öffnete und verpasste dem armen Jungen wirklich den Schreck seines Lebens.

Schlussendlich hat er sich dann doch wieder eingekriegt und wir konnten dazu übergehen, mit den Filmen anzufangen. Es waren ja nur sechs Filme à mindestens drei Stunden. Alles easy also.

Und so schlugen wir uns tatsächlich durch Film, nach Film, nach Film.

Besorgte Familienmitglieder guckten zwischendurch immer mal wieder rein um zu sehen, ob wir noch leben.

Besonders schön waren die Momente, wenn jemand rein kam und jemand grade unterm Wohnzimmertisch saß, Kopfstand machte oder Yoga übte. Aber was soll man machen? Irgendwann tut einfach alles weh… also spätestens nach dem vierten Film.

Als dieser Tag endete, waren wir gerade so mit dem fünften Film fertig und die Müdigkeit setzte uns beiden doch recht schwer zu!

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s