(29.12.2018) Auf! Auf! Ins Winterwunderland!

Manchmal unterschätzt man, wie viel wärmer es in der Stadt eigentlich ist.

So wachte ich heute morgen also auf, viel aus dem Bett, schlürfte mein gigantisches Glas O’boy und hielt die Hand aus der Balkontür. Nass draußen, aber kein Schnee. Okay.

So war ich ich also in Jeans, T-Shirt, Pulli und meine Jacke, schlüpfte in meine Sneaker und latschte zur U-Bahn, schließlich wartete da eine Tara auf mich. Also nicht an der U-Bahn, sondern in ihrem Dorf am Eimer der Welt. Aber da fährt halt kein Zug hin, deswegen muss ich erst die U-Bahn nehmen und dann in den Bus umsteigen.

Gesagt, getan.

Als ich aus der U-Bahn rausgekommen bin, hatte ich noch saumäßig viel Zeit. Bei ihr sein sollte ich um 11:00, der Bus braucht 23 Minuten und laut meinem Handy war es 10:03.

Es ist also Zeit für Kakao und Orangensaft. Ich weiß nicht wieso, aber das erschien mir perfekt als zweites Frühstück!

So erstand ich also alle Getränke, die ich haben wollte und lief dann, zwei Becher in der Hand, völlig verwirrt rum. Irgendwo sollte hier Bus 807 stehen und in besten Fall steht noch irgendwas von Tyresö dahinter. Nach langer, langer Verwirrung hab ich dann die Treppe gefunden, die zu den Bushaltestellen führt. Grade als ich rauskam, kam mein Bus an.

Da ich viel zu viel Zeit hatte und die Busse alle 15 Minuten kommen, dachte ich mir, ich könnte mich hier ja erstmal hinsetzten, meinen Kakao schlürfen und dann den nächsten Bus nehmen.

Der Bus fuhr aber nicht los, er stand da nur so rum, mit geöffneten Türen.

Irgendwann rief der Busfahrer dann irgendwas wie „Man darf auch im Bus trinken“ und ich war so perplex (aufgrund der Tatsache, dass da ein Busfahrer aus dem Bus rausrief), dass ich irgendwie keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, meine Pläne über den Haufen gekippt hab und schließlich doch eingestiegen bin.

So saß ich also im Bus und je länger ich da saß, desto höher wurde der Schnee am Straßenrand.

Mein Blick fiel auf meine Sneaker und meine Jeans und ich gratulierte mir selbst.

Im Endeffekt wars dann aber nicht so schlimm, die Gehwege waren geräumt und ich bin trocken zuhause bei Tara angekommen.

Dann haben wir irgendwie nichts mehr gemacht.

Also wir haben im Bett gesessen und geredet. Und dann haben wir auf dem Boden gesessen und geredet. Dann gabs Köttbullar auf Pizza (nach Vorschlag ihrer Mutter) und wir haben weiter geredet. Dann lagen wir aufm Teppich und haben immer noch geredet. Und plötzlich wars 20:30 und mir ist aufgefallen, dass ich mal langsam nach Hase müsste, denn meine Gastmama hat (verständlicher Weise) gesagt, dass ich doch nach zehn bitte nicht mehr allein mit den Öffis unterwegs bin. Also zumindest wenns mehr als ein oder zwei Stationen sind.

Ich weiß nicht, es ist unendlich schön, Menschen zu treffen, mit denen man nichts machen muss, mit denen man den gesamten Tag verplempern kann.

Pünktlich um kurz vor zehn war ich dann auch zuhause und glücklicher Weise war ich schlau genug mir unterwegs Abendbrot zu kaufen, denn unsere Küche sah aus wie ein Unfall, da hätt ich mir definitiv nicht noch was „kochen“ wollen.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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