(02.01.2018) Jag ska packa ihop mina grejer

„Ich werde meine Sachen zusammenpacken“, das war die Antwort auf die Frage, was ich heute machen werde.

Manchmal verteufele ich mich ja selbst, mich und meine Angewohnheit, nichts wegzuschmeißen. Manchmal bin ich auch froh drüber.

Jetzt, wo ich in meinem Zimmer stand und auf den Berg mit Kisten schaue, bin ich definitiv froh.

Ich glaube ich hab noch so ziemlich jeden der Kartons, mit dem meine Familie mir irgendwelche Dinge nach Schweden geschickt hat. Also zumindest die Großen. Weil ich immer zu faul war, sie zum Altpapiercontainer zu schleppen. Jetzt wurden sie aber tatsächlich furchtbar nützlich.

Aber mit meinem Zusammenpacken hab ich dann doch lieber bei meinen Klamotten angefangen. Wir sind inzwischen an dem Punkt, wo ich sagen kann, dass ich mehrere Dutzend T-Shirts besitze. Es ist völlig bekloppt. V-Ö-L-L-I-G-!

Anyway. Also erste große Reisetasche aufs Bett.

Dann fängt man erstmal an zu überlegen, wo man eigentlich noch überall Kram in der Wohnung hat. Frei nach dem Motto „Oh ja, meine Schuhe im Flur“ und „Oh meine dicke Jacke liegt da auch noch“ und dann schmeißt man also all das da rein. Und plötzlich ist das halbe Ding voll. Und man denkt sich so „Beim letzten Urlaub ging da aber noch viel mehr rein“. Ja, beim letzten Urlaub hattest du ja auch nicht alles dabei, von Elchhausschuhen, über Winterstiefel, bis zur Snowboardhose und hin zu sämtlichen leeren Taschen und Rucksäcken. Aufgefüllt wurde noch mit allen restlichen Schuhen, Schals und Pullis und schwupp, erste Tasche voll!

Schlussendlich hab ich mir dann doch erstmal – nachdem ich die Tasche vom Bett gehieft hatte – einen der große Kartons geschnappt und alle Bücher, DVD’s, Zeitschriften, Kalender und Hörspiele da reinverfrachtet. Da war er dann auch voll. Zu Vergleichszwecken, ich bin hier mit ganzen fünf Büchern angereist, von denen allein schon drei Fotoalben waren. Okay, die anderen zwei waren Johnny Weirs Biographie und eine Sammlung an Kafkas Parabeln und anderen Texten. Die Mischung machts (echt!) denn die beiden sind zwei meiner absoluten Lieblingsbücher. Wobei das von Kafka ja ne Sammlung an Erzählungen ist. Aber sie enthält meine Lieblingsparabel (die ich auswendig kann – ja,es ist schon so schlimm!). Es folgt also Kafkas „Gibs auf“:

„Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof. Als ich eine Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich, daß es schon viel später war, als ich geglaubt hatte, ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken über diese Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe, ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos nach dem Weg. Er lächelte und sagte: »Von mir willst du den Weg erfahren?« »Ja«, sagte ich, »da ich ihn selbst nicht finden kann.« »Gibs auf, gibs auf«, sagte er und wandte sich mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen.“

Zurück zu meinem Gepacke.

Nach und nach hatte ich den größten Teil meines Kleiderschranks und meines Regals in Kisten und Taschen verfrachtet, übrig waren nur noch die Sachen, bei denen ich nicht genau wusste, wo ich sie einsortieren soll, und davon gabs doch erstaunlich viele.

Allerdings wurde es dann langsam ziemlich spät und nach dem Abendbrot verkroch ich mich dann ziemlich schnell ins Bett. Ein komisches Gefühl kroch mich so langsam an und ließ mich auch im Schlaf nicht wirklich los.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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