(03.01.2018) Packen, Klappe die Zweite

Nämlich überhaupt so.

Irgendwann gegen elf fiel ich dann unelegant aus dem Bett, schlurfte in die Küche, schaufelte eine Schüssel Schokomüsli in mich rein, spülte alle mit O’boy runter und wanderte dann zurück in mein Zimmer, ich hatte ja schließlich noch mehr Zeug, was verpackt werden wollte.

Übrig waren praktisch nur noch die Sachen, für die ich nicht wirklich nen Platz gefunden hatte, weil sie nirgends so richtig reinpassten. Weder in die Pox mit dem tollen Label „Dokumente und Medis“ noch in „Bücher, DVD’s, Schallplatten und Kalender“, genau so wenig in „Karten, Bastelkram und Erinnerungen“, „Essen“ oder gar „Kletterkram und Kulturbeutel“. Ja, da ist einiges, was nirgends wirklich passte.

Schlussendlich hab ich dann aufgegeben und die übrigen Dinge einfach dort reingeworfen, wo sie formmäßig gut passten. Ich muss ja jetzt nicht plötzlich anfangen, hypermäßig organisiert zu werden. Es war halt ein Versuch und der ist gescheitert. Also zurück zum Chaos.

Der restliche Tag plätscherte so vor sich hin. Bis auf so Sachen wir Zahnbürste, Klamotten für zwei Tage und mein Laptop ist nicht mehr viel unverpackt und das komische Gefühl geht nicht weg.

Wir hatten heute unser letztes Essen als ganze Familie zusammen und es war nicht gut für meinen Kopf.

Wir haben dann alle noch im Wohnzimmer gesessen und irgendwann wars dann völlig vorbei. Mitten im ersten Tränenschwall hab ich meiner Familie noch gute Nacht gewünscht und alles danach ist irgendwie nur noch Chaos in meinem Kopf, jetzt, wo ich an gestern zurückdenke. Das kann mein Kopf nämlich gut, Dinge so weit verschwimmen lassen, dass ich noch weiß was es war und wie ich ich gefühlt hab, aber er lässt mir nicht genug da, als dass ich Material hätte, um irgendwas zu verarbeiten. Mein Kopf „detached“ (was ist das deutsche Wort? Abtrennen? Ablösen? Absondern? Irgendwie sowas) sich dann einfach auf komische Art und Weise.

Ich werde gar nicht versuchen, da groß zu graben, sondern hänge einfach diesen lustigen Beitrag aus meiner Instagramstory an, den ich irgendwann nachts geschrieben hab.

Beitragt folgt hier:

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Ich weiß mit Sicherheit, dass ich seit Monaten nicht mehr solche Schmerzen hatte. Das war schlimmer als die letzte Grippe und die Kopfschmerzen vor Schweden im August zusammen. Das Ding im August war nämlich, dass ich ja so viel Angst hatte, dass ich zwar Kopfschmerzen hatte, aber irgendwie war mein Kopf so benebelt, dass ich mir nicht so viel klare Sorgen machen konnte, weil ich ja nicht klar denken konnte.

Jetzt aber schon. Jetzt konzentriert sich mein Kopf voll und ganz darauf, wie eigenartig sich alles anfühlt und scheiße man, das war einer der schlimmsten Abende, die ich je hatte.

Aber wie ich trotzdem schon festgestellt hatte, irgendwann werde ich darauf zurückblicken und sagen „Siehste, ging doch“ und das ist alles, was mich grade dabei hält.

Denn auch wenn die Angst, irgendwas zu bereuen, das Ding ist, was mich am meisten zurückhält, so ist es gleichzeitig auch das Ding, was mich am meisten nach vorn treibt.

Ich und die Angst vorm Dinge bereuen haben glaub ich die klassische Love-Hate-Relationship. (Und das da, meine Damen und Herren, war der strangeste Satz, den ich jemals geschrieben hab!)

Anyway, ich bin immer noch nicht richtig in der Lage, das hier in ordentliche Worte zu wickeln, tut mir leid.

Nein, tut mir nicht leid. Es ist mein Blog. Genau. Mir muss hier nichts leid tun, denn ich kann immer so tun, als wäre alles so gewollt. Nämlich. Überhaupt so.

Bis dann und wann, Jenna

 

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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