(09.01.2018) Vorlesung, Klappe die Erste

Heute war dann also der erste richtige Schultag und der hat damit angefangen, dass ich saumäßig müde war.

Alles fing an mit einer Vorlesung zum Thema „Arbeiterinnen in Stockholm im frühen neunzehnten Jahrhundert“, gehalten in der Schulbibliothek.

Ich hab mich wirklich gefreut, auch wenn das Thema nicht das spannendste der Welt war, denn ich konnte einfach dasitzen und zuhören. Also ohne groß irgendwas. Einfach bloß dasitzen, zuhören und ohne große Anstrengung verstehen. Das ist eins der epischsten Dinge überhaupt.

Wenn das Gefühl von „Scheiße man konzentrier dich, falls dir die Konzentration auch bloß für ein Sekundenbruchteil abhanden kommt, dann bist du komplett raus und verstehst nichts mehr.“ endlich weg ist, und man einfach bloß dasitzen kann wie alle anderen, komplett ohne Zusatzaufwand… das ist eins der epischsten Dinge, die passieren können.

Danach hat sich meine Gruppe (wie alle anderen auch) dann versammelt und wir haben die ersten 100 Seiten des Buches diskutiert.

Das ganze Buch ist vermutlich sehr realistisch, aber irgendwie nicht gut für meinen Gesundheitszustand.

Die meiste Zeit der Diskussion hab ich mit an-die-Wand-schauen verbracht, so spannend war die ganze Chose dann irgendwie doch nicht.

Danach stand nicht mehr viel an. Außer Hunger.

Das war der Moment, wo wir kurz beschlossen hatten, die gesamte Freundesgruppe zu Josef und mir nach Hause umzuquartieren und uns da essen zu kochen.

Es gab Nudeln. Also jede erdenkliche Art von Nudeln.

Unsere liebe Queen Viktoria hatte die glorreiche Idee alles, was scharf ist, in ihre Nudeln zu rühren und hatts dann irgendwie doch ein bisschen bereut. Tara hatte bloß eine Nudel probiert und hat danach erstmal ne Stunde nichts mehr geschmeckt oder gefühlt. Es war wohl wirklich sehr scharf.

Irgendwann sind dann alle Freunde nach Hause gegangen und ich bin nach Gamla Stan verschwunden, zurück in mein Lieblingscafe, mit der Intention, mein Buch da weiter zu lesen.

Die Leute, die da arbeiten, sprechen mich inzwischen mit meinem Vornamen an, aber hey, so ist das wohl, wenn man ja quasi schon fast Stammgast da ist.

Irgendwann wurde ich sehr, sehr SEHR müde und jetzt sind wir hier, beim Schreiben.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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