(18.01.2019) A notable day in history: Jag har officiellt skrivit min första uppsats på svenska!

Nämlich überhaupt so.

Mein allererster Aufsatz auf Schwedisch! Was eine Errungenschaft.

Wobei ich gestehen muss, ich habe nicht exakt das selbe gemacht, wie alle anderen, aber erstmal alles auf Anfang.

Der Morgen war nicht speziell der beste meines Lebens, denn ich bin kein Morgenmensch und wenn ich dann noch einen Kiwihüter im Haus hab, dessen Nerven völlig am Ende sind (weil wegen Aufsatz), dann bin ich ihm wirklich zu nichts zu nutze. Ich würde ihm gerne zuhören und ihm ein Ohr leihen, aber mir morgens um halb acht inhaltliche Fragen zu stellen oder mir irgendwelche Theorien vorzusetzten ist definitiv keine gute Idee, da werde ich nicht speziell besser gelaunt und auch wenns mir leid tut, da kann ich nix gegen machen.

Gegen acht mussten dann so ziemlich alles fertig sein, denn da kamen Leute, die hier die fenster reparieren. Also nicht das per se was kaputt wär, wenn ich das richtig verstanden hab, dann haben die hier vor zwei Monaten (als sie alle Fenster im ganzen Haus neu gemacht haben) irgendwo falsche Teile eingebaut, die sie jetzt austauschen mussten.

So stiefelten wir dann auch recht bald zur Schule und ich hab mich dabei auch maximal zweieinhalb Mal fast auf die Schnauze gelegt.

[Hier ein Video von gestern, wo man sehr schön sehen kann, wie vollgeschneit alles ist. Nun leben wir aber in der Stadt, mit all den Menschen und Autos und so und da schmilzt das tagsübe alles ein bischen… nur um nachts dann völlig überzufrieren und Stockholm in eine gigantische Eisfläche zu verwandeln. Ist spaßig.]

[Ich entschuldige mich, dass das halbe Video quasi gedreht ist, aber da kann man nix machen. Ich empfehle eine elegante Drehung des Kopfes.]

In der Schule herrschte dann allgemeine Anspannung, denn der gesamte zweite Jahrgang hat heute Klassenarbeit (oder Prüfung, Aufsatz, Essay, oder wie auch immer man den Murks bitte nennen will).

Im Raum muss man dann seinen Rucksack, seine Jacke und alles andere an der Tür ins Regal stellen (oder auf einen formschönen Haufen schmeißen) und nur das nötigste (aka. Stifte, Computer und eventuell ne Wasserflasche) mit zum Tisch nehmen.

Als Anna (aka. unsere Schwedischlehrerin) reinkam, hab ich dann sicherheitshalber nochmal nachgefragt, ob ich wirklich das Wörterbuch auf meinem Handy benutzen darf und sie bejahte das, schließlich bekäme ich ja eh keine Noten und auch überhaupt, sie war glaub ich einfach relativ begeistert, dass ich das Ding auf Schwedisch schreiben wollte (was meine eigene, dämliche Idee war… sie hatte mir angeboten, auf Englisch zu schreiben).

Schlussendlich hab ich nicht genau das Gleiche gemacht wie alle anderen. Die haben nämlich wahlweise eine Umweltsanalyse, eine Charakteranalyse oder noch son drittes Ding (das ich nicht mehr genau zusammenbekomme) geschrieben. Mir hat sie noch ne vierte Möglichkeit gegeben (weil ich ja beschlossen hatte, auf Schwedisch zu schreiben (was mich in Anbetracht der Tatsache, dass es heute exakt fünf Monate sind, die ich hier bin, ziemlich stolz macht)) und zwar die, darüber zu schreiben, was das Buch heutzutage bedeutet. Das ist natürlich viel viel freier und ich kann mehr Energie dafür verwenden, einen ordentlichen Text in schwedischer Sprache zu verfassen, als eine spezifische Frage zu beantworten.

Schlussendlich hab ich dann darüber geschrieben, wie Menschen immer wieder neue Probleme finden, jetzt wo die alten gelöst sind, nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Leute vor 150 Jahren zum großen Teil noch im Kindesalter gestorben sind, Leute sind fast verhungert oder verdurstet, sogar die Kinder mussten arbeiten und Bildung war definitiv Mangelware.

Jetzt, wo wir das gelöst haben, kriegen die Meisten dann bereits nen Nervenzusammenbruch, wenn Mama sagt „Nein, du darfst heut Abend nicht noch feiern gehen“.  (Natürlich ist das jetzt etwas überkandidelt, aber ich hoffe wirklich sehr, dass man doch versteht, was ich sagen will, ohne dass ich jetzt meinen gesamten Aufsatz nochmal wiedergeben muss).

Weil ich doch früher fertig war als alle anderen, bin ich dann einfach schonmal nach Hause und hab ein Mittagsschläfchen abgehalten.

Im Endeffekt hab ich heute auch nicht mehr viel gemacht. Ich war noch in der Stadt um die Basisc (aka. Leggings und langärmlige Oberteile) für den Skiurlaub zu besorgen und bin dann freiwillig zu Fuß nach Hause gelatscht und hab dabei mit meiner Family geskypt.

Zum Abendbrot gabs Kartoffelspalten und Hühnchen und ich war glücklich (auch wenn ich den Kiwihüter glaube ich bald mit nem nassen Lappen beworfen hätte, hätte er sich noch ein Mal mehr dafür entschuldigt, dass das Essen so „langweilig“ wär).

Müde, müde, müde!

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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