(30.01.2019) Die magnetischen Felder

Ich hab noch immer keine Stimme und mein Kopf tut weh und bäh, aber ich hab heut Theater.

So bin ich also aufgewacht und in die Küche geschlumpft und hab dann versucht, meiner Gastmama zu erklären, warum ich zur Schule will, wo ich doch noch immer keine Stimme habe und dann auch noch ausgerechnet Theater. Es ist schwer, Dinge zu erklären, wenn man keine Stimme hat.

Schlussendlich hat sie dann meinem Gastpapa Bescheid gesagt, dass es gut sein kann, dass ich ihm irgendwann schreibe, dass ich jetzt nach Hause gegangen bin, aber das ich jetzt erstmal auf dem Weg zur Schule wär.

Und warum genau wollte ich so dringend zur Schule?

Jetzt, wo das Frühjahrssemester angefangen hat, konzentrieren wir uns voll auf das Theaterstück, was wir im Mai aufführen wollen, und heute werden die Rollen verteilt und ach ja… wir erfahren überhaupt erstmal, welches Stück wir eigentlich spielen.

Und so sollte es dann auch kommen.

Wir spielen „69 Lovesongs“, ein Stück von Kristian Hallberg, benannt und angelehnt an das Album „69 Lovesongs“ von The Magnetic Fields.

Es ist schlichtweg ein Beziehungsdrama und zwar der allerschlimmsten Sorte. Also echt.

Allerdings ist es echt witzig geschrieben und um ehrlich zu sein, auch wenns an manchen Stellen wirklich cringy ist und da Passagen drin sind, bei denen ich mir noch nicht allzu sicher bin, wie dringend ich sie vor Publikum vortragen will, ist es die meiste Zeit doch einfach nur ein heilloses Chaos und deswegen ziemlich amüsant.

Außerdem hat niemand in dem Stück einen Namen oder ein Geschlecht und irgendwie verlieben sich alle nacheinander kreuz und quer in all die anderen und irgendwann geht alle Logik flöten und jemand will 100km laufen, jemand versucht, jemand anderen für sich zu gewinnen, in dem er dem anderen Menschen das „perfect match“ vorstellt (funktioniert ganz toll), irgendwer will nen Plattenladen zum Cafe umbauen und mittendrin fällt der Satz „Hätte ich gewusst, dass du mich hintergehst, hätte ich dich schon viel eher betrogen“.

Es wird interessant.

Außerdem geht die ganze Suppe etwa drei Stunden und so hat unsere Lehrerin sich das so überlegt, dass ihr einer Theaterkurs (wir) den ersten Akt spielt und dann ihr zweiter Kurs den zweiten Akt. Das wird sicherlich auch spannend.

Danach hätte ich eigentlich Chemie gehabt, und auch wenn ich Chemie liebe, bin ich dann doch nach Hause gewandert.

Wir hätten heute im Labor gearbeitet und uns mit Cyclohexen beschäftigt, aber da mein Lehrer letzte Woche schon meinte, dass da Dinge aufsteigen, von denen man leicht Kopfschmerzen kriegt und das alle, die eh dazu neigen, Kopfschmerzen zu bekommen, doch zur Sicherheit Kopfschmerztabletten mitbringen sollen, hab ich mich dann dazu entschlossen, nach Hause zu gehen, mein Kopf tat immerhin schon weh.

Auf dem Weg nach Hause hab ich mir dann noch Essen mitgenommen, denn ich hatte definitiv Hunger, nur nach in der Küche stehen war mir dann echt nicht.

So hab ich meine Pommes dann noch in meinem Zimmer auf dem Boden gegessen, bevor ich meinem Gastpapa geschrieben hab, dass ich jetzt zu Hause bin. Keine 15 Minuten später war ich dann auch schon eingeschlafen.

Zum Abendbrot hat man mich dann wieder aufgeweckt, auch wenn ich nicht so schrecklich besonders wach war, sodass ich dann auch direkt nach dem Essen wieder ins Bett gepurzelt bin.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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