(02.02.2019) Asså vi har verkligen försökt att titta på den här filmen…

Och varför säger man „den här“ och inte „denna“?

Man säger „den här“ för att det låter bättre än „denna“, och man vill minimera risken att låta som en göteborgare

(Und warum sagt man „den här“ (den hier (wie in „Wir spielen das Spiel hier“)) und nicht „denna“ (dieses (wie in „Wir speilen dieses Spiel“))? – Man sagt „den här“ weil das besser klingt als „denna“, und man will das Risiko minimieren, wie ein Göteborger zu klingen)

Sehr nett.

Ansonsten bin ich heute wie jeden Samstag so gegen neun aus dem Bett gepurzelt, hab mit dem Kiwihüter gequatscht, ein bisschen was gefrühstückt (oder zumindest Tee getrunken) und hab mich dann auf den Weg zu Ante gemacht.

Also immerhin ist ja heute Melodifestivalen. MELODIFESTIVALEN! MEDLODIFESTIVALEN!!!

Ich glaube ich kann gar nicht erklären, wie glücklich mich das macht.

Also mich, als Mensch, der jeden ESC gesehen hat (ja, sie sind alle auf Youtube vertreten sind und wo die Videoaufnahmen nicht wegen unschönen Zwischenfällen unter Verschluss gehalten werden. Und sogar die, wo es nur ne Audiospur gibt, hab ich gehört), für den ist das Melodifestivalen quasi fast genau so wichtig und spannend.

Ich würde an dieser Stelle kurz gerne ein paar Dinge verlinken.

ESC 1984 – der beste ESC, der jemals ausgetragen wurde. Aber wie soll man bei Désirée Nosbusch auch nein sagen können? Es ist immerhin Désirée Nosbusch die da moderiert!

Dieser Ikonische Moment in der Weltgeschichte, in dem Falco und Désirée zusammen Schlager singen. Falco. Schlager.

Linus Svenning mit „Bröder“ – das mit Abstand schönste Lied, was je beim Melo war!

Babsan mit „Ge mig en Spanjor“ – Ja, die Schweden haben versucht ne Drag Queen zum ESC zu schicken, die über betrunkene Kühlschrankinstallateure singt aber eigentlich einen spanischen Matador will.

Samir & Viktor mit „Bada nakna“ – Zwei Herren die aus irgendwelchen Gründen nackt am Sergels Torg (ein Platz in der Stockholmer Innenstadt, dort steht ne Fontäne in der nach erfolgreichen Fußballspielen gerne Fußballfans drin rumplanschen) baden wollen

Alcazar mit „Blame it on the disco“ – Ein erstaunlich großer Prozentteil der Eltern meiner Freunde findet die Klasse und ich muss zugeben, es ist catchy!

Lasse Berghagen mit „Jennie, Jennie“ – 1975 ist zwar schon ein bisschen her, aber das ist definitiv eins der schönsten Lieder, die sie jemals hatten!

Nano mit „Hold on“ – Jeder einzelne Schwede wird dir attestieren können, dass 2016 eigentlich Nano hätte gewinnen sollen. Es ist eins der emotionsgetränktesten Lieder, die ich je gehört hab.

Dana International mit „Diva“ – Einer der historisch wichtigsten ESC-Gewinner!

Und zu guter Letzt: Patrick Juvet mit „Je vais me marier, Marie“ – ein Lied, mit dem ich Papa gerne auf langen Autofahrten in den Wahnsinn treibe!

Ante und ich haben ernsthaft versucht, einen Film zu gucken. „Ready Player One“ in dem Fall. Wir haben knappe drei Stunden gebraucht, um die ersten 42 Minuten zu gucken und genau da haben wir dann auch einfach aufgegeben.

Der wohl meistbenutzte Satz war definitiv „Men vänta en stund, det påminner mig om nånting“ (Aber warte mal kurz, das erinnert mich an was). Ich mein, da sind so viele Anspielungen an Filme, Serien, Spiele und Musik drin, da fallen einem nun mal ständig irgendwelche Dinge ein.

Ansonsten hab ich mal wieder festgestellt, wie dankbar ich bin, dass mir Ante begegnet ist. Das ist einer von den Menschen, die mich auf gruselige Weise direkt durchschauen und dann aber zu meinem Besten handeln.

Ansonsten haben wir viel mit Musse gespielt und dann haben wir festgestellt, dass wir beide noch viel mehr Dinge gemeinsam haben, als wir dachten, dass es möglich wär.

Ich hab mich irgendwann in einem Akt der Antriebslosigkeitet auf den Küchenfußboden gelegt und hab dann erklärt „Du, jag skulle rekommendera att du bara blir van vid att jag kommer ligga på golvet ganska mycket. Jag kan inte ens förklara varför, det är bara så“ (Du, ich würde dir empfehlen, dass du dich einfach dran gewöhnst, dass ich ziemlich viel auf dem Boden liege. Ich kann nicht mal erklären warum, das ist einfach so). Die Antwort kam dann doch überraschend: „Asså jag också brukar ligga på golvet ganska mycket“ (Also ich pflege auch oft, auf dem Boden zu liegen), gefolgt von „Men min pappa också faktiskt“ (Aber mein Papa tatsächlich auch).

So lagen wir dann also ein bisschen zusammen auf dem Küchenfußboden rum und haben über Gott und die Welt geredet.

Ich bin so, so, so froh, dass ich angetroffen hab, denn in Sachen Schwedisch war das eins der besten Sachen, die mir je passiert sind. Auch wenn er sich inzwischen glaub ich an meine Aussprache und komische Satzkonstruktionen gewöhnt hat und sie ihm inzwischen schon nicht mehr auffallen. On way or another, es ist eins der besten Dinge, wenn man ne Sprache lernt, jemanden zu haben, mit dem man einfach blind drauflosschnattern kann, ohne wenn und aber und ohne, dass man groß denken muss.

Dann fiel uns irgendwann auf, dass wir ja noch einkaufen müssen, denn man hatte uns Aufgetragen, Chips und Dips zu kaufen.

Lustig wie wir sind, haben wir dann seinen kleinen Bruder Olle eingeschlossen, mit dem Hintergedanken, dass man ja beide Schlösser von innen aufmachen kann und er so nicht wirklich eingesperrt ist.

Mitten im Supermarkt kam dann der Anruf von Olle, der nicht aus der Wohnung kam, weil sein Schlüssel fürs zweite Schloss kaputt ist. Also zurück nach Hause. Oh man.

Auch die Pizza, die wir dann noch geholt haben, war zeitlich so ne brenzlige Situation und so kamen wir wirklich um Punkt acht Uhr zur Haustür reingesprintet.

Das Melodifestivalen war dann ein kleines bisschen enttäuschend. Der einzig gute Beitrag wurde rausgevotet, aber hey, es sind ja noch drei weiter Semi-finals angesetzt.

Irgendwann danach bin ich dann wieder nach Hause gedackelt, denn auch ich brauche Schlaf.

Bis dann und wann, Jenna

 

 

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s