(06.02.2019) „Jag tror inte att ni skulle klara det“

Sagte er, und trieb damit unser Level an Hoffnung und Zuversicht echt in die Höhe.

Aber dazu gleich mehr.

Wie eigentlich immer, fing der Tag mit Theater an. Also was auch sonst. Es ist ja Mittwoch.

Irgendwie ist es morgens immer ein bisschen komisch. Niemand zwingt den Kiwihüter auf mich zu warten, er könnte einfach das Haus verlassen, wann auch immer er will und dann könnte er hur tidigt som helst (wie früh auch immer) in der Schule sein und könnte dann da wie immer rumsitzen und so und argh. Aber nein, er läuft jeden Morgen noch etwa 30 Minuten ziemlich miserabel gelaunt in der Wohnung rum, fragt dabei drei Mal, ob ich denn fertig wäre, worauf ich dann antworte, dass ich das nicht bin, aber er wirklich gern schon gehen kann (because heck, you’re your own person!), aber das will er irgendwie für gewöhnlich nicht und zuckt dann nur mit den Schultern und schleicht weiter miserabel herum.

So war es heute dann auch, nur dass er, als wir so etwa 75 Meter weit gekommen waren und ich nur so meinte „Ah perfekt, da hinten kommt der Bus“, da meinte er dann „Ach ich glaub ich renne lieber“ und so nahm der die Beine in die Hand und rann.

Ich verstehs nicht. Wenn er mit mir zusammen zur Schule laufen/fahren will, dann ist das so und dann freu ich mich, aber warum jemand ne halbe Stunde mit mieser Laune auf mich wartet, nur um dann davonzusprinten, sobald wir das Haus zusammen verlassen haben, ist mir einfach ein Rätsel.

Anyway.

Theater heute war ziemlich witzig. Wir haben über ne Stunde gebraucht, um einfach bloß ein Beziehungsgefüge zwischen all den Menschen im Musical zu zeichnen. Also ein ganz simples, das nur beinhaltet, wer mit wem zusammen ist, wer zusammen war, wer in wen verliebt ist, obs erwidert wird oder nicht, wer verfeindet ist, wer mehr so auf geschäftlicher Ebene agiert und dann hätten wir noch die zwei tollen Kategorien „sådär“ (quasi sowas wie „so lala“) und „frenemy“. Es war anstrengend.

Danach haben wir uns dann an die Charakteranalyse gesetzt, was ähnlich anstrengend war, denn man muss sich mit so vielen Leuten einig werden, wie denn deren Charakter und sein eigener jetzt zueinander stehen und so… oh man ey.

Danach hab ich dann zugesehen, dass ich ganz ganz schnell zurück zur Schule komme, denn immerhin stand für mich dann Chemietest an und ich wollte doch gerne nochmal alles durchgehen.

Gesagt getan. Zurück zur Schule gehetzt, schnell Essen in mich reingeschaufelt und dann in den hintersten Korridor verzogen und nochmal zwei Stunden Chemie gebüffelt.

Also grade Isomerie und so find ich ja super spannend, deswegen wars echt völlig okay.

Irgendwann kamen dann meine ganzen Freunde vorbei und Tara hat mir ganz vorsichtig gegen den Arm getippt und meinte dann nur so „Ich will gar nicht lange stören, aber ich wollte wenigstens einen good-luck-hug dalassen“.

Ich weiß nicht womit ich so liebe Menschen verdient hab.

Schlussendlich wars dann irgendwann Zeit um zum Chemieraum zu laufen.

Ich hab mir meinen Lieblingsplatz im Raum gesichert und nach und nach trudelten immer mehr Menschen ein. Zuletzt kam dann auch unser Lehrer rein, der uns dann anguckt und nur so meinte „Jag tror inte att ni skulle klara provet just nu“ und wir dachten uns nur so „Na danke auch“.

Es ist schön, wenn ein Lehrer reinkommt und sagt, dass er nicht glaubt, dass wir den Test jetzt schaffen würden.

Also kein Test heute, sondern normaler Unterricht.

Also find ich persönlich ja jetzt auch nicht so schlimm!

Ansonsten ist nicht mehr viel passiert. Ich bin nach Hause gelatscht, hab ein bisschen Chemie gemacht und hab ein bisschen Youtube geschaut und irgendwann gabs dann Abendessen.

Auch danach hab ich dann nix spannendes mehr gemacht. Ich hab ein bisschen mehr Youtube geschlafen, diesen Blogpost geschrieben und werde dann friedlich einschlummern.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Ein Gedanke zu „(06.02.2019) „Jag tror inte att ni skulle klara det““

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s