(07.02.2019) Die Schweden wissen nicht was ein Präpositionalobjekt ist

Und warum wissen sie das nicht? Weil Grammatik kein großer Bestand des schwedischen Lehrplans ist.

Der Tag fing nämlich damit an, dass Anna (meine Schwedischlehrerin) gefragt hat, wer denn schon mal Grammatik richtig besprochen hat und wann. Etwa ein Drittel hat sich gemeldet und hat gesagt „Ja einmal irgendwie so in der Achten“, ein weiteres Drittel hat irgendwas gesagt wie „Na vielleicht am Rande mal“ und der Rest hat in the abyss (aka den Untergrund, unendlich Weiten, oder auch das Nirgendwo) gestarrt.

Ich hab mich dann gemeldet und erklärt, dass wir jedes Jahr ne Grammatikeinheit haben und das hat meine Lehrerin sehr gefreut. Ich war belustigt.

Wir haben dann also heute ne Stunde lang Satzanalyse gemacht.

Also im Deutschunterricht war ich davon zum Schluss ja echt nicht mehr so begeistert, einfach weils echt sau kompliziert wurde und unlogisch und bäh (Sorry Jodie, ich muss das einfach so sagen).

Das hier hingegen war ein absoluter Witz.

Also sogar ich mit meinen eingeschränkten Schwedischkenntnissen kann noch Subjekt, Prädikat und Objekt bestimmen und zwischen dem direkten und indirekten Objekt unterscheiden, bringt mich jetzt auch nicht direkt um (denn das indirekte Objekt ist im Wesentlichen das Gleiche wie das deutsche Akkusativobjekt und das indirekte entspricht quasi dem Dativobjekt). Natürlich kann man das so pauschal nicht sagen, denn die deutsche Grammatik ist so beschissen kompliziert und dann kann ein indirektes Objekt auch mal ganz schnell im Genitiv stehen und mit ein bisschen basteln kann auch das direkte Objekt im Dativ stehen, aber alles in allem sind das erstmal super Guidelines!

So war dann die Stunde echt nicht schwer und ich war sogar schneller fertig als so einige meiner Mitschüler um mich herum. Ich war schon wieder belustigt.

Physik war dann nicht so besonders spannend. Diesmal hatten wir zwar nen Lehrer da, aber gemacht haben wir im Endeffekt doch nicht so besonders viel.

Ich kann mich dunkel erinnern, dass wir über den Treibhauseffekt gesprochen haben, aber ansonsten haben Viktoria und ich viele Bäume gezeichnet und Tara hat Blumen auf meinen Arm gemalt.

Nach der Schule bin ich dann (mal wieder, haha) zu Ante gelatscht, da war ja noch dieser Film, den wir nicht fertig geguckt hatten.

Daran hat sich auch nicht geändert, uns fehlen noch immer gute 50 Minuten.

Ich sags nochmal, ich mag seine Mama, die ist klasse.

Zum Abendbrot gabs dann nämlich eine lustige Mischung aus Quesadillas, Kartoffelpuffer, Bacon und Pommes und ich hätte sterben können, so glücklich war ich.

Außerdem war Ante schwer peinlich berührt, weil seine Mama und ich in der Küche standen und „Mina Bränder“ (als das Lied was letztes Wochenende in der Vorrunde vom Melodifestivalen gescheitert ist) im Duett gesungen haben. Das Lied ist übrigens echt schlecht, aber ich liebs mit ganzem Herzen.

Irgendwann musste ich dann logischerweise wieder nach Hause, ist ja Schule morgen.

Ich hab dann noch ein bisschen mit dem Kiwihüter in der Küche gesessen und über Gott und die Welt geredet, bevor ich mich dann irgendwann ins Bett gerollt hab.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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