(10.02.2019) Folkets Park

Wir wissen alle: In den 70s waren „folkparkena“ in Schweden total im Trend.

Aber fangen wir erstmal am Morgen an. Also mit Frühstück. Wir haben gefrühstückt.

Dann sind wir losspaziert und auf direktem Weg nach „Gamla Linköping“. Also dem Teil von Linköping, der noch so aussieht wie anno dazumal und selbst die Läden dort sind noch wie vor hundert Jahren.

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Also wirklich, es war alles noch wie früher (und sie hatten Bilder da, die das beweisen). Dort gab es das, was man wahrscheinlich am ehesten noch „Tante-Emma-Laden“ nennt. Also die Art von Laden, wo die Warenregale noch hinter dem Kassentresen stehen und man sagen muss, was man haben will. Und der Laden, der Schmuck verkauft, sogar dort war alles noch handgemacht. Handgemacht in der kleinen Werkstand hinten im Laden.

Ich hab mir ne Kette mitgenommen, denn außerhalb Stockholms sind die Preise wirklich ganz okay und die Leute sind super ruhig und nehmen sich viel Zeit und alles und so.

Es folgen: mehr Bilder aus dem alten Linköping.

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Diesen Schneehaufen, den man im unteren Bild im Hintergrund sieht, meine Gastschwester und ich wollten da draufklettern… nur war das Ding nicht halb so fest wie wir dachten und so haben wir ganz ganz schnell beinahe hüfttief im Schnee gesteckt. Auch mal ne Erfahrung.

In der Mitte da ist übrigen ne Outdoor-Kegelbahn. Das wär doch was für dich @Oma, oder?

Ansonsten sind wir auf dem Weg dorthin an einem komischen weißen Eingangsgebäudeding vorbeigekommen. Es kam mir merkwürdig bekannt vor, aber ich hab da erstmal nicht so viel drüber nachgedacht.

Dann sind wir durch den Teil der Stadt gelaufen:

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Und es hat geklickt. Folkets Park. ABBa. 1975. Linköping. Das Konzert, was verschoben werden musste, weil Agnetha ne Atemwegsinfektion bekommen hatte.

Dann war es im Juni aber so weit und ABBA traten im Folkets  Park in Linköping auf.

Ich hab da mal was vorbereitet:

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Ich will ja nicht sagen, dass ich da gewisse Gemeinsamkeiten sehe… aber ich sehe da gewisse Gemeinsamkeiten.

Meine Gastschwester und ich haben dann auf besagter Bühne gestanden (man konnte einfach draufklettern) und lauthals Waterloo gesungen. Es schien uns angemessen.

Vor lauter Glück wär mir in dem Moment fast ein kleines Freudentränchen gekommen.

Irgendwann ist meine Gastmama dann los um sich mit ner Freundin zu treffen und mein Gastpapa, meine Gastschwester und ich sind los um Mittag zu essen.

Wir haben dann blöderweise das mieseste Burgerrestaurant der ganzen Stadt ausgewählt. Verglichen damit ist jede Fast-Food-Kette eine reine Geschmacksexplosion und verdient mindestens 7 Michelin-Sterne.

Die Burger dort waren halb kalt, hatten ne Konsistenz wie Pappe und das einzige, wonach mein Burger geschmeckt hat, war irgendwie Pfeffer und Zwiebel.

Unser Zug sollte laut meinem Gastpapa um 16:59 gehen, wir hatten also noch gut zwei Stunden zum totschlagen. Wir sind dann in irgendein Schloss, das sich zufällig in der Nähe des Hotels befand, gegangen und haben uns da mal umgeschaut.

Und siehe da, sie hatten einen Kelch da. Einen Kelch aus Braunschweig!

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Der Kelch von Königin Kristina. Im um 1600 vom Goldschmiedsmeister Franz Korffer geschmiedet und laut Stempelung aus Braunschweig. Irgendwie haben wir diesen Kelch dann nach Schweden gebracht (frag mich einer warum) und schlussendlich ging er 1706 an die Domkirche in Linköping über.

Und während wir grade so gegen 15:42 im Museumsshop standen, klingelte das Handy meines Gastpapas. Meine Gastmama rief an und meinte so „Mein Ticketalarm ging grad los. Wir haben uns verguckt. Der Zug geht in 15 Minuten, nicht in einer STunde und 15 Minuten“. Wir sind also gerannt. Also Vollgas zum Hotel gesprintet.

Drinnen ist mein Gastpapa dann zur Rezeption gestürzt, hat ein Taxi rufen lassen und Rosa und ich haben das Gepäck aus dem Gepäckraum gezerrt. Meine Gastmama kam dann auch querfeltein über die Wiese gestiefelt und als das Taxi dann kam, meinte der Taxifahrer nur so „Ne, das schaffen sie nicht, das mit dem Zug“.

Wir haben uns davon nicht beirren lassen und sind gerannt wie die Blöden.

Und das war es wert, denn wir sind schlussendlich quasi zeitgleich mit dem Zug angekommen.

Und so gings dann auch schon zurück nach Hause.

Nach dem Abendbrot hat mein Kopf dann beschlossen, dass es jetzt auch mal reicht und ich hab glaub ich mehr geweint, als das ich wirklich mit Mama und Co geskypt hab. Es ist gar nichts großes passiert (außer, dass mein Handy sich echt blöd anstellt und es zwischenzeitlich einfach gar nicht mehr funktioniert hat und argh) und ich weiß nicht. Manchmal hat man so Tage.

Irgendwann gings dann wieder (dank eines Regenschirms) und dann bin ich dann (nach langen (sehr langem) rumbasteln an meinem Handy) auch ins Bett gefallen.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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