(18.02.2019) Jag antar det här klassrumet är mitt nu

Ich nehme an, dass dieses Klassenzimmer jetzt mir gehört.

Aber dazu gleich mehr.

Wir fangen nämlich erstmal mit Geschichte an. Yay. Freude. Große Freude. Freude schöner Götterfunken. Ich glaub ich mutiere zu Garfield.

Wir haben im Endeffekt einfach bloß weiter an unseren Mindmaps gebaut und wir durften sogar irgendwo anders in der Schule sitzen, was bedeutet, dass man Kopfhörer aufhaben kann und mit seinen Freunden quatschen. Vielleicht wars doch ein klitzekleines bisschen besser als sonst.

Wobei, die erste halbe Stunde plagte mich solche Unlust, dass ich effektiv gar nichts gemacht hab, außer mein Laptop zu öffnen und den Bildschirm anzustarren.

Screenshot_20190219-224439.png

Offensichtlich war selbst das Öffnen meines Laptops schon mehr, als irgendwer erwartet hab. Ich bin begeistert, welch guten Eindruck die alle von mir haben!

mindmap-history-18-02

Also verglichen mit vor zwei Wochen hab ich ja doch tatsächlich was gemacht. Aber trotzdem. Ich krieg echt bald nen Anfall.

Während dem Bau dieser Mindmap entstand dann auch der tolle Ausruf:

„I deleted Napoleon. We need to rewrite history now.“

Ansonsten wurde der Tag nach Geschichte aber besser. Wir saßen alle in nem leeren Klassenraum rum (wie eigentlich immer) und Tara und ich hatten mal wieder qualitativ völlig hochwertige Diskussionen. Ernsthaft. Wir haben locker zwanzig Minuten darüber diskutiert, wie man angemessen auf einer Tischplatte sitzt. Also ohne scheiß, ich liebe diesen Menschen.

Ansonsten hatte ich dann Deutsch und da haben wir ne Klassenarbeit geschrieben. Scheiße man, das wird bestimmt knapp, also ob ich das bloß bestehe…

Okay, es ging ums konjugieren von Modalverben und um das Übersetzen von Sätzen mit Akkusativobjekt. Wobei – und da kommen jetzt die letzten zwei Wochen durch, in denen ich gezwungen war, mich viel mit Grammatik zu beschäftigen – der eine gar kein Akkusativobjekt hatte. Der hatte zwar ein direktes Objekt, aber das stand gar nicht im Akkusativ, sondern im Dativ.

Ich hab das dann mal kurz in der Arbeit vermerkt.

Ansonsten hab ich dann auf dem Weg nach Hause noch kurz bei Coop angehalten, um überlebenswichtige Einkäufe zu tätigen. Höhö.

IMG_20190218_164250_100.jpg

Ich möchte übrigens mal kurz was in Sachen Milch anmerken.

Ich find ja H-Milch in Deutschland schmeckt schon echt mies. Das ist quasi weißes Wasser, mit seinen 1,5% Fett. Also dachte ich immer. Dann habe ich gelernt, dass die meisten Schweden dazu neigen, Lättmjölk zu trinken. Also quasi „Leichtmilch“. Die hat noch ganze 0,5% Fett und schmeckt ernsthaft komplett wie Wasser.

Aber gut, ich hab dann einfach mal beherzt dran vorbeigegriffen und vernünftige Milch mitgebracht.

Abends haben wir dann Besuch bekommen. Wenn ich das richtig verstanden hab, dann war der Mann, der mit Frau und Kind angerückt ist, einer der ersten schwedischen Freunde, den mein Gastpapa hier gefunden hatte, als er gerade erst aus England hergekommen war.

Die beiden nach 26 Jahren noch so zu sehen, gibt mir übrigens verdammt viel Hoffnung, dass ich meine Freunde auch für den Rest meines Lebens behalte.

Ansonsten haben sie mein Schwedisch sehr gelobt, was mich wirklich wirklich gefreut hat und deren Tochter mag Mamma Mia fast so gern wie ich. Wir hatten dann einen kleinen Disput, denn sie mag Cher und findet nicht, dass sie den ganzen Film ruiniert… aber gut, ich werde einfach mal versuchen, ihre Meinung zu akzeptieren.

Dieses Vorhaben läuft nicht per se gut.

Irgendwann ist mir dann eingefallen, dass ich ja mit Mama skypen wollte und so hab ich mich höflich entschuldigt und hab dann noch ziemlich lange mit meiner Mama geskypt.

Dann hab ich noch ein paar Seiten von „A Pocket Full Of Rye“ gelesen, was ich dann heute endlich abholen konnte und bis morgen eigentlich auch halb durchhaben muss. Welches Glück, dass ichs schon mal auf Deutsch gelesen hab.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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