(01.03.2019) Auf nach Hause

Das ist die Quintessenz des Tages (und die Quintessenz der Sprache ist Gift, um hier mal ganz kurz Falco zu zitieren).

Als Lena uns heute Morgen geweckt hat, war das erste, was aus meinem Mund gekommen ist, ein Schrei. Mir tut alles weh und meine Knie haben inzwischen einen überaus gesunden Grünton angenommen.

Schlussendlich (und mit Hilfe) bin ich dann doch irgendwie aus dem Bett gekommen (eventuell stand jemand davor, der mich aufgefangen hat und eventuell bin ich trotzdem mehr oder weniger auf den Boden gefallen und ebenso eventuell bin ich dann halb lachend und halb weinend in die Küche gekrochen, aber das sind ja alles nur Eventualitäten).

Wir haben dann noch die letzten Sachen zusammengepackt und sie dann zum Auto geschleppt… und scheiße hatten wir viel Gepäck!

Ein Volvo XC90 hat laut Internet theoretisch Platz für 1900 Liter Gepäck (okay, wenn man nur zwei Menschen mitnehmen will, aber trotzdem) und trotzdem sahs da drin schlussendlich so aus:

auto-aua.JPG

Es war kuschelig!!!

Und so haben wir da dann auch entspannte zehn Stunden gesessen.

Also mit kleineren Ausnahmen und minimalen Personenschäden, aber die sind ja verkraftbar.

Olle wollte zum Beispiel gerne aussteigen, aber ich so null und so hab ich mehr so nen Purzelbaum auf Ante drauf gemacht und hätte uns dabei beide fast umgebracht und als Lena dann auch noch die Tür, an die wir angelehnt waren, aufmachen wollte, da hätte das tatsächlich wirklich fast n böses Ende genommen. Aber ging ja alles gut.

Ansonsten hab ich verdammt viel Pokemon gespielt, hab ne halbe Staffel Blindspot geschaut und hab 3/4 eines Zitronenkuchens gegessen, den wir gekauft hatten und der dann vergessen wurde.

Wir sind auch wieder beim selben McDonalds gelandet, wie auf dem hinweg schon und der Prozess war genau so langwierig, aber ganz ehrlich? Mit den Menschen würde ich auch tagelang in nem leeren Raum sitzen und es würde nicht langweilig werden.

Schlussendlich waren wir dann irgendwann wieder in Stockholm und uns ist aufgefallen, dass Morgen ja wieder Melodifestivalen ist.

Traditionsgemäß gucke ich das ja immer bei denen und genau deswegen guckten sie mich dann auch alle vier an und fragten, ob ich vorbeikommen will.

Also wenn ich es noch nicht satt hätte, Zeit mit ihnen zu verbringen.

Sie schienen ernsthaft besorgt, dass das der Fall sein könnte, wo ich dann auch nur meinte „Asså jag är inte trött på er, men ni är kanske trötta på mig?“ (Ich hab euch nicht satt, aber ihr habt mich vielleicht satt), worauf sie dann alle in wilde Verneinungen ausbrachen und scheiße man, fühlt sich das schön an. Ich hab die alles so unendlich lieb, das kann man gar nicht in Worte fassen.

Nachdem ich meinen ganzen Kram morgen ausgepackt hab, muss ich mich dringend mal bei meiner alten Gastfamilie melden, die vermisse ich nämlich auch ein bisschen dolle.

Schlussendlich war ich dann aber erstmal zuhause angekommen und so gemein das auch klingt, ich war echt froh, dass ich weg war, denn die vier sind alle krank (und sehen zum Teil auch noch aus wie wandelnde Leichen) und überall röchelt und keucht es und ja nein, ich bin sehr sehr froh, dass ich da nicht mitten drin gesteckt hab.

Wir haben dann nur noch Abendbrot gegessen, ich hab ein bisschen vom Urlaub erzählt und dann haben sie all die kranken Hühner auch wieder hingelegt.

Ich werde jetzt noch ein bisschen Urlaubsbilder sortieren und mich dann auch hinlegen, mein Rücken tut weh.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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