(09.03.2019) OH MEIN GOTT!

Ein Wort: M-E-L-O-D-I-F-E-S-T-I-V-A-L-E-N

Aber erstmal hab ich tagsüber gar nichts gemacht. Also lange geschlafen und tatsächlich ein ganzes Buch gelesen. Aber ansonsten? Nix.

Und als sich dann langsam der Abend näherte, da stieg die Euphorie in mir langsam (okay, eher dramatisch) an und ich hab mich mehr so in die Reinkarnation eines Flummis verwandelt.

Der Kiwihüter, seine Schwester und ich sind dann schon mal vor meinen Gasteltern losgesprintet, denn die haben zu lange gebraucht und wir brauchten ja dringend noch Snacks! Übrigens hab ich auch dieses Mal – wie eigentlich jedes Mal – etwas verwunderte Blicke bekommen, als ich erklärt hab, dass mir Pepsi lieber ist als Cola.

Der Kiwihüter war da schon am rummuffeln, schließlich würde ihn das Mello nicht so schrecklich interessieren und er fragt sich, was er da soll und bli und bla und blub und argh. Rosa und ich hätten ihm – so leid es uns auch tat – um ein Haar eins aufn Deckel gehauen, denn diese Muffeligkeit war leider nicht mit unserem Enthusiasmus kombinierbar.

Als wir dann an der Pendeltågsstation standen, hab ich dann so auf Instagram gesehen, dass Marspet (einer meiner Lieblingsyoutuber, der aber auf seinem Kanal kaum mehr Youtube macht, sondern jetzt beim WDR rumgurkt und so Sachen macht) auch grade durch Stockholm turnt. Ich meinte dann noch so zu meiner Gastmama „Haha, stell dir mal vor ich seh den jetzt“.

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Joa.

Man muss vom Zug zur Friends Arena (wo das Mello war) nämlich durch die gesammte Mall of Scandinavia latschen (okay, man kommt sicher auch irgendwie drum rum, aber an sich sind wohl 99% der Menschen durch die Mall durch). Und während wir da so langliefen, lief quasi direkt vor uns doch Marspet und ich guck nur so meine Gastmama an und mit den Worten „Äh väntar en stund, jag måste bara… asså typ ring mig om ni inte hittar mig“ (Wartet mal nen Moment, ich muss nur mal kurz… also ruft mich an falls ihr mich nicht wiederfindet.) verschwand ich dann auch ganz schnell.

Ich weiß nicht ob es irgend nen Weg gibt, die Menschen anzusprechen, die man nur aus dem Internet kennt, der nicht mindestens 78% awkward ist.

Ich mein was sagt man da? „Hey, bist du nicht der von Youtube? Ich find das klasse, was du da machst!“ äh ja, ja, in etwa das.

Und so hab ich dann also – ohne allzu viel nachzudenken – tatsächlich hallo gesagt und festgestellt, scheiße ist das ein sympathischer Typ!

Da teilt jemand meine Liebe für den ESC (welch Wunder, wenn jemand grade auf dem Weg zum Mello ist, haha) und auch sonst, ich hab mich sehr gefreut.

Ansonsten hatten wir richtig richtig gute Plätze und ich war ehrlich gesagt ganz froh, dass wir nicht im Parkett saßen, sondern seitlich auf der Empore.

Gesehen hat man nämlich doch recht gut und ach scheiße man, einfach die ganze Atmosphäre und alles und oh man, da ist definitiv einer meiner größten Träume in Erfüllung gegangen!

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[Das hier ist was ich meine, man konnte auch von der Seite oben echt gut gucken und das war um Längen besser, als irgendwo unten im Pulk von Menschen zu stecken.]

(Und ja, auf der Bühne brennt wirklich Feuer.)

Ansonsten war mein Favorit des Abends definitiv Lisa Ajax mit „Torn“, auch wenns für sie mit dem neunten Platz ja nur so mäßig lief).

Aber trotzdem, aus allen Finalliedern ist das definitiv mein liebstes!

Schlussendlich waren dann alle Beiträge durch und es lief aus Voting zu. Zuerst wurden die Punkte der Jurys auch acht Ländern abgefragt und dann wurden die Punkte vom schwedischen Folk dazuaddiert.

Eins der acht Länder war Israel und da war es Dana International, die die Punkte verkündet hat. Scheiße man, ich bin quasi auf der Stelle gestorben!

Und dann, dann kam es noch viel dicker!

Während mein armes kleines Fangirlherz noch dabei war, irgendwie meine Herzschlag wieder zu normalisieren, da verkündete jemand, dass jetzt Charlotte Perelli (vorals Nilsson, unter dem Namen hat die 1999 auch den ESC für Schweden gewonnen) und DANA INTERNATIONAL auf die Bühne kommen und ich glaube da hab ich nen kleinen Herzstillstand bekommen.

Dana hat 1998 den ESC für Israel gewonnen und Diva ist nach Waterloo mein liebster ESC-Gewinne aller Zeiten.

Also ganz ohne Scheiß, ich glaub wirklich, dass sich bei mir da irgendwelche Synapsen kurzgeschlossen haben und in meinem Kopf irgendwelche Fehlfunktionen ausgelöst haben, weil mir ist einfach nur noch die Kinnlade runtergeklappt und ich hab kurz aufgehört, zu funktionieren.

Irgendwann hatte ich mich dann auch ganz langsam wieder gesammelt und dann war es auch schon Zeit um den endgültigen Gewinner zu küren.

An dieser Stelle also herzlichen Glückwunsch an John Lundvik. To late for love ist vielleicht nicht mein Lieblingslied, aber es ist definitiv ein typisches ESC-Lied und hat wahrscheinlich ganz gute Chancen.

Und John hat sich so unendlich gefreut, da muss man sich einfach mitfreuen!

Übrigens hatte ich mich inzwischen auch Mello-typisch eingekleidet und bin damit sowas von gar nicht mehr aufgefallen, das war klasse! Also wirklich, ich hab mich so zuhause gefühlt und es war wie Karneval, nur in schön!

Alles voller Leute mit Glitzerperücken, blinkenden Hüten, Leuchtstäben und Glitter-Klamotten und ich mitten drin und glücklich wie fast noch nie. Also fast. Also zumindest war das hier definitiv Top Ten!

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Der Weg zurück war dann interessant.

Die U-Bahnen und Züge waren – wie zu erwarten, wenn 30.000 Leute nach Hause wollen – brechend voll.

Der erste Zug war so voll, dass wir schon nicht mehr mit reingepasst haben und der zweite, da habens nur mein Gastpapa und Gastschwester reingeschafft und der Kiwihüter, meine Gastmama und ich standen dann da rum.

Zum Glück haben sie Sonderzüge eingesetzt und genau in den haben wir uns dann reingequetscht… nur fuhren die nicht bis Odenplan!

Früher oder später waren wir dann aber doch auch zuhause und ich hab noch locker zwei Stunden gebraucht um nervlich so weit runterzufahren, dass ich irgendwie schlafen konnte!

Scheiße man, was für ein Tag!

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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