(12.03.2019) In retrospect… not that smart

Als ich heute Morgen aus dem Bett gerollt bin, hatte ich Halsschmerzen.

Was an sich ist das ja absolut kein großes Ding, aber andererseits erfahrungsgemäß der Anfang von der nächsten fiesen Erkältung. „Na abwarten“, sagt sei zu sich selbst. Ha.

Physik war nur so mäßig spannend und ich hab an sich auch irgendwie nur Bahnhof verstanden, aber hey, dann muss ich mich irgend nen Nachmittag einfach mal auf meinen Hintern setzen und ein paar Stunden büffeln und dann passt das schon.

In Englisch haben wir ne Arbeit geschrieben und ich möchte mich gerne erschießen.

Ja, comparative essays kann ich durchaus schreiben, aber wenn man von mir will, dass ich mindestens drei Aspekte nach dem PEDAL-Modell (PEDAL steht für Point, Example, Decipher, Analyse, Link) analysiere, dann brauche ich mehr als 600 Wörter!

Aber hey, schlussendlich hab ich irgendwas zusammengebastelt, das zumindest auf nem Level war, wo ich mich nicht direkt dafür geschämt hab, das abzugeben.

An dem Punkt gings mir dann inzwischen auch schon echt richtig scheiße und meine STimme hatte sich komplett verabschiedet, aber Torte!

Meine Schule hat heute nämlich 20. Geburtstag gefeiert und das lass ich mir doch nicht entgehen!

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Als wir dann in die Cafeteria kamen, waren fast alle Tische schon belegt und so mussten wir uns in die Mitte an den Tisch setzten, auf dem auch die Torten stehen und das ist natürlich sehr tragisch gewesen.

Mårten und ich hatten übrigens die besonders tollen Plätze, nämlich genau da wo die Messer lagen und schlussendlich haben wir dann erstmal 20 Minuten damit verbracht, Torten zu schneiden und den Menschen aufzutun. Aber hey, dafür hatten wir die besten Plätze und die Schulleiterin war ganz verzückt von unserem „Engagement“.

Wir hatten übrigens 24 von diesen Torten.

Hab ich mal erwähnt, dass meine Schule zu viel Geld hat?

Ansonsten haben sie ehemalige Schüler eingeladen und da hab ich mal wieder so richtig gemerkt, wie sehr es diese Schule eigentlich liebt, sich selbst in den Himmel zu loben.

Die haben nämlich ausschließlich Menschen mit leicht tragischen Lebensgeschichten eingeladen, die dann erzählt haben, wie erfolgreich sie jetzt im (Berufs-)Leben sind und was für ne große Rolle diese Schule dabei gespielt hat.

Einer reist als Krisenberater von Konfliktland zu Konfliktland, der andere ist Präsident von irgend nem Studentenparlament und sitzt im Stadtrat und irgendwelchen Ausschüssen und was weiß ich.

Viktoria neben mir hat irgendwann völlig aufgegeben und ist nach Hause gegangen, die hat all die Lobesreden nicht mehr ausgehalten und auch ich hab mir irgendwann gewünscht, dass ich doch kein Schwedisch mehr verstehe und mir das Geschwafel nicht anhören müsste.

Danach ist Tara noch bis vor meine Wohnungstür mitgekommen, weil sie meinte, dass sie mich jetzt lange genug kennt um zu sagen, dass ich gut auf andere aufpassen kann, aber leider nicht auf mich selbst und deswegen passt sie jetzt auf, dass ich auf direktem Weg nach Hause gehe.

Hab ich gemacht und bin tot ins Bett gefallen und eingeschlafen.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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