(20.03.2019) Aiaiaiaiaiiiiiiiiii

Aber erstmal Theater und da haben wir genau nichts gemacht.

Also ernsthaft.

Wir haben ja jede Woche Proben und wenn an dem Tag dann nur Szenen geprobt werden, in denen man nicht drin ist,ja dann sitzt man auch gerne mal drei Stunden rum.

Wenigstens sitzen mindestens sieben andere auch noch rum und dann quatscht man halt, spielt Gitarre (auf einer mysteriös aufgetauchten Gitarre, bei der wir uns immer noch fragen wo Alexander die so schnell hergekriegt hat) und ist sich allgemein einig, dass das hier ne absolute Zeitverschwendung ist und dann man eigentlich auch hätte ausschlafen können.

Am Ende war dann tatsächlich noch mal ne Szene dran, wo alle dabei waren und um ehrlich zu sein sind das meine Lieblingsszenen.

Das sind dann nämlich die, wo alle Charaktere direkt zum Publikum sprechen.

Einer nach dem anderen kommt hinter dem Vorhang hervor, läuft schnurstracks auf seinen Platz und spricht irgend nen kurzen kryptischen Satz direkt zum Publikum und dann steht man, in Charakter und mit einer dementsprechenden Mischung aus Schmerz und Gleichgültigkeit im Gesicht und geht im Kopf den Text der anderen durch.

lovesong1x

lovesong2x

Und danach verschwinden alle wieder hinter den Vorhang und ich hoffe wirklich, dass das Publikum genau so verwirrt ist, wie die armen Schauspieler… denn wir wundern uns schon seit Wochen, wie genau wir diese Szenen eigentlich interpretieren sollen.

Aber hey, so war der einzige Satz, den ich heute gesagt hab tatsächlich „Och vissa rader är bara trams“ und und dann gings auch schon wieder zurück zu Odenplan, da wartete schließlich ne Chemiearbeit darauf, geschrieben zu werden.

Und oh my.

Ich hab die Arbeit aufgeschlagen und hab mich erstmal gefreut. Die meisten Aufgaben waren genau das, was ich gelernt hatte und waren dementsprechend ziemlich easy.

Dann kam was, über das Experiment von letzter Woche, wo ich aber krank im Bett lag und dementsprechend nicht besonders viel Ahnung vom Ablauf und irgendwelchen Beobachtungen hatte. Abey hey, das wird mir schon nicht das Genick brechen.

Dachte ich, bevor ich die Seite umschlug.

Und dann kam die Titration und ich hätte gern meinen Kopf auf die Tischplatte geschlagen.

Ja, rückblickend betrachtet hätte ich das auch irgendwie hinwurschteln können, denn aus der Titrationskurve hätte ich eigentlich alle Werte gekriegt, die ich gebraucht hätte und an sich ist es wirklich nur Säure-Base-Titration und kein Hexenwerk und hätt ich mir das vorher noch mal angeguckt, wärs auch gegangen… aber nicht wenn niemand sagt, dass es drankommt!

Wenigstens gings nicht nur mir so und die eine, mit der ich mich danach noch ne gute Stunde aufm Flur unterhalten hat, war ähnlich wenig begeistert und auch alle anderen, die aus dem Raum kamen und an uns vorbei gelaufen sind, waren kein bisschen amused und argh.

Danach kam allerdings Tara und alles war wieder vergessen.

Ich hab diesen Menschen so unendlich lieb, das kann ich gar nicht in Worte fassen.

Und so wurde es dann irgendwann halb acht und wir saßen noch immer in der Schule rum. Ernsthaft, wenn mich ein Mensch dazu kriegt, so lange freiwillig in der Schule zu sitzen, dann ist er wirklich besonders.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s