(03.02.2019) Mittwoch

Ich habe nichts gemacht. Genau wie mir empfohlen wurde.

Ich hab geschlafen, geschlafen und geschlafen. Irgendwann abends hat mein Gastpapa mich dann gefragt, ob ich was zu essen haben will und so hab ich mich dann in die Küche bewegt, ein paar Nudeln gegessen und bin danach wieder in mein Bett gekrochen.

Ich fühl mich ein bisschen k.o. aber das ist nicht verwunderlich und damit auch nicht besorgniserregend und folglich okay.

Irgendwer hatte dann die tolle Idee, abends gegen halb elf Spiegeleier zu braten und so roch dann die gesamte Wohnung nach Eiern und Essig und mir ist so kotzübel geworden, dass mir die Tränen gekommen sind. Es ist ein absoluter Traum gewesen.

Und nein, das ist ausnahmsweise mal keine Übertreibung, denn Hypersensibilität gegenüber Geräuschen, Gerüchen und allem Möglichen kann grade dann auftreten, wenn der Kopf aufgibt. Ist super witzig.

Aber abgesehen davon, it’s gonna be okay.

Irgendwie ist das Leben manchmal eigenartig und dann sitzt man so da und guckt sich andere Menschen an und denkt sich so „Was bei denen wohl im Leben schief läuft, wovon niemand irgendwas merkt?“ und dann fängt man an, sich seine kleine, semi-dystopische Welt auszumalen und dann wird alles ein kleines bisschen weniger schlimm.

Denn wenn wir mal ganz ehrlich sind, jeder sitzt in seiner eigenen Scheiße und auch wenn wir nicht alle die selbe Suppe auslöffeln, ists doch immer noch irgendwo die gleiche. Wir stecken alle irgendwo im Morast und der einzige Unterschied ist der, dass wir unterschiedlich gut darin sind, n schönes Bild außen drauf zu malen.

Das ist ehrlich gesagt ein wirklich beruhigender Gedanke. Vielleicht sitzen wir grade allein in dem Mist, aber wir sind nicht die einzigen.

Manchmal bringen mich die kleinsten Dinge an den Rand der Verzweiflung, einfach weil das kleinste Bisschen das Fass schon zum Überlaufen bringen kann und dann ist das so. Ich hab inzwischen Menschen kennengelernt, die mich dann in den Arm nehmen und die mich fest drücken und einfach bloß sagen „Ich kenn das, ist scheiße und das ist einfach so, aber ich bin hier“.

An dieser Stelle: Viktoria, falls du das hier jemals liest, das geht an dich. Du bist die Beste.

Ansonsten… äh gute Nacht.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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