(06.04.2019) Ai. Also Geburtstagsfeiern werden nicht unser absolutes Lieblingsding

Das war wohl die Quintessenz des Tages.

So bin ich dann heute Morgen irgendwann aufgewacht und hab zu meiner Entzückung festgestellt, dasss ich mich tatsächlich okay genug fühle, um sicher aus dem Haus zu kommen und so hab ich Tara, die mich zum vierten Mal besorgt fragte, ob ich wirklich  mitkommen will, ein für alle Mal erklärt, dass ich ganz sicher mitkomme.

Und so hab ich mir dann tatsächlich zum ersten Mal seit fünf Tagen Jens angezogen und hab das Haus verlassen um ein bisschen Sonne zu tanken.

Irgendwann war es dann vier, und mit einem Käsebrötchen (das ist wichtig anzumerken, denn ich habe endlich (endlich!!!) Käsebrötchen gefunden. Es schmeckt nach Heimat!) im Mund hab ich die letzten Sachen in meine Tasche geworfen und hab mich auf den Weg zu Tara gemacht… und war noch vor ihr zuhause und hab mich dann schon Mal selbst reingelassen und mich auf die Terrasse gesetzt.

Irgendwann kam dann Tara und ich hab mich heimlich gefreut, dass ich Kleider und Rücke und co wirklich hasse, denn das hat mir ganz schön viel Trouble beim Klamotten aussuchen gespart. Ich sah nämlich ungeführ aus wie immer.

Tara hat unter einem chronischen Fall von fried brain gelitten und so hat Essen, Tara in Klamotten stecken und aus der Tür wandern mal locker-flockig zweieinhalb Stunden gebraucht.

Schlussendlich waren wir dann aber doch irgendwann da und dann fing der ganze Spaß erst an.

Taras Freundinnen sind ja wirklich liebe Menschen, aber plötzlich waren da knapp 45 Menschen und Musik dröhnte und wir haben uns dann mehr so instinktiv in der Küche versteckt.

Das hat sich dann auch durch den ganzen Abend gezogen, denn ich bin kein großer Fan von Feiern, aber die arme Tara noch weniger und so haben wir dann irgendwann um kurz nach neun völlig aufgegeben und sind in den Wintergarten geflüchtet und saßen dann da in Decken gepackt.

Tara hat mir immer wieder versichert, dass sie dann doch sehr froh ist, dass ich da war und ich hab mehr als ein Mal aus Reflex gesagt „Ich bin auch froh, dass ich hier nicht alleine bin“ und dann ist mir eingefallen, dass ich ohne Tara eh nicht hier wär.

Irgendwann gegen elf hat sie mich dann nur noch angeguckt und gefragt, ob ich wirklich wirklich dringend noch dableiben will, ansonsten würde sie ihre Mama jetzt mal fragen, ob sie uns nicht abholen wollen würde, und so sollte es geschehen.

Und keine halbe Stunde später saßen wir in Taras Zimmer und waren uns sehr sehr (sehr) einig, dass wir alle weiteren Geburtstage dieser Art vermeiden und uns für eigene Feierlichkeiten dann doch auf den engsten Freundeskreis und Marshmallows im Garten beschränken.

Das Ding mit Tara ist, dass wir – egal wie müde wir sind – dazu neigen, uns festzuquatschen. Immer. Überall.

Und irgendwann war es mehr so drei und wir waren beide halb hirntot, als wir endlich eingeschlafen sind.

Ich glaube wir haben die Nacht noch irgendwelche semi-dämlichen Entscheidungen gefällt, aber hey, wir sind uns auch ehrlich gesagt nicht mehr so sicher.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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