(09.04.2019) Det centrala innehållet ska inte röras

„Der zentrale Inhalt soll nicht verändert werden“. Dieser Satz zog sich als Leitfaden durch meine Schwedischklassenarbeit heute.

Über Physik rede ich einfach gar nicht erst, weil der Referendar mir grade mein Lieblingsthema zerstört und das deprimiert mich und ne, einfach nein.

Natürlich herrschte vor dem Aufsatz erstmal allgemeine Panik, was völlig verständlich ist. Und dann wurde es eigentlich nur noch besser und dass ich das grade ernsthaft geschrieben hab und auch so meine, überrascht mich dann doch ziemlich.

Wir haben darüber geschrieben, ob wir der Meinung sind, dass die Minoritätssprache, über die wir damals unser Referat gehalten haben, ein Teil des Kurses „Schwedisch 2“ werden soll. Wir mit unserer Zeichensprache haben aber ne andere Aufgabenstellung bekommen, und da fing mein Glück an.

Ich darf mein Handy als Wörterbuch benutzen, was wahrscheinlich die größte Hilfe ist, die es gibt. Es muss zwar im Flugmodus sein, also kann ich keine Dinge googlen, aber auch das offline Wörterbuch, dass ich runtergeladen hab, ist super, einfach weils natürlich viel schneller geht, wenn man n Wort nur eintippen muss, anstatt wenn man durch die Seiten von nem richten Buch blättern muss.

Und so hab ich genau das selbe gemacht wie immer, ich hab mir nicht den Standpunkt rausgesucht, den ich persönlich vertrete, sondern ich hab den genommen, für den ich innerhalb von etwa zweieinhalb Minuten die meisten Argumente gefunden hab.

Also tut es mir leid, aber die schwedische Zeichensprache wird leider kein Teil des Kurses.

Dazu aber dann Donnerstag mehr, wenn der Aufsatz in seiner endgültigen Form geschrieben ist, denn wir bekommen Donnerstag noch mal zwei Stunden zum Weiterschreiben.

Danach bin ich ganz schnell nach Hause gelaufen, hab meine Sachen in mein Zimmer geschmissen und bin direkt zurück in die Stadt, schließlich musste ich ja noch den restlichen Kram fürs Osterpaket zusammensuchen.

In Gamla Stan hab ich mich dann erstmal ne knappe halbe Stunde in nem kleinen Laden mit ner alten Dame festgequatscht. Ich stand nämlich da rum und hab gezählt wie viele Familienmitglieder ich eigentlich hab und sie meinte dann nur so „Jag har en miniräknare om det skulle hjälpa“ und ich meinte dann aber auch nur so „Tack, men jag försöker komma på hur många familjemedlemma jag har… jag vill inte att typ min farmor ringer och säger ‚Men Jenna, har du glömt mig?'“ und irgendwie haben wir dann angefangen uns zu unterhalten und irgendwann hatte sie dann gefragt, woher ich komme, weil sie meinen Akzent nicht zuordnen kann… Und dann hat sie erzählt, dass sie vor 50 Jahren auch mal an meiner Stelle war, als junges Mädel in Stockholm, nur, dass sie aus den USA kam und nicht aus Deutschland.

Ich glaub da lauf ich jetzt öfter mal vorbei um hallo zu sagen.

Oh, und dann hatte es wieder angefangen zu schneien… aber das hatte es auch schon, als ich auf dem Weg dahin mit Oma telefoniert hatte.

Ansonsten hab ich gar nicht mehr viel gemacht, außer den Karton zu packen und irgendwann dann ziemlich totmüde ins Bett zu kippen.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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