(11.04.2019) Uppsatsskrivning 2.0

Oh yay. Und zurück zum Aufsatz.

Ein kleiner, übergebliebener Teil von mir freut sich ja doch noch, dass ich 10 Jahre des deutschen Schulsystems mitgenommen hab, denn so bin ichs gewöhnt, für Klassenarbeiten immer nur 90 Minuten zu haben.

Deswegen ists plötzlich unendlicher Luxus, wenn man zusammengerechnet vier Stunden bekommt.

Dann hab ich nämlich am Anfang Zeit, wie ne Besessene drauflos zu schreiben und wenn das Wortlimit erreicht ist und/oder wenn ich alles wichtige untergebracht hab, kann ich anfangen, Dinge umzustrukturieren, nach Formulierungen zu suchen, die schwedische Grammatik verfluchen (speziell den Passiv, der kann mich mal!!!), irgendwelche Sätze noch acht mal neu schreiben, nur um dann doch beim Original zu bleiben… und plötzlich sind auch vier Stunden locker vergangen.

Woher kommen plötzlich vier? Zu den zweieinhalb, die wir Dienstag hatten, kamen heute nochmal eineinhalb, und davor hatten wir 15 Minuten Zeit, unsere Gruppenmitglieder lustige Dinge zu fragen, sie durch unsere Texte durchlesen lassen und was weiß ich nicht was.

Und dann kam das, was mich wirklich scheiße stolz gemacht hat.

Sie haben beide meine Einleitung geklaut (also sie haben schon gefragt, ob sie dürfen), aber trotzdem. Ich mein, ich lern jetzt seit ein bisschen mehr als sieben Monaten Schwedisch und anscheinend ist es gut genug, dass die Eingeborenen meinen Text klauen wollen. Ach man was hab ich mich gefreut.

Das war dann die Motivation, die ich gebraucht hab, um dann doch noch mal alles umzustrukturieren, komplizierte Satzkonstruktionen zu basteln (okay, ich hab mein geliebtes Beamtendeutsch (hi Mama, das hast du mir schön beigebracht) ins Schwedische übersetzt, so wörtlich wie es ging, ohne dass es komisch klingt), und inhaltlich einen kompletten Paragraphen rauszustreichen.

Physik war danach war… interesting.

Wir haben ein lustiges Experiment in Sachen Halbwertszeit von Protactinium (234Pa) gemacht, dessen Messwerte aber echt all over the place waren und an sich recht sinnfrei, aber unser Physiklehrer meinte dann auch nur so „Na wir tun jetzt mal so, als hätten wir keine Vorkenntnisse und wüssten nicht, dass die Messwerte völliger Humbug sind“ und hey, es sind Zahlen. man kann sie zum Rechnen benutzen. Es kam auch eine andere Zahl am Ende raus… die war nur – wie ein ganz schneller Blick in die Nuklidkarte (fast hätte ich Periodensystem gesagt… oh man) verriet – furchtbar falsch war. Aber hey. Was solls.

Danach fing der Spaß dann richtig an.

Wir müssen morgen diese beschissene Geschichts-Mindmap abgeben… und es lief doch so gut, also das mit dem ich-rede-mir-ganz-fest-ein-dass-es-mich-echt-nen-Scheiß-interessiert… äh ja, ja ne.

Ich hab mich dann also auf meinen Hintern gesetzt und nach sechs Stunden festgestellt, dass mal eben sechs Stunden vergangen sind… aber dafür hatte ich eine Mindmap.

Eine historisch ziemlich falsche Mindmap, aber das geht mir jetzt echt komplett am Arsch vorbei, denn wenigstens sieht sie hübsch aus. Pah. Scheiß doch auf Akkuratheit. Pfff.

And once again 4.0 (1).png

Warum der Murks sechs Stunden gedauert hat? Weil Mindomo die größte Scheiße auf Erden ist. Ernsthaft. Nie wieder. Aber jetzt ist es ja fertig.

Danach bin ich völlig tot ins Bett gefallen und wollte mit nichts und niemandem mehr was zu tun haben.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s