(16.04.2019) Ich möchte spontan meine Beine ampuieren

Abgesehen davon war heut einer der grandiosesten Tage seit langem! Oder genau deswegen. Also das eine war mehr so eine Nebenwirkung des anderen. Na wie auch immer.

Ich hab mich heute morgen aus dem Bett gerollt, hab mehr so nebenbei Frühstück in mich reingestopft, hab meine Tasche zusammengepackt und bin aus dem Haus gestolpert, immerhin hatten Tara und ich ja Pläne.

Ich hab dann festgestellt, dass Coop Kladdkaka verkauft und konnte natürlich nicht widerstehen und hab dann – zusammen mit einem Berg Keksen – einen ganzen Kuchen gekauft.

Was könnte man mehr vom Leben wollen?

Tara hat mich dann schon ne Station früher eingesammelt, denn so sind wir rein zufällig am Supermarkt vorbeigekommen und konnten praktischerweise noch mehr Süßkram kaufen. Na wir wollten uns ja eh bewegen.

Zuhause haben wir dann eigentlich nur noch die Rucksäcke gepackt, haben die Flaschen aufgefüllt und haben uns dann auf die Fahrräder geschwungen und schwupp waren wir auf dem Weg in den Tyresta Nationalpark.

Durch den Wald, wo wir neulich schon durch die Bäume gekraxelt sind, dann durch noch mehr Wald, dann durch ein bisschen Häuser, denn der Waldweg, den wir nehmen wollten, war wegen Bauarbeiten geschlossen.

Und irgendwann, nach langem herumradeln, waren wir dann in irgendeinem lustigen Naturreservoir und scheiße man, das war unglaublich schön da!

Es sah ein bisschen aus, als hätte jemand den Harz und den Salzgittersee genetisch vereint, das ganze Tyresta genannt und et voilà, da hätten wir den Nationalpark.

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Wir sehen doch alle diesen lustigen Berg da links oben in der Ecke, oder? Der ist höher als er aussieht und wir – blöd wie wir waren – wollten unbedingt oben drauf.

Gesagt, getan.

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Ansonsten saß man da oben wirklich nett… bis der Wind aufkam und uns Dreck in die Brötchen gepustet hat… das war dann der Punkt, wo wir unsere gesamte Picknickdecke en bloc angehoben haben und irgendwo rechts zwischen den Bäumen verschwunden sind.

Wenn man jetzt noch Dinge sehen wollte oder Sonne abkriegen, musste man sich in ein Äffchen verwandeln.

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Das großartigste Ding überhaupt ist übrigens die Tatsache, dass Tara genau so ist wie ich und dementsprechend ohne ein zweites Mal nachzudenken auch in den Baum gekraxelt ist. Und dann saßen wir da. Wie so wie Affen. Oder mehr so Faultiere.

Speaking of Faultiere:

Ich fotografiere doch jetzt wieder auf Film. Einfach bloß weil ichs kann.

Irgendwann sind wir dann doch auch wieder von unserem Berg runtergeklettert und haben – wie Menschen, die dieses Jahr noch 18 werden das so machen – das Klettergerüst beschlagnahmt.

Ja natürlich, ich bin völlig bereit für dieses ominöse „Erwachsensein“!

Tatsächlich sind wir dann aber doch irgendwann (mit Umweg zu den Ziegen) auf den Weg nach Hause gemacht. Taras Papa hats im Rücken und irgendwer musste ja deswegen mit Legolas rausgehen. Also wir. Wir haben das große Los gezogen.

Aber erstmal mussten wir ja irgendwie bis nach Hause kommen und das war irgendwie nur so mäßig cool. Da sind so viele Berge, das ist mehr wie die Alpen und nicht grade wie irgendwas, was man sich jetzt per se unter „Stockholm“ vorstellt.

Als wir dann tatsächlich zuhause waren, sind wir mehr so zusammengebrochen und als ihre Mutter dann raus gekommen ist, hat sie doch etwas besorgt ausgesehen… und uns dann Torte gebracht.

Schlussendlich haben wir dann doch irgendwann Legolas geschnappt und der hat heute so viel Zeit zum Dinge beschnüffeln gekriegt, wie er haben wollte… denn Tara und mir war nicht so wirklich zum Laufen zu Mute.

Und dann kamen wir an einem See vorbei… und Tara hat mir ihren kleinen Rückzugsort gezeigt. Also den Platz, wo sie sich hinverkrümelt, wenn sie allein sein will. Da, wo man keine Menschen mit hinbringt.

Und doch hat sie mich über den kleinen halb versunkenen Steg mit da raus genommen… hab ich schon mal erwähnt, wie froh ich bin, diesen Menschen in meinem Leben zu haben?

Sehr froh. Froher, als irgendwelche Worte auf dieser Welt beschreiben können.

Es folgen ein paar Bilder.

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Irgendwann, nachdem wir dann doch ne Stunde da draußen rumsaßen, haben wir dann doch mal auf den Weg gemacht, denn irgendwie wurdes dunkel und kalt da.

Ich dann hab ich bloß noch meinen Kram zusammengepackt und hab mich auf den Weg nach Hause gemacht… wir waren doch beide mehr so halb tot.

Aber glücklich. Ehrlich glücklich.

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Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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