(18.04.2019) Same procedure as last year… äh sunday

Es ist Donnerstag.

Donnerstag bedeutet, dass heute die Putzfrau (das klingt irgendwie so abwertend, aber alle von Google vorgeschlagenen Synonyme klingen auch mittelmäßig bekloppt… ich könnte vielleicht Raumpflegerin sagen?) kommt und deswegen müssen alle vor neun aus der Wohnung raus.

Das Wetter ist eh unglaublich schön und so hab ich mich – mit Proviant bewaffnet, ich bin ja nicht blöd – auf den Weg raus in die Scheren gemacht.

Streckenmäßig wars fast genau der gleiche Weg wie Sonntag, nur dass ich dieses Mal schlauer war, und gleich den Bus zur KTH (kungliga tekniska högskolan) genommen hab und da in die 670 gestiegen bin. Spart Nerven!

Als ich dann irgendwie in Rindö aufs Boot gestiegen bin, hats mir dann doch etwas die Sprache verschlagen. Baffled wär glaub ich das passende Wort.

Mein Kopf kann noch immer, nach sage und schreibe ganzen acht Monaten, manchmal nicht ganz glauben, dass ich hier wirklich wohne, dass das keine Illusion ist. Das hier ist der schönste Platz auf Erden.

Irgendwann bin ich dann schlussendlich auf Värmdö angekommen und hab mich auf die Blanken am Wasser geworfen.

Und während ich da so rumgelegen hab, QualityLand (von Marc-Uwe Kling) gelesen hab und auf den Steinen am Wasser rumgeturnt bin, hat mir die Sonne auf den Dez geschienen… und dämlich wie ich war, dachte ich mir so „Neee, schwedische Sonne im April kann gar nicht so stark sein. Das wär ja strange“. Wie dumm ein einzelner Mensch auch sein kann!

Aber zurück zu QualityLand. Ich glaub das ist tatsächlich eins der besten Bücher, die ich je gelesen hab. Dystopie, Science-Fiction und Satire sind ja quasi meine drei Lieblingsdinge in Sachen und der Herr Kling hat sie wundervoll zusammengebastelt! Ernsthaft! Das grandioseste, was ich seit langem gelesen hab!

[Hier ein Link zu einer Lesung]

Ansonsten wär ich fast ins Wasser gefallen. Mehrmals.

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Aus dem ganz simplen Grund, weil ich die Steine angeguckt hab und mir so dachte hmmm, da kann man doch bestimmt super nen Handstand drauf machen… das muss ich mal testen!

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Ich hab nie gesagt, dass ich besonders schlaue Entscheidungen treffe. Echt nicht.

Abgesehen davon hab ich mich dann zum Yogi bekannt (hier bitte sarkastisches Lachen einfügen).

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Schlussendlich hatte ich mein Buch irgendwann fertig gelesen, meine Brötchen gegessen und meine Arme hatten langsam ne ungesunde Farbe. Unpraktisch.

Und so hab ich dann den Nachhauseweg angetreten.

Ich weiß nicht was genau da bei mir falsch läuft, aber irgendwie mag ichs, im Bus zu sitzen. Es schaukelt ein bisschen, man sieht ganz viel von der Walachei und schlussendlich kommt man am Ziel an, ohne auch bloß den kleinen Finger rühren zu müssen.

Viel mehr ist auch gar nicht passiert. Der Kiwihüter und ich haben Burger gemacht und ich hab danach meine Arme in Eiswasser gehängt, die waren doch mehr so leuchtend rot.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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