(20.04.2019) Back to the 50s

Welch Wunder, mein Tag hat damit begonnen, dass ich aufgewacht bin. Wär auch ein langweiliger Blogpost, wenn das nicht so gewesen wäre.

Wir haben dann alle zusammen gefrühstückt und irgendwann haben wir uns aufgerafft und sind ans Wasser gefahren um ein bisschen spazieren zu gehen, bevor sie mich dann irgendwann zurück zur U-Bahn gebracht haben.

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Irgendwie erscheint mir Stockholm immer noch wie son mystischer Ort, der einfach zu schön ist, um außerhalb von irgendwelchen Träumen zu existieren. Es ist auch kein weit entfernter Urlaubsort, es ist eine ganz normale Stadt, in der ganz normalen Menschen leben.

Okay, vielleicht sind die Stockholmer ein kleines bisschen netter als all die anderen Menschen, aber ich bin da eventuell auch ein bisschen befangen.

Ansonsten haben wir noch Vogelviecher gesehen.

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Irgendwann haben sie mich dann zurück zur U-Bahn gebracht und ich hatte dann tatsächlich noch genug Zeit, um zuhause vorbeizusprinten und einen Teil meines Gedöns abzulegen, bevor ich zurück zur U-Bahn gelaufen bin und mich auf den Weg zu Tara gemacht hab.

Die kam mir mit Legolas (dem weltflauschigsten und gleichzeitig einzig akzeptablen Hund) schon entgegen und so sind wir schlussendlich doch erstmal wieder zu ihr nach Hause gelaufen.

Ich glaub wirklich es gibt keinen zweiten Menschen auf dieser Welt der so anders und der doch auf exakt die selbe Art und Weise völlig bekloppt ist.

Wir sind dann aber erstmal mit ihren Eltern auf der Terrasse versackt und haben über Gott und die Welt geredet. Also wirklich. Ich hab diese ganze Familie so ins Herz geschlossen, samt allen ihren Eigenarten. Ich weiß gar nicht genau warum, vielleicht weil ihre Mama genau so Austauschschülerin in Schweden war und so all meine „exchange student struggels“ bestens kennt und sich daher jedes „Ah yea, I get it“ wirklich anfühlt als ob sie wirklich versteht was ich meine, oder vielleicht weil ihr Papa den trockensten Humor der Welt hat und liebend gern Witze auf Kosten anderer macht, aber in the best way possible. Ich kanns wirklich nicht erklären.

Na auf jeden Fall haben wir uns dann irgendwann Eis besorgt, ein bisschen im Garten rumgesessen und irgendwann hatte Tara da ein kleines Grinsen im Gesicht. Zum Glück kenne ich sie inzwischen gut genug, dass ich das deuten kann – und so fanden wir uns Sekunden später im Apfelbaum wieder.

Dann kam das Kind in uns durch und als wir irgendwann wieder ins Haus sind, weil uns ja aufgefallen war, dass wir eigentlich Pläne hatten, hat ihre Mutter uns direkt wieder vor die Tür geschickt, wir seien „voller Moos und Stöcker und das will sie nicht im Teppich“. Pah.

Ich glaube Tara hat dann ihren gesamten Kleiderschrank auf den Kopf gestellt und neben mir auf dem Bett stapelte sich ein Haufen mit dem Titel „passt farblich nicht zusammen“ (von dem ich bei etwa zwei Dritteln gesagt hätte, dass sie farblich identisch sind), schlussendlich hat mein Einfluss sich durchgesetzt und es wurde größtenteils schwarz. Ha. Das Leben kann so einfach sein.

Ihr Papa hat uns dann nach Haninge gefahren, denn dort haben sie Rollers & Bowlers.

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Da drinnen siehts aus wie son amerikanisches Dinner aus den 50s, und obendrauf haben sie – wie bei dem Namen wohl zu erwarten ist, witzig Jenna – Bowlingbahnen und ne Rollschuhbahn.

Wir haben dann erstmal das ganze Ding ausgekundschaftet und dann das Essen getestet, schließlich war das ja der Grund warum wir da waren… wir wollten schauen ob man da gut nen Geburtstag feiern könnte.

Ja kann man. Es gibt viel Essen. Und wars minimal schlecht.

Wir sind dann erstmal vor die Tür, denn niemand hatte die Absicht auf die Rollschuhbahn zu reiern.

Und dann war da wieder einer dieser Momente, in denen alles okay ist. Wenn man mit seiner besten Freundin auf einem Felsen sitzt, das Gesicht in die Abendsonne hält und den Kopf ausmacht, dann ist wirklich gnz kurz alles in Ordnung.

Irgendwann wurde es dann doch zu kalt und wir haben uns auf den Weg zurück zur Rollschuhbahn gemacht.

[Übrigens hatten die alles voll mit diesen Blechschildern hängen…dazwischen auch ganz viele deutsche.]

 

Ich sags mal so… niemand von uns konnte sich erinnern, jemals vorher Rollschuhe an den Füßen gehabt zu haben.

Zu meiner Überraschung ist das aber gar nicht so schwierig, man muss nur alles vergessen, was man beim Inlineskaten gelernt hat und dann geht das super.

Die Musik war ne lustige Mischung aus Elvis Presley, Michael Jackson und dem, was da im Video läuft… ich hab keinen Plan was das ist.

Nach dem wackligen ersten Versuchen aus dem Video wurdes dann aber tatsächlich nach und nach besser und irgendwann waren wir so weit, dass die ersten Pirouettenversuche starteten. Die Betonung lag am Anfang aber definitiv mehr auf versuchen, und wir lagen auf dem Boden.

Irgendwann waren wir dann definitiv fertig und wir haben uns auf den Weg nach Hause gemacht. Mit dem Bus. Beste Idee ever. Ähm ja.

Es ist ja immer n gutes Zeichen, wenn der Bus einfach beschließt „Hier ist Endstation“ und noch schöner ist das, wenn man dann plötzlich allein in Brandbergen Centrum steht und sich dann auch irgendwie fragt, wie man da bitte wieder wegkommen soll.

Im Endeffekt habens wirs dann ja nach Hause geschafft und dann saßen wir noch n bisschen mit ihren Eltern zusammen, bevor ihre Mutter auf dem Sofa eingeschlafen ist und wir dann hochgeschlichen sind weil uns irgendwie aufgefallen ist, dass wir eventuell vielleicht noch mal Laken aufs Bett ziehen sollten. Also nur ganz eventuell. Muss ja auch nicht.

Ansonsten haben wir nicht mehr viel gemacht und vor allem bin ich mir nicht mehr ganz sicher, was genau es mit folgender Liste auf sich hat:

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Ich glaub dabei belass ichs jetzt erstmal.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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