(21.04.2019) Legolas, Schaukeln und Bilder, die der Welt nicht sehen sollte

Und deswegen kriegt sie die Welt auch nicht zu sehen, das wär unfair.

Das einzige, was mich heute Morgen aufgeweckt hat, war der Wecker von gestern, den ich vergessen hatte auszustellen, denn Tara würde mich nie im Leben aufwecken.

Wie ihre Mutter dann beim Frühstück nämlich erklärte „Ach Tara kam um sieben schon mal runter und ich hab gefragt, wo du denn bist und warum sie dich nicht aufgeweckt hat, aber sie meinte, dass du deinen Schlaf brauchst“.

Wir lagen dann also noch ein bisschen im Bett rum, bis uns aufgefallen ist, dass wir uns eventuell mal um Frühstück kümmern sollten. Und so haben wir – also die ganze Familie – uns dann zum Osterfrühstück versammelt. Hab ich mal erwähnt, wie unfassbar lieb diese Familie ist?

Als ich meinte, dass ich so gegen eins los müsste, weil ich noch zu Ante wollte, den ich seit Ewigkeiten schon nicht mehr gesehen hatte, klangen sie ernsthaft ein bisschen geknickt, dass ich gar nicht zum „easter dinner“ da bin… und haben mich prompt fürs nächste Wochendende eingeladen, wenn bei ihnen die ganze Verwandschaft kommt und sie das serbische Ostern feiern.

Ich verdiene so viele tolle Menschen gar nicht. Echt nicht.

Irgendwann waren wir dann fertig und nachdem ich mich kurz im Keller verlaufen hatte (beim Versuch das Eierkörbchen wieder an seinen dafür vorgesehenen Platz zu bringen), haben wir uns raus in den Garten geschmissen.

Ihr Vater hat uns dann irgendwann die Hängeschaukel für den Apfelbaum rausgeholt und wer wär ich denn, wenn ich mich nicht erstmal ne Viertelstunde im Kreis gedreht hätte… und danach bäuchlings aus der Schaukel gekippt bin… aber das erzählen wir einfach keinem.

Wir haben dann ein bisschen mit Legolas gespielt (und dem Nachbarsmädchen, denn die wollte auch mit Legolas spielen und war dann gezwungen, es mit uns auszuhalten).

Schlussendlich musste ich dann tatsächlich los und wir haben dann einen klitzekleinen Umweg über den Steg genommen, den mir Tara vor ein paar Tagen gezeigt hat.

Ich hab nicht ein einziges Foto gemacht heute und das einzige, was das Datum 21.04.2019 trägt, ist dieses ominöse Video:

Zurück in die Stadt zu kommen war dann doch mehr son Abenteuer.

Die Hälfte der Busse fuhr nicht und als ich dann endlich an der U-Bahn ankam, stand auf der Anzeigetafel plötzlich, dass zwischen Slussen und T-Centralen keine U-Bahnen dieser Linie mehr fahren.

Mir war das alles zu blöd und so hab ich mich schlussendlich in nen Bus geworfen und war dann irgendwie noch halbwegs pünktlich da.

Ante und ich haben Star Wars geschaut, über dieses und jenes geredet und dann hat sich mein Kopf wieder zu Wort gemeldet.

Ich hab seit Tagen wieder so lustige underlying (unterliegend? Ist das ein Wort) Kopfschmerzen, die einfach nicht weggehen. Egal was ich mache. Aber sie sind auszuhalten und Tara (die ja eh meine Gedanken lesen kann, glaub ich) muss mich nur angucken und weiß was grade hilft. In 97,3% der Fälle ist das übrigens einfach bloß mein Gehirn auf Trapp halten.

Aber wenn man bloß da sitzt und nen Film schaut, dann ist in meinem Kopf nicht viel los und dann wird das unspaßig.

Schlussendlich musste ich dann eh los, meine Gastfamilie kam heute vom Land wieder und wollten indisch essen gehen.

Ich wollte eigentlich einfach bloß nach Hause laufen als dann irgendwie alles nur noch schlimmer wurde in meinem Kopf und weil ich jedes Aufsetzten des Fußes direkt oben im Kopf spüren konnte, hab ich mich dann doch erstmal auf ne Bank gesetzt und Mama angerufen, mit irgendwem musste ich ja reden damit die ätzende Leere in meinem Kopf weggeht.

Irgendwann war ich dann doch zuhause, hatte genug Zeit um irgendwas gegen die Kopfschmerzen einzuwerfen (auch wenns effektiv nicht besonders viel hilft, da ich mich grade nicht wirklich wieder ins Bett verkriechen konnte (und wollte), war das die beste Lösung) und grade als wir los wollten, hat Tara angerufen.

Die hat sich Sorgen gemacht, dass irgendwas passiert ist und wollte nur wissen, was los ist.

Ich sag ja, ich verdiene all diese lieben Menschen nicht.

Im Endeffekt hatte ich dann das gleiche, was ich immer esse, nämlich irgendwelches Hühnchen mit Reis und es hat auch geschmeckt wie immer, da konnte jetzt nicht viel schief gehen.

Zuhause hab ich mich dann aber doch direkt ins Bett geschmissen, ich war einfach nur noch durch mit den Nerven.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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