(30.04.2019) Mützenwerfen und Walpurgisnacht

In Physik gings heute weiterhin um Strahlung und das war klasse, weils endlich was ist, wo ich Ahnung von hab. Also nicht übermäßig viel, aber seit dem gandiosen Referat über Strahlung letztes Jahr in Deutschland, haben sich da einige lustige Fakten eingebrannt.

Während der Mittagspause haben wir dann festgestellt, dass niemand von uns seine mündliche Prüfung heute hat und so hatten wir mal locker-flockig vier Stunden totzuschlagen, bis die Chormenschen dann mit singen dran waren, denn heute ist Mösspåtagning (quasi „Mützenaufsetzen“), also der Tag, an dem alle die, die dieses Jahr ihren Abschluss machen ihre Studentmössor („Abiturientenmützen“) aufsetzen und bei dieser lustigen Veranstaltung singt natürlich der Chor.

Jetzt hatten wir aber erstmal vier Stunden Zeit.

Wie finden wir das? Ganz toll.

Wie dem auch sei. Wir haben die vier Stunden natürlich rumgekriegt, wir haben uns nämlich auch nach acht Monaten was zu erzählen.

Und dann wars irgendwann so weit, alle Schulabgänger versammelten sich, hielten ihre Mützen in der Hand, hörten dem Chor zu und irgendwann kam dann der große Moment, wo sie endlich die Mützen aufsetzen durften.

Danach musste Viktoria dann schnell nach Hause und auch der Rest ging seinen eigenen Wegen nach, denn schließlich ist heute ja Walpurgisnacht (oder auch Valborg bzw Valborgsmässoafton) und da gibt es traditionell großes Feuerchen (Majbrasa).

Tara und ich hatten Hunger und außerdem ja noch massig Zeit, bevor Linnea uns abholt.

Wir sind dann also zu Pizza Hut. In Rotebro. Da wollte ich schon immer mal hin.

Nein okay, es war einfach nur der Pizza Hut, der am nächsten an Linnea dran ist und wir dachten, dass wir ihr ja mal entgegen kommen könnten.

Schlussendlich waren wir dan aber viel zu früh und wir hatten noch verdammt viel Zeit und so sind Tara, Linnea und ich dann los und haben uns Upplands Väsby angeguckt und alter Schwede, es ist völlig Schnuppe wo in Schweden man ist, es ist immer unfassbar schön.

20190430_184004.jpg

Ich finds immer spannend, wenn man sieht, wo Menschen aufgewachsen sind, die man erst später im Leben kennengelernt hat. Ich kann mir irgendwie immer nicht vorstellen, dass diese Menschen ja auch mal klein waren, und so ist in meinem Kopf dann einfach bloß eine geschrumpfte Version von Linnea rumgelaufen, also sie uns ihre alte Grundschule gezeigt.

Alle anderen Bilder hab ich übrigens mit der Filmkamera gemacht und die müssen erst noch entwickelt werden.

Irgendwann wurdes dann Zeit fürs Feuer und da hat Linnea uns dann erstmal nur abgesetzt, denn die musste (oder wollte) noch den Rest abholen.

Da waren viele Menschen. Sehr viele. Vergleich das Mal mit so nem deutschen Osterfeuer.

Screenshot_20190505-142709.png

Hinter uns standen auch noch Menschen, und der ganzen Berg da rechts hoch war auch voll.

Da unten Links hat irgendwann dann ein Renter-Blasorchester gespielt und irgendwann war dann das Feuer auch voll im gang.

Und so saßen wir dann da am Feuer (wir haben uns ganz unschwedisch einfach durchgedrängelt) und waren glücklich.

 

Irgendwann kamen dann auch Linnea und der rest und nachdem wir uns dann im Dunkeln noch mal Upplands Väsby angeguckt hatten, waren wir dann so um eins auch alle wieder zuhause.

Müde.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s