(04.05.2019) Nix, nix und wieder nix

Akkurate Beschreibung meines Tages.

Ich hab nämlich beschlossen, heut nix zu tun. Manchmal muss man auch mal absolut gar nichts machen, zumindest wenn man plant in den kommenden Tagen zu funktionieren.

Im Endeffekt hab ich dann also im Bett gelegen, hab – und es ist immer noch ein wenig cringeworthy das zu sagen – Minecraft gespielt und äh ja, ich wünschte ich könnte sagen ich hätte mehr als das gemacht, aber ganz ehrlich, das war alles. Ich nehms zurück, ich wünsch mir nicht mal, dass ich mehr gemacht hätte, das war alles gut so wie es ist.

Irgendwann bin ich dann aber doch tatsächlich kurz ausm Bett gefallen und hab sogar das Haus verlassen… aber auch nur um Schokopudding zu kaufen. Ich weiß, ich weiß, living the most healthy life.

Ansonsten hab ich abends noch mit Mama geskypt und wirklich, das war alles.

Ansonsten geh ich morgen meine alte Gastfamilie besuchen und vormittags muss ich mich dann mal wieder um meinen Blog kümmern, da häng ich ja doch son bisschen hinterher mit allem. Aber heute hatte ich mir ja vorgenommen überhaupt nix zu tun und das Haus zu verlassen und Pudding zu beschaffen hat das Maß an Produktivität eigentlich schon überstiegen.

Ansonsten hab ich ein neues Kent-Lied entdeckt und scheiße man, wahrscheinlich ist das eines der brillantesten, die sie je gemacht haben.

Ich mag vor allem die Lyrics. Also mögen ist das falsche Wort. Sie treffen mitten ins Herz.

Mama hat mal gesagt „Ich will da wirklich nicht in deiner Haut stecken“ und ehrlich gesagt… grade will ich auch nicht. Und das ist super strange, weil ich alles dafür geben würde, um hier nicht wegzumüssen. Dabei bin doch ich, der Mensch, der in dieser Haut steckt, der einzige Mensch, der grade genau hier ist, der in meiner Position ist. Niemand außer mir kann das hier erleben, kann genau das tun, was ich doch eigentlich will, aber so kann auch niemand anders den Schmerz fühlen, der Schmerz der unweigerlich da ist wenn man weiß, dass man seine besten Freunde bald zurücklassen muss.

Mit dem Gefühl von endloser Freiheit kommt dieses Gefühl von Unnahbarkeit, von Unendlichkeit, von Glückseligkeit. Es fühlt sich an, als könnte einem niemand was anhaben. Oder vielleicht kommt das Gefühl von Freiheit auch erst mit dem Gefühl von Unnahbarkeit. Ich weiß es nicht.

Ich weiß noch, dass Tara und ich vor ein paar Wochen auf einem Steg lagen, die Arme überm Wasser baumelnd und irgendwann haben wir auch einfach aufgehört zu reden. Aber keine Worte der Welt wären für den Moment angemessen gewesen. Das war einer der Momente wo alles okay war.

„Andas in och andas ut
Orkar jag så orkar du“

Ich weiß nicht wohin dieser Gedankenstrang mal gehen sollte. Ich bin zu müde.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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