(10.05.2019) Sie und ihr Dialekt… sie können mich mal

Ich glaub das war so in etwa der der Gedanke, den heute um zwölf ein ganzer Jahrgang hatte. Inklusive denen, die zu stolz sind, es zuzugeben.

Heute um neun stand dann für mich also der vorletzte Englischtest hier in Schweden an und ganz ehrlich, das Niveau dessen, hier in Englisch abgefragt wird, ist höher als das, was im deutschen Abitur drankommt. Dementsprechend sind meine Nerven langfristig gesehen beruhigt, aber jetzt, in diesem Moment, wollte ich doch gerne aufgeben.

Es ist immer schön, wenn man den Leseteil aufschlägt, die erste Frage anschaut und einem auffällt, dass man sich bei vier der fünf Wörter irgendwie nicht mal sicher ist, was sie heißen.

An dieser Stelle dann ein gigantomanisches Danke an meine Englischlehrerin, die mir beigebracht hat, was man in SItuationen macht und schlussendlich ging der Leseteil dann auch tatsächlich ganz gut und ich war so früh fertig, dass ich tatsächlich ne halbe Stunde vor Ablauf der Zeit raus durfte. Also das waren auch genau die zwei Möglichkeiten. Entweder man ist um 10:30 raus, oder wer schnell fertig war, durfte halt um 10:00 schon raus, was dann halt bedeutet, dass man mehr Pause hat zwischen Lese- und Hörverstehen.

Äh ja… Hörverstehen.

Ich weiß, ich weiß, so als Deutscher darf man eigentlich nicht gegen Akzente Wettern, denn wenn wir für irgendwas bekannt sind, dann dafür, dass unser dschörmän äcksent na nicht gerade der Hübscheste ist.

Îch weiß nicht, aber der Typ der da im Hörverstehen in der einen Aufgabe geredet hat, klang wie als hätten ein Texaner und ein Schotte versucht, einem Kind Englisch beizubringen. Anyway, es ging ja trotzdem und wir sind gegen zwölf dann alle auch relativ lebendig zum Mittagessen gestolpert.

In Sachen Essen funktioniert meine letzte Gehirnzelle übrigens noch, denn der ist eingefallen, dass wir besser die Hände in die hand nehmen und rennen, denn jetzt will sicherlich ein ganzer Jahrgang gleichzeitig zum Essen. Im Endeffekt hatten Tara und ich dann aber irgendwie kurzzeitig die anderen verbusselt, aber auch die haben wir wiedergefunden und ich hab mich dann zumindest noch mal ne halbe Stunde auf meinen Hintern gesetzt und die Nase ins Mathebuch gehalten, es erschien mir sinnvoll.

Im Endeffekt war Mathe dann okay. Wir hatten ganz viel Zeit um einfach vor uns hinzurechnen und unsere Lehrerin hat weiterhin Einzelgespräche mit allen geführt.

Und dann kam der Moment, wo ich gemerkt hab, dass sich in meinem Kopf doch ganz schön was verändert hat. Ich hab angefangen zu weinen. Vor meiner Mathelehrerin. Herzlichen Glückwunsch Jenna.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sage, aber ausnahmsweise ist das mal kein völlig sarkastisches „Herzlichen Glückwunsch“. Das wärs am Anfang des Gesprächs gewesen, aber meine Mathelehrerin ist wahrscheinlich einer der unglaublichsten Menschen, denen ich hier in Schweden begegnen durfte.

Ich will das nicht weiter hier im Internet diskutieren, manche Dinge muss man einfach für sich behalten. Es ist einfach so. Auch das hab ich gelernt. (I tip my hat to you, Beckie Jane Brown).

Im Endeffekt bin ich danach nurnoch nach Hause und ins Bett gefallen. Wie ich morgen früh lernen sollte, bin ich wohl gegen 17:30 eingeschlafen.

Bis dann und wann, Jenna

 

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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