(18.05.2019) Von den Bergziegen

„I am a mountain goat“ sagte sie, und rannte davon.

Aber dazu später mehr.

Erstmal mussten wir von Punkt 2 zu Punkt 3, was zunehmend dadurch erschwert wurde, das einige Mitglieder der Reisegruppe sich beispielsweise an Punkt 1 befanden, was sich nicht mal annähernd in der Nähe von Punkt 3 ist.

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Nach ein bisschen „Wo bist du?“ – „Ich bin hier, wo bist du?“ hatten wir uns dann aber doch alle irgendwann am Busterminal in Slussen gefunden und schlussendlich saßen wir dann auch irgendwann im richtigen Bus.

An Viktoria geklammert haben wirs sogar an der Hundeschule vorbei geschafft und schlussendlich saßen wir auf meinem Lieblingsfelsen.

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Ich dachte ja eigentlich, dass der Platz gar nicht schöner werden kann, aber wenn man seine besten Freunde mitnimmt, dann wird so ungefähr jeder Platz gleich noch viel viel besser, egal wie grandios er vorher eh schon war.

Und so haben wir dann den Rest des Tages effektiv nichts gemacht. Wir haben gegessen, haben am Wasser gesessen, haben aufs Wasser geguckt, haben Moos ins Wasser geschmissen… und das wars dann ehrlich gesagt auch.

Die zwei sind auch so Menschen, mit denen einem nie die Gesprächsthemen ausgehen.

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Im Endeffekt haben wir sehr viel gegessen und ich schwöre hoch und heilig, da waren auch Vitamine dabei… wirklich.

Irgendwann sind wir dann bis ganz runter ans Wasser geklettert und haben so auf die vorbeifahrenden Boote geguckt und irgendwer meinte noch so „Oh guck mal, da ist aber ein großer Schiffchen, das macht aber voll die Wellen“ und dann hatten wir das auch eigentlich wieder vergessen… bis die Wellen dann irgendwann bis ans Ufer gerollt waren (was locker ne Minute oder zwei gebraucht hat) und uns minimal durchweicht haben.

Im Endeffekt wars ja warm und niemand hat sich ne Erkältung eingefangen. Allerdings hat das dann Viktoria dazu veranlasst aufzuspringen und mit den Worten „I’m a mountain goooaaaat“ die Felsen hochzurennen/klettern/hüpfen.

Irgendwann neigte sich dann aber auch dieser Tag zuende und wir haben uns auf den Weg nach Hause gemacht… und haben uns im selben Waldstück verlaufen, wie ich damals.

Dieses Mal hatten wir zwar ne ehemalige Pfadfinderin und den Optimismus in Person dabei, aber nicht mal das in Kombination mit meinem „Äh, ich glaub das kommt mir bekannt vor“ hat besonders viel geholfen.

Schlussendlich haben wirs dann aber doch zurück zum Bus geschafft, und noch ne Stunde später saßen wir alle in den entsprechenden U-Bahnen (aka ich war auf dem Weg zu Tara und Viktoria auf dem Weg nach Hause, die wollte nämlich per se nicht mit uns ESC gucken).

Tara und ich mussten dann erstmal mit dem flauschigsten Hund der Welt raus und in der Zeit haben ihre Eltern Pizza für alle bestellt.

Kurz danach ist uns ein Reh begegnet.

Und schlussendlich haben wir Pusteblumen entdeckt. Ganz böse. Wir sind doch absolute Kleinkinder!

 

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Versuch das mal aus den Haaren wieder rauszukriegen. Ahahahahaha.

Als wir uns dann nach dem Essen grade häuslich auf dem Sofa eingerichtet hatten, kam ihre Mama dann rein und meinte, dass wir wir doch bitte noch mal mit legolas vor die Tür müssten, er hätte zu viel Energie.

Und so gings auf auf zu Runde zwei.

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Wir haben dann Legolas beste Freundin getroffen (natürlich mit ihren Besitzern am anderen Ende der Leine) und die Frau fragte mich dann „Ach, du bist die deutsche Austauschschülerin?“ und ich nur so etwas perplex (aber ohne mir was anmerken zu lassen) „Öh ja, so isses“  und dann hab ich mich mit der Frau auch nett unterhalten… bis uns aufgefallen ist, dass ESC bald weitergeht und wir ganz dringend schnell nach hause müssen.

Ich mein, neee es ist gar nicht merkwürdig dass die Besitzerin des besten Freundes des Hundes deiner besten Freundin weiß wer du bist, weil die Mutter deiner besten Freundin ihr von dir erzählt hat. Mein Gehirn kriegt nen Knoten wenn ich versuche, da auch nur irgendwie ansatzweise drüber nachzudenken.

Ansonsten fing der ESC dann an und hier ist ein Bild von einem Schweden neben dem Fernseher (ich hatte keine schwedische Flagge zur Hand, deswegen musste ein ganzer Schwede her).

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Irgendwann während des Votings sind wir dann beide eingenickt, immerhin haben die Schweiz und Spanien nicht annähernd die Punkte gekriegt, die sie verdient haben und das hat mich ausreichend deprimiert um auf Taras Schoß einzuschlafen. Zum Glück ist Tara dann auch eingepennt und wir sind erst zu Madonnas überaus peinlichen Auftritt wieder wachgeworden (und danach doch gleich wieder eingenickt).

Schlussendlich haben wir uns irgendwann (unterschiedlich) schwer enttäuscht ins Bett geschleift und sind mehr oder weniger auf der Stelle eingeschlafen. Es war ein langer Tag.

Bis dann und wann, Jenna

Autor: jenthehitchhiker

Hi, ich bin Jenna, 17 Jahre alt und habe nicht halb so viel Ahnung vom Leben, wie ichs gerne hätte. Außerdem ist hier ein schwedischer Zungenbrecher: "Sju skönsjungande sjuksköterskor skötte sjuttiosju sjösjuka sjömän på skeppet "Shanghai"."

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