(15.03.2019) Was ein Traum

Da will man eigentlich nur in die Küche laufen um sich was zu trinken zu holen und plötzlich geben die Beine einfach auf und das nächst was man weiß ist, dass man auf dem Boden liegt.

Das war definitiv erstmal ein Erlebnis und ich hab mich dann mehr so in mein Zimmer gerollt und dann auch erstmal überlegt, wie genau ich jetzt wieder in mein Hochbett klettern soll.

Immerhin eingeschlafen bin ich danach dann sofort wieder.

Zur Schule gegangen bin ich dann heute logischerweise immer noch nicht, das wär auch irgendwie ganz schön dämlich.

Im Endeffekt hab ich dann heute absolut nichts gemacht, abgesehen von Bananen gegessen, mich darin bestätigt gesehen, dass der allgemeine Hass gegen Basshunter völlig unberechtigt ist und ungefähr sieben Stunden von Domtendos Tomb Raider Let’s Play geschaut.

Ich versuche ja jeden Tag auf meine 300 Wörter zu kommen und oft werdens auch gern zwei, drei oder auch vier Mal so viele, aber heute ist einfach nichts erwähnenswertes passiert und mir sind auch keine bemerkenswerten Gedanken durch den Kopf geschwirrt.

Zumindest ein Lied will ich hier noch reinwerfen, und wenns nur da ist, damit ich mich in zwanzig Jahren fragen kann, was ich denn damals bitte für ne Musik gehört hab.

Basshunter – Can You

Bis dann und wann, Jenna

(14.03.2019) Einfach nur nein

Nope, wenn ich irgendwas nicht mache, dann ist es mein Bett verlassen.

Ich weiß wirklich nicht, was ich groß schreiben soll, ich hab wirklich nichts gemacht. Also gar nichts.

Ich hab nen neues Youtube entdeckt, aber irgendwie kann er nicht so spannend gewesen sein weil ich ständig eingenickt bin und ich hab angefangen zu lesen weils meinem Kopf langsam besser geht und ich bin auf ne relativ einseitige Ernährung umgestiegen, aber immerhin esse ich irgendwas.

Wen hab ich angefangen zu schauen?

The Science Elf! (Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie und ob Snapchat in den 80s funktioniert hätte: Hier klicken).

Und was hab ich angefangen zu lesen?

Nu heter jag Nirak von Peter Pohl. Wer das Buch gelesen hat, kann verstehen, warum Peter Pohl doch zu gewissen Teilen ziemlich umstritten ist. Das Buch, was sie so schön „Jugendbuch“ nennen (guter Witz, ich wünsche keinen Menschen, der bedeutend jünger ist als ich, dass er das lesen muss), ist eins der skurrilsten, die ich je gelesen hab und würde man nicht dasitzen und alles, was einen am lesen hält, ist das große Wundern, wie denn jetzt alles eigentlich noch schlimmer ist, als es schon ist.

Aber an sich ist Peter Pohl wirklich empfehlenswert und einige seiner Bücher sind auch auf Deutsch übersetzt. Auch wenns eigentlich fast immer nur um Kinder oder Jugendliche mit schweren Schicksalsschlägen geht und nicht alle der jungen Hauptprotagonisten erreichen das Ende der Bücher immer lebend.

Und was hab ich gegessen?

Bananen. Nur Bananen.

Bis dann und wann, Jenna

 

(13.03.2019) Jup, definitiv krank

Über heute kann ich wirklich nicht viel sagen.

Mich hats volles Rohr erwischt und als ich bloß versucht hab, irgendwie aus dem Bett in dei Küche zu kommen, um meiner Gastmama zu erklären, dass ich definitiv nicht zur Schule gehe, wären mir fast die Beine weggeklappt.

Schlussendlich hat se mich nur angeguckt und hat dann meinem Gastpapa Bescheid gesagt, dass er mich krankmelden soll und ich bin auf direktem Weg wieder ins Bett gegangen.

Wir wissen ja alle, dass Kopfschmerztabletten gerne mal auf den Magen schlagen und allen voran Aspirin. Weil mir sowieso schon kotzübel war, hab ich mich dann doch lieber gegen all das entschieden, einfach weil ich nie im Leben schnell genug ins Bad hätte rennen können.

Schlussendlich wurdes dann aber wirklich unlustig und ich hab nur noch geweint und irgendwann hab ich dann Mama angerufen, einfach weil ich mit irgendwem reden wollte, der a) Deutsch spricht und b) nicht ständig sagt „mach doch dies, mach doch das“.

Im Endeffekt will ich an der Stelle noch mal Entschuldigung sagen, das muss einem doch wahrscheinlich nen Schreck einjagen, wenn einen das Kind völlig Tränenüberströmt anruft.

Aber das passiert einfach, wenn man fertig mit den Nerven ist und seit so etwa zwölf Stunden die Tapete anstarrt, einfach weil man sich auf nichts konzentrieren kann und alles den Schmerz nur noch schlimmer macht. Ich sags ja, ich bins einfach nicht mehr gewöhnt, dass mein Kopf ständig dröhnt und wehtut und alles. Ich hab doch jetzt endlich mal stille da oben.

Schlussendlich wars aber das beste, was ich machen konnte und irgendwann hat sich mein Kopf so weit beruhigt, dass ich einschlafen konnte.

Bis dann und wann, Jenna

(12.03.2019) In retrospect… not that smart

Als ich heute Morgen aus dem Bett gerollt bin, hatte ich Halsschmerzen.

Was an sich ist das ja absolut kein großes Ding, aber andererseits erfahrungsgemäß der Anfang von der nächsten fiesen Erkältung. „Na abwarten“, sagt sei zu sich selbst. Ha.

Physik war nur so mäßig spannend und ich hab an sich auch irgendwie nur Bahnhof verstanden, aber hey, dann muss ich mich irgend nen Nachmittag einfach mal auf meinen Hintern setzen und ein paar Stunden büffeln und dann passt das schon.

In Englisch haben wir ne Arbeit geschrieben und ich möchte mich gerne erschießen.

Ja, comparative essays kann ich durchaus schreiben, aber wenn man von mir will, dass ich mindestens drei Aspekte nach dem PEDAL-Modell (PEDAL steht für Point, Example, Decipher, Analyse, Link) analysiere, dann brauche ich mehr als 600 Wörter!

Aber hey, schlussendlich hab ich irgendwas zusammengebastelt, das zumindest auf nem Level war, wo ich mich nicht direkt dafür geschämt hab, das abzugeben.

An dem Punkt gings mir dann inzwischen auch schon echt richtig scheiße und meine STimme hatte sich komplett verabschiedet, aber Torte!

Meine Schule hat heute nämlich 20. Geburtstag gefeiert und das lass ich mir doch nicht entgehen!

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Als wir dann in die Cafeteria kamen, waren fast alle Tische schon belegt und so mussten wir uns in die Mitte an den Tisch setzten, auf dem auch die Torten stehen und das ist natürlich sehr tragisch gewesen.

Mårten und ich hatten übrigens die besonders tollen Plätze, nämlich genau da wo die Messer lagen und schlussendlich haben wir dann erstmal 20 Minuten damit verbracht, Torten zu schneiden und den Menschen aufzutun. Aber hey, dafür hatten wir die besten Plätze und die Schulleiterin war ganz verzückt von unserem „Engagement“.

Wir hatten übrigens 24 von diesen Torten.

Hab ich mal erwähnt, dass meine Schule zu viel Geld hat?

Ansonsten haben sie ehemalige Schüler eingeladen und da hab ich mal wieder so richtig gemerkt, wie sehr es diese Schule eigentlich liebt, sich selbst in den Himmel zu loben.

Die haben nämlich ausschließlich Menschen mit leicht tragischen Lebensgeschichten eingeladen, die dann erzählt haben, wie erfolgreich sie jetzt im (Berufs-)Leben sind und was für ne große Rolle diese Schule dabei gespielt hat.

Einer reist als Krisenberater von Konfliktland zu Konfliktland, der andere ist Präsident von irgend nem Studentenparlament und sitzt im Stadtrat und irgendwelchen Ausschüssen und was weiß ich.

Viktoria neben mir hat irgendwann völlig aufgegeben und ist nach Hause gegangen, die hat all die Lobesreden nicht mehr ausgehalten und auch ich hab mir irgendwann gewünscht, dass ich doch kein Schwedisch mehr verstehe und mir das Geschwafel nicht anhören müsste.

Danach ist Tara noch bis vor meine Wohnungstür mitgekommen, weil sie meinte, dass sie mich jetzt lange genug kennt um zu sagen, dass ich gut auf andere aufpassen kann, aber leider nicht auf mich selbst und deswegen passt sie jetzt auf, dass ich auf direktem Weg nach Hause gehe.

Hab ich gemacht und bin tot ins Bett gefallen und eingeschlafen.

Bis dann und wann, Jenna

(11.03.2019) Mehr Geschichte(n)

Montagmorgen. Motivation ist wie immer voll und ganz am Start.

Nicht.

Aber ganz ehrlich, ich hab inzwischen vollkommen aufgegeben, mich Woche für Woche drüber aufzuregen.

Wenigstens hat er heute gesagt, dass wir ab jetzt die Handys und Rucksäcke am Platz haben dürfen, die Phase seines Experiments sei beendet.

Wir haben dann alle doch ein bisschen verwirrt dagesessen und uns gefragt, von welchem Experiment er da spricht, aber er hat sich nicht berufen gefühlt, da noch irgendwas weiter zu erläutern.

Aber hey, wenigstens heißt das jetzt, dass ich mir Musik in die Ohren stöpseln kann und dann wird jegliche Form von Arbeit etwa drei Millionen Mal besser.

Ansonsten waren heute alle im Stress weil für de ein Religionstest anstand, aber da ich ja kein Religion hab, ging mir das persönlich doch sonstwo vorbei. Andererseits wars dann doch irgendwie spannend all die Leute um mich herum zu betrachten und die unterschiedlichen Stresslevels, in denen sie sich befanden.

Da waren die, dich sich noch in Gruppen zusammengesetzt haben um noch mal die letzten Dinge auszudiskturieren, Tara, die ihre Sachen zumindest in der Hand hatte und gewillt war zu lernen (und letztendlich doch nicht getan hat) und dann war noch Viktoria, die mir erklärt hat, dass sie innerlich eh tot ist und kurz danach einen Teddybär aus ihrem Rucksack geholt hat.

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(Was ziemlich witzig war, weil ich nämlich ein Faultier in der Jackentasche hatte… wer hätte gedacht, dass ich mal Menschen finde, die genau so sind wie ich!)

Ansonsten stand für mich dann Deutsch an und meine Lehrerin wollte unbedingt ein kleines „Schlagerfestival“ (wie sie es nannte) veranstalten. Bedeutet, dass wir uns 12 deutsche Lieder angehört hat und jeder hat dann jedem Lied Punkte von eins bis zwölf gegeben.

Das hier war schlussendlich die Liste:

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Ich glaube sie wollte einfach alle Musikstile und Epochen miteinbringen… aber dass die beiden Lieder ohne Text auf den ersten beiden Plätzen stehen, sagt glaub ich recht viel drüber aus, wie sehr sie Deutsch für ne geeignete Singssprache halten.

Dass Marlene Dietrich vor den Fantas steht, ist übrigens ne absolute Unverschämtheit!

Als ich dann irgendwann ausm Klassenzimmer gestolpert bin, hat Tara da gesessen und auf mich gewartet und wie das so mit uns ist, haben wir n verdammt (verdammt!!!) großes Talent dafür, uns völlig festzuquatschen und so wars plötzlich weit nach sechs und wir saßen noch immer in der Schule.

Wir waren die Letzten im gesamten Gebäude und ich glaub ich muss nicht erklären, dass wir, als uns das aufgefallen ist, doch ganz kurz nen kleinen Schrecken gekriegt haben… immerhin hätten die Türen ja auch gut verriegelt sein können.

Waren sie aber nicht und so konnten wir uns dann schlussendlich auf die Suche nach ner Pizzeria machen, denn uns war aufgefallen, dass wir verdammt Hunger auf Pizza hatten.

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Ja, ich hab dieses Monstrum aufgegessen und ja, mir war danach schlecht.

Es ist aber allgemein erstmal n grandios-gutes Zeichen, wenn die Pizzen so groß sind, dass man sich nicht gegenüber sitzen kann, weil auf dem Tisch nicht genug Platz ist.

Das war auch einer dieser Momente, wo ich mir so dachte „So könnte das Leben eigentlich bleiben“. In der Stadt meiner Träume, mit einer der besten Freundinnen, die ich je hatte, in ner kleinen Pizzeria irgendwo an der Ecke und alles war okay.

Ansonsten hab ich mich zuhause dann irgendwie nur noch ins Bett geworfen, ich war doch ganz schön fertig.

Bis dann und wann, Jenna

(10.03.2019) Ein Sonntag sondergleichen

Okay, das ist eventuell ne geringe Übertreibung, immerhin war ich ja vorher schon mal im Stadion und mit dem Mello von gestern im Kopf ist der Tag heute vielleicht doch nur ein bisschen außergewöhnlich gewesen, aber trotzdem. Er war grandios!

Ich war nämlich Mit Ante, Olle und meinem alten Gastpapa beim Saisonauftacktspiel von Hammarby und scheiße man, was war das episch!

Also erstmal bin ich heute Morgen halb tot aus dem Bett gefallen weil ich die Nacht ja nur so mäßig viel geschlafen hab, aber hey.

Und weil ich definitiv die Zeit ein bisschen vergessen hatte, bin ich dann auf dem Weg nur noch schnell ins Espresso House gehüpft und hab den großen Fehler gemacht, mein Frühstück nach Farbe auszusuchen. Ernsthaft. Ich hab ein knallpinkes Gebäckstück gekauft – und habe mich dann beim Verlassen des Espresso Houses perfekt ins Stockholmer Stadtbild integriert gefühlt!

Und so bin ich dann also bei Ante und co. angekommen, mit meinem Kakao und meinem Frühstück in der Hand, und wer hätts gedacht, die waren grad auch noch am Essen und so hab ich mich einfach mit an den Tisch gesetzt.

Notiz an mich selbst: Frühstück nächstes Mal nicht nach Farbe aussuchen.

Ansonsten haben wir dann irgendwie noch zwei Stunden rumgeschlagen, bevor Olle dann einfiel „Ach ja, in 17 Minuten treffen wir uns ja mit Wille“ und schwupp waren alle mehr oder weniger warm angezogen (Ich war die einzige, die mehr als nen Pulli anhatte) aus der Wohnung gestoplert und in Richtung U-Bahn gestolpert.

Hab ich mal erwähnt wie klasse die beiden sind? Wenn man zwischen den beiden durch die Gegend läuft, dann fühlt man sich einfach als wär man Teil der Familie und ich weiß nicht wie ich das Gefühl in Worte packen soll, aber das ist einer der Momente, wo alles ganz kurz mal okay ist.

Alle reißen dumme Sprüche, ein leichter Hauch von gegenseitigem Gestichel liegt in der Luft und letztendlich haben sich dann doch aber alle lieb.

Schließlich hatten wir Wille dann in der U-Bahn getroffen und dann gings ab Richtung Stadion.

Die gesamte U-Bahn war voller Hammarby-Fans und wir vier haben da natürlich bestens reingepasst (außer Wille, der hat nen EINTRACHT BRAUNSCHWEIG Schal getragen!!!) und irgendwie ist das doch n ziemlich episches Gefühl, in mitten der Fußballfans (die in Schweden bedeutend weniger alkoholisiert sind als in Deutschland, dank der hiesige Gesetzeslage) in der U-Bahn gequetscht zu stehen während alle laut Fußballlieder gröhlen und der ganze Wagen wackelt.

Ernsthaft, Fußball ohne betrunkene Menschen ist etwa 1317% schöner!

Schlussendlich sind dann alle in Richtung Stadion gepilgert, und wenn ich sage gepilgert, dann meine ich gepilgert!

Nur, dass anstatt Mönchen (oder wer da auch sonst so typischerweise auf Pilgerreise geht) wahlweise grün-weiß oder blau-gelb-rot gekleidetet Fußballfans rumpilgerten.

Verglichen mit Spielen in Deutschland wenn Derby ansteht (wir erinnern uns als Braunschweig gegen Hannover gespielt hat und man am liebsten das Haus nicht verlassen würde), ist das Polizeiaufgebot hier relativ beschränkt. Also nicht, dass die Polizisten selbst beschränkt sind, ich meine zahlentechnisch!

Die einige Gewalttat die ich gesehen hab war, dass son Typ knapp hinter mir ne Bierflasche auf den Kopf gekriegt hat weil er irgend nen anderen Fan blöd angemacht hat.

Der Witz ist nämlich, dass sich alle drei Stockholmer Clubs das selbe Stadion teilen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sie, wenn sie quasi beide zuhause spielen. Oder beide auswärts. Also offiziell wird eins als Heimspiel für die eine Mannschaft und das zweite Spiel dann als Heimspiel für die andere Mannschaft gewertet.

Heute hatte Hammarby Auswärtsspiel. Also quasi. Offiziell.

Übrigens haben sie kurz danach dann die zwei Fangruppen getrennt und jede hatte ihren eigenen abgesteckten Weg zum Stadion.

Kaum waren wir dann im Stadion drin (die Taschen werden hier übrigens nicht kontrolliert, man hätte also theoretisch echt was-auch-immer da reinschleppen können.

Was auch erklärt, warum das Spiel wortwörtlich on fire war.

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Die werten Herren aus Djurgården haben entschieden, das gesamte Stadion einzuräuchern… was gerade bei geschlossenem Dach echt toll ist.

Den Rest des Spiels saßen wir dann quasi im Nebel (der noch viel schlimmer als das hier wurde, aber davon hab ich verpennt n Foto zu machen).

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Ansonsten bin ich immer wieder ganz beeindruckt, was die hier jedes Mal in Sachen Fanprojekte auf die Bühne stellen. Während die blau-gelb-roten Idioten also ihren Block zuräucherten, haben wir das hier gemacht:

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Sieht nicht nach viel aus? Na dann verschieben wir mal den Blickwinkel.

hammarbyfotboll

[instagram/hammarbyfotboll]

Wenn ich bitten dürfte: Die zweitbesten Fans der Welt!

Okay, danach brach das große Papierwerfen aus und irgendwann fiel den Menschen auf, ey warte mal, man kann ja riesige Papierflieger daraus bauen und die von der Empore runterwerfen! Klasse!

Okay, ein bisschen hats bei uns auch gefackelt, aber dann doch vergleichsweise wenig!

Das ganze nahm dann ein deprimierendes Ende als wir im Elfmeterschießen schlussendlich verloren haben.

Dementsprechend furchtbar war dann der Weg nach Hause.

Natürlich waren die U-Bahnen BRECHEND voll. Also so voll, dass wir mindestens ne handvoll U-Bahnen haben durchfahren lassen müssen, einfach weil sie so voll waren,d ass wir nicht mehr reingepasst haben.

Dann passiert uns ein verheerender Fehler. Wir haben nicht aufgepasst welche Fans drinnen sitzen… und standen dann plötzlich als EINZIGE Hammarbyer in mitten aller Djurgården-Fans.

Das schönste Erlebnis muss das gewesen sei, als sie angefangen haben Lieder darüber zu singen, wie sehr sie Hammarby hassen und son breitgebauter Typ einfach die ganze Zeit auf mich gezeigt hat.

Ich mein Angst kriegt man da jetzt nicht per se, zumindest nicht in ner U-Bahn und mit drei freundlichen Menschen an seiner Seite, aber besonders toll fühlt sich das dann doch nicht an.

Andererseits, die Tatsache, dass die U-Bahn über zwanzig Minuten still stand weil sie nicht in die nächste Station einfahren konnte (weil in der ne andere U-Bahn mit ner kaputten Tür stand) und wir so mitten oben auf ner Brücke standen.

Zwanzig Minuten mehr eingequetscht zwischen Wille und Ante, umringt von grölenden blau-gelb-roten Idioten und keine Chance sich auch nur nen Millimeter zu bewegen. Ein Traum.

Schlussendlich haben wirs dann doch alle nach Hause geschafft und so hab ich nur noch mit denen Abendessen gegessen und hab mich dann doch ganz schön schnell auf den Weg nach Hause gemacht, ich war müde und Ante hatte erstmal genug von Menschen.

Can relate.

Zuhause bin ich dann doch relativ schnell friedlich eingeschlafen.

Bis dann und wann, Jenna

(09.03.2019) OH MEIN GOTT!

Ein Wort: M-E-L-O-D-I-F-E-S-T-I-V-A-L-E-N

Aber erstmal hab ich tagsüber gar nichts gemacht. Also lange geschlafen und tatsächlich ein ganzes Buch gelesen. Aber ansonsten? Nix.

Und als sich dann langsam der Abend näherte, da stieg die Euphorie in mir langsam (okay, eher dramatisch) an und ich hab mich mehr so in die Reinkarnation eines Flummis verwandelt.

Der Kiwihüter, seine Schwester und ich sind dann schon mal vor meinen Gasteltern losgesprintet, denn die haben zu lange gebraucht und wir brauchten ja dringend noch Snacks! Übrigens hab ich auch dieses Mal – wie eigentlich jedes Mal – etwas verwunderte Blicke bekommen, als ich erklärt hab, dass mir Pepsi lieber ist als Cola.

Der Kiwihüter war da schon am rummuffeln, schließlich würde ihn das Mello nicht so schrecklich interessieren und er fragt sich, was er da soll und bli und bla und blub und argh. Rosa und ich hätten ihm – so leid es uns auch tat – um ein Haar eins aufn Deckel gehauen, denn diese Muffeligkeit war leider nicht mit unserem Enthusiasmus kombinierbar.

Als wir dann an der Pendeltågsstation standen, hab ich dann so auf Instagram gesehen, dass Marspet (einer meiner Lieblingsyoutuber, der aber auf seinem Kanal kaum mehr Youtube macht, sondern jetzt beim WDR rumgurkt und so Sachen macht) auch grade durch Stockholm turnt. Ich meinte dann noch so zu meiner Gastmama „Haha, stell dir mal vor ich seh den jetzt“.

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Joa.

Man muss vom Zug zur Friends Arena (wo das Mello war) nämlich durch die gesammte Mall of Scandinavia latschen (okay, man kommt sicher auch irgendwie drum rum, aber an sich sind wohl 99% der Menschen durch die Mall durch). Und während wir da so langliefen, lief quasi direkt vor uns doch Marspet und ich guck nur so meine Gastmama an und mit den Worten „Äh väntar en stund, jag måste bara… asså typ ring mig om ni inte hittar mig“ (Wartet mal nen Moment, ich muss nur mal kurz… also ruft mich an falls ihr mich nicht wiederfindet.) verschwand ich dann auch ganz schnell.

Ich weiß nicht ob es irgend nen Weg gibt, die Menschen anzusprechen, die man nur aus dem Internet kennt, der nicht mindestens 78% awkward ist.

Ich mein was sagt man da? „Hey, bist du nicht der von Youtube? Ich find das klasse, was du da machst!“ äh ja, ja, in etwa das.

Und so hab ich dann also – ohne allzu viel nachzudenken – tatsächlich hallo gesagt und festgestellt, scheiße ist das ein sympathischer Typ!

Da teilt jemand meine Liebe für den ESC (welch Wunder, wenn jemand grade auf dem Weg zum Mello ist, haha) und auch sonst, ich hab mich sehr gefreut.

Ansonsten hatten wir richtig richtig gute Plätze und ich war ehrlich gesagt ganz froh, dass wir nicht im Parkett saßen, sondern seitlich auf der Empore.

Gesehen hat man nämlich doch recht gut und ach scheiße man, einfach die ganze Atmosphäre und alles und oh man, da ist definitiv einer meiner größten Träume in Erfüllung gegangen!

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[Das hier ist was ich meine, man konnte auch von der Seite oben echt gut gucken und das war um Längen besser, als irgendwo unten im Pulk von Menschen zu stecken.]

(Und ja, auf der Bühne brennt wirklich Feuer.)

Ansonsten war mein Favorit des Abends definitiv Lisa Ajax mit „Torn“, auch wenns für sie mit dem neunten Platz ja nur so mäßig lief).

Aber trotzdem, aus allen Finalliedern ist das definitiv mein liebstes!

Schlussendlich waren dann alle Beiträge durch und es lief aus Voting zu. Zuerst wurden die Punkte der Jurys auch acht Ländern abgefragt und dann wurden die Punkte vom schwedischen Folk dazuaddiert.

Eins der acht Länder war Israel und da war es Dana International, die die Punkte verkündet hat. Scheiße man, ich bin quasi auf der Stelle gestorben!

Und dann, dann kam es noch viel dicker!

Während mein armes kleines Fangirlherz noch dabei war, irgendwie meine Herzschlag wieder zu normalisieren, da verkündete jemand, dass jetzt Charlotte Perelli (vorals Nilsson, unter dem Namen hat die 1999 auch den ESC für Schweden gewonnen) und DANA INTERNATIONAL auf die Bühne kommen und ich glaube da hab ich nen kleinen Herzstillstand bekommen.

Dana hat 1998 den ESC für Israel gewonnen und Diva ist nach Waterloo mein liebster ESC-Gewinne aller Zeiten.

Also ganz ohne Scheiß, ich glaub wirklich, dass sich bei mir da irgendwelche Synapsen kurzgeschlossen haben und in meinem Kopf irgendwelche Fehlfunktionen ausgelöst haben, weil mir ist einfach nur noch die Kinnlade runtergeklappt und ich hab kurz aufgehört, zu funktionieren.

Irgendwann hatte ich mich dann auch ganz langsam wieder gesammelt und dann war es auch schon Zeit um den endgültigen Gewinner zu küren.

An dieser Stelle also herzlichen Glückwunsch an John Lundvik. To late for love ist vielleicht nicht mein Lieblingslied, aber es ist definitiv ein typisches ESC-Lied und hat wahrscheinlich ganz gute Chancen.

Und John hat sich so unendlich gefreut, da muss man sich einfach mitfreuen!

Übrigens hatte ich mich inzwischen auch Mello-typisch eingekleidet und bin damit sowas von gar nicht mehr aufgefallen, das war klasse! Also wirklich, ich hab mich so zuhause gefühlt und es war wie Karneval, nur in schön!

Alles voller Leute mit Glitzerperücken, blinkenden Hüten, Leuchtstäben und Glitter-Klamotten und ich mitten drin und glücklich wie fast noch nie. Also fast. Also zumindest war das hier definitiv Top Ten!

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Der Weg zurück war dann interessant.

Die U-Bahnen und Züge waren – wie zu erwarten, wenn 30.000 Leute nach Hause wollen – brechend voll.

Der erste Zug war so voll, dass wir schon nicht mehr mit reingepasst haben und der zweite, da habens nur mein Gastpapa und Gastschwester reingeschafft und der Kiwihüter, meine Gastmama und ich standen dann da rum.

Zum Glück haben sie Sonderzüge eingesetzt und genau in den haben wir uns dann reingequetscht… nur fuhren die nicht bis Odenplan!

Früher oder später waren wir dann aber doch auch zuhause und ich hab noch locker zwei Stunden gebraucht um nervlich so weit runterzufahren, dass ich irgendwie schlafen konnte!

Scheiße man, was für ein Tag!

Bis dann und wann, Jenna