(03.09.2018) Vom Glücklichsein (und den 12 besten Kent-Alben)

Heute habe ich Schlosshund gespielt (oder Walross, ich glaube ich weine eher wie ein Walross). Einfach bloß weil ich wirklich unendlich glücklich bin.

Ich mein, Geschichte wird hier in Schweden wohl einfach nicht mein Lieblingsfach und ich weigere mich jetzt einfach darüber zu sprechen, das würde mir die Laune verderben.

Deutsch war unglaublich awesome.

Nein, eigentlich noch viel mehr. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Anna, die Deutschlehrerin aber auch ein wirklich toller Mensch ist, mit unglaublich gutem Unterricht – und Papier!

Auch wenn Deutsch heißt, dass ich statt 11:15 erst um 16:10 fertig bin, das ist es wert. Ich bin ja sowieso jedes Mal beeindruckt, wenn ich sehe, dass Menschen freiwillig Deutsch lernen (Deutsch ist eine verteufelt beschissen schwere Sprache, die ich selbst – ganz offenkundig – nur so mäßig gut beherrsche), aber ich bin wirklich wirklich überrascht, wie gut die das alle für die grade mal zweite Stunde schon machen.

Dann kam der Punkt, als ich gebeten wurde, den Unterricht zwischen s, ss und ß zu erklären. Äh ja. Ja. Da ist ein Unterschied. Nämlich. Überhaupt so. Ja.

Nein okay, es ging völlig klar. Erklärt hab ich auf Englisch, mit deutschen Beispielwörtern und schwedischen Aussprachehilfen. Oh yay. What a life.

Außerdem sitzen in dem Deutschkurs sehr viele, sehr liebe Menschen. (@Julia, falls du das jemals liest (dann bin ich sehr sehr stolz auf dich), ich habe auch gelernt, dass man auf dem Brotkauf eine Wissenschaft machen kann).

Was mir doch etwas im herzen schmerzt ist die Tatsache, dass dieses Deutschbuch „Grüezi“, „Salü“ und „Servus“ tatsächlich als deutsche Begrüßungen vermarktet. Ich hab ihnen dann lieber „Moin“ beigebracht, das scheint mir angemessener.

Ansonsten hab ich heute eigentlich nichts mehr gemacht.

Wartet.

SCHWEDISCH GESPROCHEN!

Und zwar nur Schwedisch!

Auch wenn da noch sehr sehr viele Pausen und Vokabelfragen drin waren und ich von flüssiger Sprache so weit entfernt bin, wie vom Grund des Marianengrabens – hey, it works!

Und auch in dem Punkt hab ich mit meiner Gastfamilie wirklich das goldene Los gezogen. Ich könnte mir für das ganze Unterfangen mit der neuen Sprache keine bessere Unterstützung wünschen. Auch wenn mein Kopf durchdreht, denn die Panik davor, Fehler zu machen kann ich einfach nicht abstellen – da hilft nur warten und üben, und ich mitten im Satz zwei Minuten das Balkongeländer anstarre, auf der Suche nach dem fehlenden Wort, meine Gastfamilie lächelt mich danach an, als hätte ich grade die olympische Goldmedaille gewonnen und nicht, als hätte ich bloß berichtet, dass ich Nudeln sehr mag.

Ich bin unendlich dankbar und unendlich glücklich.

Außerdem besitze ich jetzt die 12 besten Kent-Alben. Also alle, die in schwedischer Sprache aufgenommen wurden.kent2

Und ich weiß nicht mal warum genau, als ich abends um zehn mit meinen Gasteltern draußen saß, in den Himmel gestarrt hab und meine Abba-Jacke bis oben hin zugezogen hab, da kamen mir die Tränen hoch.

Ich frage mich wirklich warum grade ich so unverschämt viel Glück verdient hab. Ich glaube, ich hab mir seit Jahren nicht mehr  so wenig Sorgen gemacht, wie in genau diesem Moment.

Plötzlich ist alles okay.

Ich bin angekommen.

Ich bin unendlich glücklich.

Glücklicher, als alle Worte dieser Welt es jemals beschreiben könnten.

Danke.

Von ganzem Herzen.

Jenna.

 

(02.09.2018) Spidey und mein alter neuer Lieblingsplatz

Das Leben ist schön.

Meine Erkältung hat beschlossen sich endlich langsam zu verkrümeln und ich hab mich aufgerafft, das Haus zu verlassen.

Vor zwei Jahren hab ich ein Urlaubsfoto geknipst (im Titelbild vorbildlich mit 2016 beschriftet), heute wohne ich keine fünf Kilometer entfernt.

Aber alles auf Anfang.

Als ich mich gegen 12:00 dann doch mal aus dem Bett aufraffte, ist mir besagtes Urlaubsfoto eingefallen. Allzu weit weg konnte das ja nicht sein, schließlich sind Papa und ich damals zu Fuß dorthin gelaufen – und ich laufe nicht besonders gern.

Nachdem ich meine Gastmutter und Gastschwester (und Google Maps) zu rate gezogen hatte, wurde der Platz anhand seiner Bepflasterung zielsicher als Riddarholmen identifiziert – wie überaus praktisch.

Gesagt getan, ab zur Tunnelbana. Zum Spiel von Hammarby waren ja noch 2 Stunden Zeit.

Beim Verlassen des U-Bahn-Tunnels, kamen mir doch tatsächlich die Tränen. Ich war sehr sehr glücklich.

Man bedenke, es ist sie Landeshauptstadt mit einer Millionen Einwohnern… und man hat diesen Blick… und ich darf hier wohnen. Es war etwas überwältigend.

Schlussendlich saß ich sehr sehr lange einfach bloß am Wasser rum (und habe das Foto von 2016 imitiert).

Als die Bordsteinkante langsam unbequem wurde, hab ich mich dann doch mal auf den Weg nach Gamla stan gemacht – und aufgepasst, nicht abzubiegen! Auf verlaufen hatte ich tendenziell eher weniger Lust.

Und ganz plötzlich hat mich irgendwas magisch in einen kleinen Comicbuchladen gezogen.

Schwupp! Schon stand ich mit ein paar schwedischen Spider-Man Comics an der Kasse, da konnte ich überhaupt absolut nix machen – es ist einfach passiert.

Am Abend waren ich mit meiner Gastschwester Mission: Impossible schauen. Ich bin gleichermaßen beeindruckt wie enttäuscht – ein absolutes bombastischer Film – aber Jeremy Renner fehlt, verdammt.

Jetzt bin ich endlos müde, und morgen steht Geschichte an (oh und Deutsch! Heyho!)

Bis dann und wann, Jenna

(01.09.2018) Kreuzworträtsel Klappe die Erste

Samstage sind so mäßig spannend.

Ehrlich gesagt ist das auch sehr gut so, vor allem wenn man am rumkränkeln ist.

Aber auch das ist nur halb so dramatisch wie es scheint, ich hab Astrid Lindgrens Geschichten, die direkt vor meiner Haustür spielen und Criminal Minds ist noch immer mein treuer Begleiter.

Ich glaube meine Lieblingsgeschichte bis jetzt ist I Skymningslandet, oder auch „Im Land der Dämmerung“.

Außerdem hab ich mit einem kuchenessenden Kampfkarpfen (Ha! Alliteration! Glaub ich… vielleicht hab ich ja in Deutsch was gelernt? Spaß beiseite, hab ich nicht) geskypt, der offensichtlich meinen Blog liest. Hallöchen an dieser Stelle.

Oh und ich habe mein erstes schwedisches Kreuzworträtsel gelöst. Es hat etwa 45 Minuten gedauert und ich brauchte Hilfe, aber hey, es ist vollbracht!

Nein wirklich, mehr ist an diesem Tag einfach nicht gewesen.

Oh warte, es gab Pyttipanna abends, das war tatsächlich sehr gut.

Mehr ist jetzt wirklich nicht passiert.

Bis dann und wann, Jenna

(31.08.2018) Jup mich hats erwischt (+Gandalf segne Criminal Minds)

Jippie. Krank sein ist immer toll. Ganz besonders in einem neuen Land.

Aber ganz im Ernst? Es ist okay. Ich hab die Medis mit, die ich brauche, ich hab nen dicken Schal, ein bequemes Bett und meine Gastmutter hat Früchtetee und Blaubeersaft gekauft. Was kann man sich mehr wünschen?

Meinem Hals gehts inzwischen sogar wieder ganz passabel und mein Appetit ist auch nicht abhanden gekommen – die Zeichen stehen also auf überleben!

Allerdings hab ich den ganzen Tag so viel geschlafen, dass ich jetzt jede Stunde aufwache und mir so denke „Jetzt aufstehen!“, und irgendwie ist es aber erst ein Uhr nachts und definitiv nicht Aufstehzeit – auch wenn ein Stück Frühstückskuchen wirklich nicht schlecht wär.

Ich hab mir einfach mal eingeredet, Kuchen hilft gegen Halsschmerzen und siehe da, es hat wohl tatsächlich funktioniert! (Oder war das die halbe Packung Halsschmerztabletten? Neee!)

Ansonsten habe ich 17 Folgen Criminal Minds geschaut, welch produktive Beschäftigung.

Aber im Ernst, bei der Matschepampe, die gerade in meinen Gehirn rumschwappt, muss meine arme Rechtschreibkorrektur hier echt ackern!

Ich baue einfach drauf, dass ich Montag wieder auf dem Damm bin, schließlich hab ich da meine erste Deutschstunde und ich freu mich wirklich unglaublich!

Ich sollte definitiv schlafen. Ganz definitiv.

Bis dann und wann, jenna

(30.08.2018) Vorlesungen in einer Kirche und getting sick far away from home

Mein Zwiespalt bezüglich des schwedischen Bildungssystems klafft weiter.

Heute war aber sowieso keine Schule, stattdessen standen Vorlesungen an. In einer Kirche. Über Hass im Netz. Für sechs Stunden.

Außerdem bin ich ernsthaft am kränkeln und alles was meinem Hals zu helfen scheint, sind große Mengen monströs großer Becher an heißem Kakao von 7-Eleven.

Und als könnte der Tag nicht besser werden, stand danach auch noch ein 1A-Routinegespräch mit der Klassenlehrerin an. Ich mag sie eh schon nicht, sie ist nur höflich und recht wenig menschlich und meine Halsschmerzen machen die Situation nicht per se besser.

Ich hätte mehr (mehr als die eineinhalb Liter die ich vorher schon hatte) Kakao kaufen sollen.

Denn glücklicher Weise kamen wir jedes Mal, wenn wir von der Schule zur Kirche, von der Kirche zu Schule, dann wieder zur Kirche und nochmal zurück zur Schule gelaufen sind, an einem rettenden 7-Eleven vorbei. Geheiligt sei dieser Laden und sein sehr wertgeschätzter, absolut entzückender Kakao, in den fantastisch großen Bechern!

Um ganz ehrlich zu sein, so ganz schrecklich war der Tag schlussendlich natürlich nicht. Die Kirche hatte ein paar doch sehr witzige Momente und hey, ich hab den weg zurück zur Schule beim 4. Mal dann auch ohne Google Maps gefunden. Tschacka!

Nur krank werde ich wohl. Yay.

Bis dann und wann, Jenna

(29.08.2018) Wie Günther der Kiwi beim Backen half

Heute möchte ich definitiv Günther ins Rampenlicht rücken. Günther, der hilfreichste, schwedischste, deutschnamigste Kiwi, den ich je kennenlernen durfte. Günther war sehr hilfreich heute!

Aber alles auf Anfang!

Es war ein wirklich sehr normaler Schultag. Für schwedische Verhältnisse früh aufstehen, in den Bus springen, zur Partnerschule fahren, in die der Theaterunterricht ausquatiert wurde, diesen kurz abhalten, dann zurück zur Schule fahren, das erste wirklich schlechte Mittagessen in uns reinschaufeln, dann Mentorstid (Klassenlehrerzeit) und schon waren wir entlassen.

Okay vielleicht schalten wir kurz einen gang zurück.

Theater war sehr witzig. Es ging um Konzentration und Teamwork und so folgten viele (sehr viele) witzige Aufgaben.

Von einer Seite des Klassenraums zur anderen kommen ohne den Boden zu berühren

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Mit Bällen werfen (mit sehr vielen actually), sich blind durch den Raum führen lassen, dann das selbe und nur noch per Stimmanweisung (und hey, ich hab das auf Schwedisch gemacht und meine arme Partnerin ist mit niemandem kollidiert – yay!) und auch blind an einer Reihe mit Leuten langlaufen und spüren, wo eine Lücke ist, die groß genug ist, um sie reinstellen zu können. Witzige Sache. Sehr schwierig.

Mentortid war tatsächlich wirklich sehr unspannend.

Ich spiele mit dem Gedanken sie in Dementortid umzubenennen.

Danach wurde es allerdings wirklich wirklich witzig.

Das Essen war ja bekanntlich nicht sonderlich berauschend und vom Hunger geplagt, philosophierten wir von Burgern. Glücklicher Weise war ein Burger King nicht weit und auch wenn niemand von uns besonders großer Fan davon war, war es uns das definitiv wert.

Dann plötzlich fiel dem Hausherr des Kiwis ein, man könne doch Zimtschnecken backen.

Welch vortreffliche Idee – nur so zeitaufwendig, dass wir bis dahin leider alle verhungert worden wären.

Zimtschnecken wollten wir trotzdem. Und während der Kiwihüter nach Hause eilte, um die Küche vorzubereiten, besorgten wir uns Burger. Okay wir dachten, dass das wir uns Burger holen, denn offensichtlich waren wir nicht die einzigen, die das Essen ziemlich schaurig fanden – denn der Burger Kind war mehr als rappelvoll. Also Umweg über McDonalds, meinetwegen.

Mit Essen bewaffnet konnte dann irgendwann dann das Backen losgehen. Es lief auch ganz vortrefflich. Wirklich vorbildlich haben wir uns an das Rezept gehalten – nur war das Rezept offenbar ziemlicher Humbug, denn unsere Füllung war irgendwie mehr Zuckerwasser mit leichter Zimtnote, als irgendwas, was nach zukünftigem Zimtschneckeninnenleben aussah.

Wir machen mehr Zucker rein, war der gemeinschaftlich beschlossene Beschluss. Wir haben keinen Zucker mehr, kam die ernüchternde Erkenntnis. „On of us should run off to a store and get some sugar“, kam mir ein grandioser Einfall. „Yea, you should do that“, bestätigten sie meinen Plan und kürten mich sogleich zur Auserwählten. „Okay sure, anything else that we need?“, ergab ich mich meinem Schicksal. „Get a package of cream“, trugen sie mir noch auf, bevor ich aus der Tür verschwand.

Und dann offenbarte sich das Dilemma.

Warum zur Hölle schickt man die Deutsche los, die erst seit 10 Tagen in dieser gottverdammten Stadt lebt, und gibt ihr nicht ein mal eine Ortsanweisung mit auf den Weg.

Der einzige Laden der mir spontan einfiel, war etwa 600 Meter weg – in meinem Fall wohl mehr, denn um mich nicht zu verlaufen, musste ich einen kleinen Umweg über die Schule und schlussendlich mein Zuhause nehmen.

Im Supermarkt selbst wurde es nicht besser. Dass Zucker Socker heißt, ist mir dank eines wundervollen Songs von Kent noch eingefallen, nur über Sahne singt ja irgendwie niemand, was als durchaus unpraktisch zu erachten ist. Mit der Hilfe von Google und inklusiv größtmöglicher Verwirrung (der Schwede hat Sahne in acht verschiedenen Fettstufen), ließ sich dann doch irgendwas aus dem Kühlregal als Sahne klassifizieren und ich konnte den Heimweg antreten – welch Glück.

Allerdings konnte man dem gar nicht so viel Zucker hinzufügen, dass es aufhört, wässrig zu sein. (Demonstriert in Bild eins, in dem wir das auslaufende Wasser fachmännisch mit Klopapier (keine Bange – ganz neuem!) auffangen.

Mit der zweiten Hälfte des Teiges haben wir uns dann lieber an einem auslaufsichereren Zimtzopf probiert, auch wenn wir dem Mitbewohner des Kiwis erst das Flechten beibringen mussten. Es gelang uns.

Weniger gut gelang es, dem doch etwas instabilen Zopf auf ein gottverdammtes Backblech zu befördern. Zum Glück hat mal jemand den Pfannenwender erfunden und mithilfe dieser grandiosen Erfindung und nach vier weiteren seiner Artgenossen, konnte der fragile, leicht matschige Zimtzopf auf sein Blech transportiert werden.

Während der quälend langen Backzeit, in der ich auch darin bestätigt wurde, dass ich Brettspiele hasse (ich habe haushoch verloren), habe ich Günther kennengelernt. Damals hieß Günther noch nicht Günther, doch mir wurde aufgetragen, ihm den unaussprechlichsten deutschen Namen zu geben, der mit einfällt.

Meine tollen Vorschläge alla Sturmhart, Winfried, Diethelm und Adalbert wurden mir ausgeschlagen, man könne sie noch aussprechen.

Dann schoss mir Günther in den Kopf. Günther hat ein ü. Schweden kennt kein ü. Es ist perfekt.

Und wirklich, der Struggle ist real. Sie kämpfen alle verzweifelt mit dem ü und Günther sitzt nur auf meinem Kopf und schaut verdutzt aus der Wäsche.

Oh, und gesungen haben wir.

Ich glaube als der Vater des Kiwiuntertanen nach Hause kam, lag ich grade auf dem krümeligen Küchenfußboden halb unterm Tisch und wir haben When I Kissed The Teacher im Duett gesungen – wie sagt man so schön? Der erste Eindruck zählt.

Übrigens bin ich sehr stolz. Er ist Brite und konnte an meinem Akzent nicht raushören, aus welchem Land ich komme. Ergo hab ich endlich diesen unfassbar ätzenden deutschen Akzent abgelegt. Tschacka!

Jetzt bin ich allerdings müde wie eh und je.

Bis dann und wann, Jenna

(28.08.2018) We Want ABBA! (Und kriegen es, denn wir fahren ganz casually an einem Dienstag Nachmittag mit dem Bus hin)

Wir sprechen heute einfach mal nicht über die Schule, verglichen mit meinem Nachmittag war sie einfach nicht schrecklich erwähnenswert.

Selbst im Englischunterricht hängen sie Deutschland hinterher, und dass, obwohl sie sprachlich wirklich gut sind und Physik war ganz okay. Ich hatte so wenig zu tun, dass genug Zeit war, eine ewig lange Vokabelliste der wichtigsten (und aller anderen – es war viel Zeit) physikalischen Begrifflichkeiten anzulegen.

Morgen steht dann Theater auf dem Plan und dann frei, mein Chemiekurs fängt ja immer noch nicht an.

Kommen wir zum eigentlichen Teil. Es ist ein sehr stranges Gefühl wenn man nach Hause kommt, sich eine Fertigpizza in den Ofen schiebt und während man sie dann isst, beschließt, dass man ja mal ins ABBA-Museum gehen könnte –  und dann tatsächlich aufsteht, das Geschirr wegräumt und man sieben Minuten später im Bus Richtung Museum sitzt. Jo what?

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass ich wenig (sehr wenig) auf dieser Welt mehr liebe als ABBA und dass ich jetzt einfach wann ich will und so oft ich will ins ABBA-Museum gehen kann, will einfach noch nicht so richtig in meinen Kopf rein.

Außerdem muss man als Schüler weniger bezahlen, was auch ganz nett ist. Im übrigen reicht es aus, seinen Schul-Gmail-Account vorzuzeigen, falls man seine Student-ID-card nicht dabei hat. Ja, da guckt man etwas blöd, wenn einen jemand an der Kasse bittet, seinen Mailaccount vorzuzeigen, aber es macht natürlich Sinn. Alle Schulen haben ihr Schulkürzel in der E-Mail-Adresse und daran kann man dann 1A sehen ob der Mensch denn zur Schule geht.

Mir sind tatsächlich ein paar dicke Krokodilsfreudentränen übers Gesicht gekullert. Allerspätestens nachdem ich gemerkt hab, dass der englische Audioguide von den 4 Abbas selbst eingesprochen wurde.

Und wie es sich gehört, hab ich jeden interaktiven Murks mitgemacht und mit dem Code auf dem Ticket lässt sich das alles von der Website des Museums runterladen. So hab ich mich kurz ins Musikvideo zu Summer Night City geschlichen, mit den Vieren zu Mamma Mia getanzt, versucht The Winner Takes It All Karaoke zu singen, als ABBAtar rumgehampelt, versucht am Mischpult den Orginalsound nachzubasteln, hab Donna geholfen in der Mamma Mia Ausstellung das Haus zu streichen und und und.

Es gibt nur sehr wenige Orte die mich so unendlich glücklich machen.

Außerdem gibt es einen unglaublich epischen Museumsshop! Frisch bewaffnet mit einer Jacke, Buttons und Armbändern ist das Leben gleich noch schöner!

Müde wie immer fall ich jetzt ins Bett.

Bis dann und wann, Jenna